PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Teufel vergibt nie



Victor
05.08.2006, 07:51
Andacht Verändert in Sein Bild
von A.W. Tozer


Petrus aber sprach: "Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt,
dass du den Heiligen Geist Gottes belogen ... hast?". - Apostelgeschichte 5,3


Der Teufel vergibt denen nie, die seinen Ketten entronnen sind

Wenn wir im Christenleben voranschreiten, müssen wir mit zunehmender Bösartigkeit des Feindes unserer Seelen rechnen.
Obwohl das den Christen selten als Lebenswirklichkeit dargestellt wird, ist es eine solide Tatsache, wie jeder erfahrene Christ weiß,
und eine, mit der wir umzugehen lernen müssen, wenn wir nicht darüber zu unserem eigenen Schaden straucheln wollen.

Wenn Satan schon die Neubekehrten angreift, dann noch viel erbitterter solche Christen, die um ein höheres Leben in Christus ringen.
Das Leben des Geisterfüllten ist nicht, wie viele meinen, ein Leben des Friedens und des stillen Glücks.
Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.

Satan hasst wahre Christen aus mehreren Gründen.

Einer ist, dass Gott sie liebt, und was immer Gott liebt, wird gewiss vom Teufel gehasst.
Ein anderer ist, dass ein Christ, als Kind Gottes, Ähnlichkeit mit dem Vater und der Familie des Glaubens hat.

Ein dritter Grund ist der, dass der wahre Christ früher ein Sklave war, der jetzt aber der Galeere entkommen ist, und Satan kann ihm diesen Affront nicht verzeihen.
Ein vierter Grund ist der, dass ein betender Christ eine beständige Bedrohung für die Stabilität des satanischen Reiches darstellt.
Der Christ ist ein heiliger Rebell, befreit von der Welt mit Zugang zum Thron Gottes.

Satan weiß nie, woher ihm Gefahr droht.

Wer weiß, wann ein zweiter Elia aufsteht, oder ein Daniel? Oder ein Luther, ein Wesley oder Booth?

David
05.08.2006, 10:09
Hier werden wir mit dem ersten Versagen der ersten Gemeinde bekannt gemacht. Und es wird uns auch keine Begebenheit in der Apostelgeschichte anschaulicher geschildert, als gerade diese hier. Wir brauchen also keineswegs ein Geheimnis aus diesem Versagen zu machen. Jedoch dieses Ereignis macht es uns auch ganz deutlich, welch eine Atmosphäre in der ersten Gemeinde geherrscht hatte.
Aus dieser Geschichte aber erkennen wir zweierlei über die erste Gemeinde. Es geht nämlich ganz deutlich aus ihr hervor, in welch einem Zustand der Erwartung sich die Menschen damals befanden. Und außerdem wird uns auch gezeigt, welch eine ungewöhnliche Achtung und Ehrerbietung den Aposteln entgegen-gebracht wurde. In einer derartigen Atmosphäre, da hatten dann diese Worte und der Tadel von Petrus sicherlich, die geschilderte Wirkung. Aber dieser Bericht ist auch ein Beispiel dafür, mit welcher großen, ja beinahe hartnäckig zu nennenden Aufrichtigkeit die Bibel erfüllt ist. Denn nichts hätte doch näher gelegen, als gerade diesen Bericht auszulassen, denn er ist ja ein Beweis dafür, daß es selbst in der ersten Gemeinde noch sehr unvollkommene Christen gab.


In einem gewissen Sinn ist diese Geschichte sogar ermutigend, denn zeigt sie uns doch, daß die Gemeinde selbst in ihren größten Tagen ein Gemisch von Gut und Böse darstellte. Wir tun gut daran, uns dieses zu vergegenwärtigen. Darum, sollten wir niemals vergessen, daß es nämlich überhaupt keine Kirche gäbe, wenn sie eine Gemeinschaft vollkommener Menschen wäre. Bezeichnend aber ist auch, wie sehr Petrus betont, daß eine aber eine jede Sünde, eine Sünde gegen Gott ist. Dieser Bericht aber erinnert uns auch an den Diebstahl Achans in Josua, Kapitel 7.
In Vers 3 aber hält Petrus Hananias sein Verhalten mit den Worten vor: “Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, daß du den heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast?” Bei dem hier mit “erfüllt” übersetzten griechischen Wort, schwingt etwas von der Vorstellung der Kontrolle oder der Einflußnahme mit. Dasselbe Verb findet sich auch in dem Gebot von Eph. 5,18 mit, wo es heißt: “laßt euch vom Geist erfüllen!” “Hananias, ein Gläubiger, stand also unter dem Einfluß Satans und nicht von dem Heiligen Geist. So sollten auch wir das immer wieder überdenken, unter welchen Einfluß wir stehen.

1. So ist ja z.B. die mangelnde Sorgfalt - auch eine Sünde vor Gott. Denn Gott wirkt durch uns Menschen. Mit allem, was wir zur Gesundheit, zur Zufriedenheit und zum Wohlergehen der Menschheit beitragen, wie bescheiden und anspruchslos das auch sein mag, das wirken wir dennoch für Gott.
2. Der mangelnde Gebrauch unserer Gaben ist Sünde vor Gott. Denn Gott hat jedem von uns ganz bestimmte Fähigkeiten geschenkt. Aber sie gehören uns gar nicht! Wir verwalten sie nur für Gott. Von daher sind wir auch nicht den Menschen gegenüber verantwortlich für das, was wir mit unserer Begabung anfangen, sondern ausschließlich Gott.
3. Der Mangel an Wahrheitsliebe ist eine Sünde vor Gott. Wir kennen die Wahrheit und zwar durch das Wirken des Heiligen Geistes in unseren Herzen. Wenn wir der Lüge und Unredlichkeit verfallen, dann aber versündigen wir uns an dem Heiligen Geist, der unsere Herzen lenkt.

In Vers 7- 10 erfahren wir von Saphira, die noch nichts von dem Tod ihres Mannes wußte. Und sie belog Petrus. Den Geist “versuchen” heißt aber auszuprobieren, wie weit man ungestraft gehen kann. Es bedeutet zu sehen, wie lange man Gott ausnutzen kann oder wie lange er sich herausfordern läßt. Die Strafe, die das Paar ereilte, hatte dann zur Folge, daß dann über die ganze Gemeinde, aber auch alle Ungläubigen “eine große Furcht kam!” Mit diesem Bericht also verfolgt Lukas mehrere Absichten:

1. Macht er das Mißfallen Gottes an der Sünde deutlich, insbesondere der Unehrlichkeit innerhalb seines Leibes.

2. Er hob die jetzige Kirche deutlich von dem “alten Israel” ab. Der Begriff: Gemeinde oder Kirche finden wir hier zum ersten Mal!

3. Es war ein Beweis, daß Gott selber durch seinen Geist in dieser neuen Gemeinschaft wirkte.