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jo jo
16.06.2008, 16:00
Hallo...
ich weiß nich, ob das gut in das Thema Weisheiten passt....aber der Text hat mir gefallen :)



Brief eines jungen Menschen

„Bitte hoere, was ich sage!
Laß Dich nicht von mir narren. Laß Dich nicht durch das Gesicht taeuschen, das ich mache. Denn ich trage tausend Masken- Masken, die ich fuerchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob ist eine Kunst,, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber laß Dich dadurch nicht taeuschen, um Gottes Willen, laß Dich nicht von mit narren.
Ich mache den Eindruck, als sei ich umgaenglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kuehle, als sei ich ein stilles Wasser und als koenne ich ueber alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden.
Aber glaube mir nicht, bitte, glaube mit nicht!
Mein Aeußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes.
Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und alleine. Aber ich verberge das. Ich moechte nicht, dass es irgendjemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwaeche bekommen ich Panik und fuerchte mich davor, mich anderen ueberhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich vertzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine laessige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutaeuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen wuerde. Dabei waere dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn er verbunden waere mit Angenommenwerden, mit Liebe. Da ist das einzige, das mir die Sicherheit geben wuerde, die ich mit selbst nicht geben kann: dass ich wirklich etwas wert bin.
Aber das sage ich Dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fuerchte, Du wirst gering von mir denken und ueber mich lachen- und Dein Lachen wuerde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und dass Du das siehst und mich abweisen wirst.
So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen.
Ich rede daher im gaengigsten Ton oberflaechlichen Geschwaetzes. Ich erzaehle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb laß Dich nicht taeuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.
Bitte hoere sorgfaeltig hin und versuche, zu hoeren, was ich nicht sage, was ich gerne sagen moechte, was ich um des Ueberlebens Willen rede und was ich nicht sagen kann.
Ich veabscheue Versteckspiel. Ehrlich! Ich verabscheue dieses Oberflaechliche Spiel, das ich da auffuehre. Es ist ein unechtes Spiel. Ich moechte wirklich echt und spontan sein koennnen, einfach ich selbst, aber Du musst mir helfen. Du musst Deine Hand ausstrecken, selbst, wenn es grade das letze zu sein scheint, was ich mit wuensche. Nur Du kannst diesen leeren toten Glanz von meinen Augen nehmen. Nur Du kannst mich zum Leben rufen. Jedes Mal, wenn Du freundlich und sanft bist und mir Mut machst, jedes Mal, wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Fluegel- sehr kleine Fluegel, sehr bruechige Schwingen, aber Fluegel!
Dein Gespuer, Dein Mitgefuehl und die Kraft Deines Verstehens hauchen mir Leben ein. Ich moechte, dass Du das weißt.
Ich moechte, dass Du weißt, wie wichtig Du fuer mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannsr, der ich wirklich bin- wenn Du willst.
Bitte, ich wuenschte, Du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere. Du allein kannst mir die Maske abnehmen. Du allein kannst mich aus der Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien- aus meiner Einsamkeit. Uebersieh mich nicht. Bitte- bitte, uebergeh mich nicht! Es wird nicht leicht fuer Dich sein. Die lang andauernde Ueberzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je naeher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurueck. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, dass Liebe staerker sei, als jeder Schutzwall, und darin liegt meine Hoffnung.
Bitte, versuch, diese Mauern einzureißen, mit sicheren Haenden: ein Kind ist sehr empfindsam.
Wer bin ich, magst Du fragen? Ich bin jemad, den Du sehr gut kennst. Denn ich bin jeder Mann und jede Frau, die Dir begegnen.“

geliebtes Korn
17.06.2008, 18:06
hallo jojo,

der Text spricht für sich...

mir fiel dazu ein: "Wo du geliebt wirst, kannst du alle Masken ablegen..."

menschliche Liebe trägt oft nicht alle Masken- leider, aber ohne Hoffnung, dass es eine Liebe gibt, die solche Masken liebevoll abnimmt und dennoch sagt, oder gerade deswegen: Ich hab dich je und je geliebt...
ohne diese Hoffnung gäbe es kein Licht.

danke dir fürs reinstellen

Alles Liebe dir

Terry
20.07.2008, 09:23
Hallo...
ich weiß nich, ob das gut in das Thema Weisheiten passt....aber der Text hat mir gefallen :)



Brief eines jungen Menschen

„Bitte hoere, was ich sage!
Laß Dich nicht von mir narren. Laß Dich nicht durch das Gesicht taeuschen, das ich mache. Denn ich trage tausend Masken- Masken, die ich fuerchte abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob ist eine Kunst,, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber laß Dich dadurch nicht taeuschen, um Gottes Willen, laß Dich nicht von mit narren.
Ich mache den Eindruck, als sei ich umgaenglich, als sei alles sonnig und heiter in mir, innen wie außen, als sei mein Name Vertrauen und mein Spiel Kuehle, als sei ich ein stilles Wasser und als koenne ich ueber alles bestimmen, so als brauchte ich niemanden.
Aber glaube mir nicht, bitte, glaube mit nicht!
Mein Aeußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter ist nichts Entsprechendes.
Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und alleine. Aber ich verberge das. Ich moechte nicht, dass es irgendjemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwaeche bekommen ich Panik und fuerchte mich davor, mich anderen ueberhaupt auszusetzen. Gerade deshalb erfinde ich vertzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine laessige, kluge Fassade, die mir hilft, etwas vorzutaeuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen wuerde. Dabei waere dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es. Wenn er verbunden waere mit Angenommenwerden, mit Liebe. Da ist das einzige, das mir die Sicherheit geben wuerde, die ich mit selbst nicht geben kann: dass ich wirklich etwas wert bin.
Aber das sage ich Dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor. Ich habe Angst, dass Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fuerchte, Du wirst gering von mir denken und ueber mich lachen- und Dein Lachen wuerde mich umbringen. Ich habe Angst, dass ich tief drinnen in mir selbst nichts bin, nichts wert, und dass Du das siehst und mich abweisen wirst.
So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen.
Ich rede daher im gaengigsten Ton oberflaechlichen Geschwaetzes. Ich erzaehle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb laß Dich nicht taeuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.
Bitte hoere sorgfaeltig hin und versuche, zu hoeren, was ich nicht sage, was ich gerne sagen moechte, was ich um des Ueberlebens Willen rede und was ich nicht sagen kann.
Ich veabscheue Versteckspiel. Ehrlich! Ich verabscheue dieses Oberflaechliche Spiel, das ich da auffuehre. Es ist ein unechtes Spiel. Ich moechte wirklich echt und spontan sein koennnen, einfach ich selbst, aber Du musst mir helfen. Du musst Deine Hand ausstrecken, selbst, wenn es grade das letze zu sein scheint, was ich mit wuensche. Nur Du kannst diesen leeren toten Glanz von meinen Augen nehmen. Nur Du kannst mich zum Leben rufen. Jedes Mal, wenn Du freundlich und sanft bist und mir Mut machst, jedes Mal, wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Fluegel- sehr kleine Fluegel, sehr bruechige Schwingen, aber Fluegel!
Dein Gespuer, Dein Mitgefuehl und die Kraft Deines Verstehens hauchen mir Leben ein. Ich moechte, dass Du das weißt.
Ich moechte, dass Du weißt, wie wichtig Du fuer mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannsr, der ich wirklich bin- wenn Du willst.
Bitte, ich wuenschte, Du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere. Du allein kannst mir die Maske abnehmen. Du allein kannst mich aus der Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien- aus meiner Einsamkeit. Uebersieh mich nicht. Bitte- bitte, uebergeh mich nicht! Es wird nicht leicht fuer Dich sein. Die lang andauernde Ueberzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern. Je naeher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurueck. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, dass Liebe staerker sei, als jeder Schutzwall, und darin liegt meine Hoffnung.
Bitte, versuch, diese Mauern einzureißen, mit sicheren Haenden: ein Kind ist sehr empfindsam.
Wer bin ich, magst Du fragen? Ich bin jemad, den Du sehr gut kennst. Denn ich bin jeder Mann und jede Frau, die Dir begegnen.“

Der Text kommt mir bekannt vor. Ich meine, ihn so oder so ähnlich gelsen zu haben in dem Buch: "....dass du nicht geflohen bist vor meiner Angst". Aber wie auch immer - ja, das ist so wahr. Und wie oft laufen Menschen weg vor dieser Maske, die wir tragen, die uns oft aufgezwungen wird - weil die Ehrlichkeit sofort Ahndung findet -, anstatt die arme auszubreiten und uns aufzufangen in unserer angst, Trauer und Not. Ich würde mir wünschen, dass wir hier im netz, uch grad im chat viel mehr noch Menschen sein - werden - können, die einander einfach auffangen und annehmen. Ich will versuchen, dmit den Anfang zu machen und bitte vergebt mir schon jetzt, wen es nicht sofort geleingt. Denn es erfordert Übung, aber ich bin bereit dazu. Danke für den text, JOJO! Hab dich lieb. Christa&geigen

Hagebutte
30.10.2008, 00:32
Diesen Text kann ich gut nachvollziehen, denn ich war als Teenie genauso. Wunderbar in Worte gefasst was einem so alles durch den Kopf geht.

Daher meine Bitte an Mütter,Väter, jede Art von Erziehungsberichtigten, an Onkel und Tanten, Haustiere und Wühlmäuse ;) kurz - an jeden der irgendwie mit Kindern und Jugendlichen zutun hat. Liebt die Kinder, zeigt ihnen das ihr sie liebt. Knuddelt sie, tröstet sie, zeigt das ihr hinter ihnen steht und hört ihnen zu. Wir Erwachsenen gehen oft über Sorgen der Kinder hinweg weil wir sie als "kindisch" abtun, doch für die kleine Kinderseele sind sie so belastend wie für unser eines z.b. der Jobverlust. Kauft ihnen lieber einen Gameboy weniger und nehmt euch Zeit für sie. Keine neue Jeans, kein Handy und kein noch so cooles PC-Game kann Zuneigung und Respekt ersetzen.
Nur ein paar Zeilen in der Hoffnung, dass es in Zukunft weniger verzweifelte Kinderseelen gibt.
Und für alle verletzten Seelen, jeden Alters ----> *einmegadickerknuddel* Ihr werdet geliebt auch wenn euch das oft nicht so vor kommt ;)


Liebe Grüsse Hagebutte

Nette
30.10.2008, 07:18
Nette---->Jojo :umarmen:

..knuddelchen du Liebes...