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bibeltagebuch

Was ist mit meiner Wahrheit los?~Glaubenszweifel ~1~

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"Zweifel sind ein Anzeichen von Schwäche", sagte man mir! Aber meine Versuche, den Zweifel mit Beten und Bibellesen zu beseitigten, half nicht! Im Gegenteil, mit dem Umgang von Bibelwissen, kamen neue Zweifel zu den alten hinzu.

Die Antworten meiner "Lehrer" und anderen Bibelwissern waren seltsam unbefriedigend. - "Man muss halt daran glauben". Was aber, wenn man ungl
aubliches glauben soll? Das kann man sicherlich, aber kann man auch alles unglaubliche glauben? Und wie unterscheidet man, was man glauben soll und was nicht? Ist etwas wahr, nur weil es jemand sagt, der Pastor von der Kanzel redet?


Mit der Zeit fand ich heraus, dass auch andere Gläubige zweifelten oder bestimmte Dinge ablehnten. Mein Freund glaubte nicht an die Existenz der Hölle, sondern nur daran, dass Ungläubige ihr ewiges Leben in Gottferne verbringen mussten, kein erstrebenswerter Zustand, aber immerhin mit einem "lieben Gott" eher vereinbar als die ewige Folter.


Und so hangelte ich mich vorwärts. Oder Rückwärts?, und nachdem ich den Glauben an die Kirche schon längst "abgehakt" hatte, glaubte ich immer noch an Gott.
Allerding: Was ich zuerst als richtig meinte, entpuppte sich als Glaubenszerstörend in mir: Denn viele erkannten an, dass man am Glauben zweifeln konnte, aber sie versuchten immer, den Zweifel zu "ersticken". Da bei könnte Zweifel das Potenzial freilegen zum Wachsen!
Übrigens: Auch als Ungläubiger kann man an seinem Unglauben zweifeln. Zweifel hören nicht auf, wenn man nicht mehr glaubt.


Welcher Gott, welche Wahrheit aus dem breiten Angebot der vielen absoluten Wahrheiten bringt denn mein logisch stimmiges Weltbild ins Wanken? Oder festigt es?


Zweifel, dass es doch einen liebenden Gott geben könnte, habe ich eigentlich nie gehabt - vor allem nicht, als meine Groß-Vater an Krebs erkrankte ... bis er starb, habe ich ihn leiden sehen ... mir wurde klar, dass es einen Gott der Liebe für mich nicht geben konnte - schon gar nicht, als er starb .
Ich soll meine Fragen nicht aufschieben - ungeklärte Fragen sind keine Basis für Vertrauen - weder zu einem Gott noch zu einem Menschen.


Habe ich meinen Glauben bisher als Nützlich gesehen? - Glaube (egal welcher) gibt vielen Leuten Kraft - auch wenn er inhaltlich falsch und eigentlich unhaltbar ist? Wie gehe ich denn mit diesem Widerspruch um? Darf ich es akzeptieren, dass es so viele Leute gibt, die aus Unwahrheiten und unbewiesenen Behauptungen Kraft beziehen?
Ist das so?
Wanke und Zweifel ich jetzt deshalb, weil die Person, das Wesen des Glaubens mir fehlt, wie wohl ich mich schon im Denkprozess, Fühlprozess und der christlischen Gemeinschaft bewege?
Wer den Glauben verliert, weil die Zweifel zu stark werden, wer zu der Erkenntnis kommt, dass es einen liebenden Gott einfach nicht geben kann - ist für den gleichzeitig die Gemeinschaft gestorben oder das Prinzip der Nächstenliebe?
Kann man also nicht lieben ohne Jesus Christus?

...........wird fortgesetzt!

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Kommentare

  1. Avatar von AndreM
    "Zweifel sind ein Anzeichen von Schwäche", sagte man mir! Aber meine Versuche, den Zweifel mit Beten und Bibellesen zu beseitigten, half nicht! Im Gegenteil, mit dem Umgang von Bibelwissen, kamen neue Zweifel zu den alten hinzu.
    Wer auch immer dieser „man“ ist hat eine rein negative Definition von Zweifel. Dies ist nur eine Seite der Medaille. Das wird schnell klar, wenn man bedenkt, das Zweifel uns zum nachdenken aufrufen. Wir benutzen unsere Gabe zu Reflektieren und zu Hinterfragen. In der Bibel steht dazu „prüft alles“. Selbst Gott will sich von uns prüfen lassen. Jesus sagte, das Glaube aus ganzer Kraft, mit ganzem Herzen und ganzem Verstand praktiziert werden sollte. Also nicht gemäß der allgemein gültigen Auffassungen von Glauben – von wegen den Verstand an der Garderobe abgeben. Anders gefragt: Wir könnte ich etwas mit ganzer Kraft und ganzem Herzen glauben (besser ist das biblische Wort „vertrauen“), wenn mein Verstand nicht mitspielt. Dies würde Selbstbetrug sein.
    Die Antworten meiner "Lehrer" und anderen Bibelwissern waren seltsam unbefriedigend. - "Man muss halt daran glauben". Was aber, wenn man unglaubliches glauben soll? Das kann man sicherlich, aber kann man auch alles unglaubliche glauben? Und wie unterscheidet man, was man glauben soll und was nicht? Ist etwas wahr, nur weil es jemand sagt, der Pastor von der Kanzel redet?

    Ich weiß nicht, was du für „Lehrer“ hast, aber wenn es um Wahrheit geht, sollte man sich darüber bewusst werden, welche Definition man davon im Hinterkopf hat. Jesus selber nie nur gesagt: „Ich sage die Wahrheit“ oder „Ich lehre die Wahrheit“. Jesus sagt: „Ich bin die Wahrheit…“ Das ist ein unterschied zu allen Lehren/Religionen/Ideologien weltweit. Bei Gott hat Wahrheit nicht nur mit dem Diskutieren über Recht und Unrecht zu tun, sondern mit dem WER wir sind und WEM wir folgen – also mit der Person. Nicht aber, WIE wir sind oder WAS wir sagen/lehren.
    Was ich zuerst als richtig meinte, entpuppte sich als Glaubenszerstörend in mir: Denn viele erkannten an, dass man am Glauben zweifeln konnte, aber sie versuchten immer, den Zweifel zu "ersticken".

    Ich finde ein Gläubiger der keine Zweifel hat, ist wie Schiff, dass den Hafen nicht mehr verlässt.
    Da bei könnte Zweifel das Potenzial freilegen zum Wachsen!
    Ja genau, denn Zweifel lassen uns prüfen („prüft alles“) und aus der Prüfung entsteht wiederum Weisheit und Erkenntnis. Diese sind wiederum Fundament für den Glauben.
    Welcher Gott, welche Wahrheit aus dem breiten Angebot der vielen absoluten Wahrheiten bringt denn mein logisch stimmiges Weltbild ins Wanken? Oder festigt es?
    Es gibt kein Angebot an Wahrheiten. Das schließt das Wort schon aus. Die Wahrheit kann man nicht wählen. Nur weil man ihr nicht folgt, wird sie nicht „unwahrer“.
    Zweifel, dass es doch einen liebenden Gott geben könnte, habe ich eigentlich nie gehabt - vor allem nicht, als meine Groß-Vater an Krebs erkrankte ... bis er starb, habe ich ihn leiden sehen ... mir wurde klar, dass es einen Gott der Liebe für mich nicht geben konnte - schon gar nicht, als er starb.
    Hier gehst du von der falschen Annahme aus, dass Gott alles gut findet, was auf dieser Welt passiert. Er sagt selbst in seinem Wort, dass wir in einer gefallenen Welt leben. Wenn er alles Leid verhindern würde, müsste er uns unseren freien Willen nehmen. Das würde bedeuten wir würden zu Marionetten werden. Das würde bedeuten es gäbe keine wahre Liebe (deren Urgrund freie Entscheidung ist). Gott ist Liebe und schenkt uns deswegen einen freien Willen, sodass auch wir lieben können. Ohne freien Willen gäbe es zwar kein Leid, aber auch keine Liebe – weder zwischen den Menschen noch zu Gott. Das dein Großvater gestorben ist, ist sicher schwer. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Aber ist es damit aus? Diese Frage beantwortet dir dein Herz. Frag doch mal einen 50, 60, 70, 80 oder 90 jährigen, ob das Leben lang ist. Jeder (mit noch gesundem Verstand) wird dir sagen, „es verging wie im Flug“ oder „das Leben ist kurz“. Hast du dich mal gefragt, warum so viele sagen: „Die Zeit vergeht so schnell“. Gott sagt in seinem Wort, er habe einem jedem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt. Uns allen kommt diese Zeit hier so kurz vor, weil wir für die Ewigkeit geschaffen sind.
    Habe ich meinen Glauben bisher als Nützlich gesehen? -Glaube (egal welcher) gibt vielen Leuten Kraft - auch wenn er inhaltlich falsch und eigentlich unhaltbar ist? Wie gehe ich denn mit diesem Widerspruch um? Darf ich es akzeptieren, dass es so viele Leute gibt, die aus Unwahrheiten und unbewiesenen Behauptungen Kraft beziehen?
    Ist das so?

    Du darfst ihnen von dem erzählen, der als einziger sagte: „Ich bin die Wahrheit und das Leben…“
    Wer den Glauben verliert, weil die Zweifel zu stark werden, wer zu der Erkenntnis kommt, dass es einen liebenden Gott einfach nicht geben kann - ist für den gleichzeitig die Gemeinschaft gestorben oder das Prinzip der Nächstenliebe?
    „Wenn wir allein für dieses Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendsten von allen Menschen.“ Das heißt natürlich kannst du das Prinzip der Nächstenliebe folgen – jeder Mensch kann das. Aber ohne einen liebenden Gott gibt es keinen Sinn für Nächstenliebe bzw. der Sinn der Nächstenliebe wäre ad absurdum geführt. Warum? Du würdest Nächstenliebe aus Eigennutz praktizieren, dass es dir und anderen gut ergeht für die Zeit dieses Lebens. Wenn es aus Eigennutz passiert ist es aber keine Nächstenliebe. Denn Liebe ist bedingungslos – sie ist eine Entscheidung, egal ob ich dafür etwas zurückbekomme oder nicht. Deshalb sagt man beim christlichen Eheschwur auch „…in guten wie in schlechten Tagen…“ Deshalb ist Jesus am Kreuz für uns gestorben, obwohl es keiner von uns verdient hat –er hat sich für uns entschieden und seit dem Kreuz gibt es keinen Zweifel mehr, dass Gott uns liebt. Gott hat uns zuerst geliebt!
    Kann man also nicht lieben ohne Jesus Christus?
    Menschliche „Liebe“ gibt es auch ohne Jesus. Aber das ist nicht die Definition der Liebe aus der Bibel. Wahre, uneigennützige und bedingungslose Liebe kommt nur aus und ist in Gott. Zur Liebe wie die Bibel sie beschreibt ist kein Mensch fähig, aber lies selbst:
    1. Korinther 13:
    „Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke. Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts. Wenn ich meinen ganzen Besitz an die Armen verteile, wenn ich sogar bereit bin, mein Leben zu opfern und mich bei lebendigem Leib verbrennen zu lassen, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts. Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand. Die Liebe vergeht niemals. Prophetische Eingebungen werden aufhören; das Reden in Sprachen, ´die von Gott eingegeben sind,` wird verstummen; die ´Gabe der` Erkenntnis wird es einmal nicht mehr geben. Denn was wir erkennen, ist immer nur ein Teil des Ganzen, und die prophetischen Eingebungen, die wir haben, enthüllen ebenfalls nur einen Teil des Ganzen. Eines Tages aber wird das sichtbar werden, was vollkommen ist. Dann wird alles Unvollkommene ein Ende haben. Als ich noch ein Kind war, redete ich, wie Kinder reden, dachte, wie Kinder denken, und urteilte, wie Kinder urteilen. Doch als Erwachsener habe ich abgelegt, was kindlich ist. Jetzt sehen wir alles nur wie in einem Spiegel und wie in rätselhaften Bildern; dann aber werden wir ´Gott` von Angesicht zu Angesicht sehen. Wenn ich jetzt etwas erkenne, erkenne ich immer nur einen Teil des Ganzen; dann aber werde ich alles so kennen, wie Gott mich jetzt schon kennt. Was für immer bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Aber am größten von ihnen ist die Liebe."
    Aktualisiert: 22.01.2014 um 11:46 von AndreM
  2. Avatar von Jerom
    Kann man also nicht lieben ohne Jesus Christus?
    Eher wohl nur eine rhetorische Frage, denn andere Religionen zeigen uns ja das es geht.
    Warum ziehen wir nicht daraus die Lehren und überprüfen unser Bild von Kirche(n) Glaube(n) GOTT?

    Meine Erkenntnis: GOTT ist die Kraft die die Natur treibt.
    In den Gesetzen der Natur und Schöpfung, die die Sprache GOTTES ist, erkennen wir auch den großen GOTTESWILLE.

    Wenn wir wollten erkennen wir, dass GOTTES Schöpfungsgesetze nicht an Religionen gebunden sind und auf der ganzen Erde, ja im ganzen Universum wirken.