Das ist ein Vorwurf, den sich religiöse Eiferer schon immer gegenseitig gemacht haben. Da ist noch nie was Gutes draus entstanden, dass einer dem anderen sagt "was du da machst, hat nichts mit Gott zu tun". Wann werden wir das endlich lernen?
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Was ist mit den Preisen? Man muss berücksichtigen, das ist keine Massenproduktion, sondern Kleinserienherstellung, und man braucht für so ein Gewand schon einige Meter Stoff. Und wenn die Sachen dann noch (was ich hoffen will) nicht von Billigstlohn-Sklavinnen in Vietnam oder Bangladesh zusammengenäht werden, sondern von Näherinnen, die Tariflohn erhalten und krankenversichert sind, dann finde ich, die Preise gehen eigentlich. Und auffallend prunkvoll sind die Sachen doch nicht, oder?
Natürlich wird daran noch verdient, aber ist das denn schlimm? Muss jeder, der sein berufliches Können für die Kirche einsetzt, das ohne Lohn tun? "Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben" (Matthäus 10, 8), das wird hierfür gern als Argument genommen, nicht wahr? Aber abgesehen davon, dass heutzutage niemand seine Ausbildung und sein Werkzeug umsonst empfängt, soll man doch bitte mal zwei Verse weiterlesen, denn auch bei Matthäus galt schon: "Ein Arbeiter ist seine Nahrung wert" (10, 10).
Oder das, was die Leute für eine Erfahrung mit Gott halten! Die wenigsten "Gotteserfahrungen" dürften authentisch sein. Die negativen Auswüchse sieht man in manchen christlichen Strömungen recht gut; dort wo zum Beispiel das persönliche Erlebnis im Sinne eines Wiedergeborenseins verstanden wird. Hier tritt lediglich die Zugehörigkeit zu einem mehr oder weniger buchbasierten Bekenntnis an Stelle der Zugehörigkeit zu einer Organisation.
Ganz und gar nichts. Ich finde die Preise absolut angemessen.
Auf keinen Fall. Es ist genau wie Du sagtest: "Ein Arbeiter ist seine Nahrung wert"
Ich hatte die Seite mit der Kleidung nur deshalb gepostet, weil ich es einerseits witzig fand, dass man sowas auch als Privatmensch im Internet bestellen kann und andererseits, weil es hier im Thread ja gerade um diese Kleidung ging. Also alles reine, sachliche, völlig wertneutrale Information, ohne jeden Hintergedanken!
LG
Provisorium
Absolut! Ich denke, dass ist doch auch ganz normal. Es gibt ja kein Messgerät, das Dir anzeigt, ob Deine Erfahrung mit Gott tatsächlich authentisch gewesen war.
Also ich will mir darüber kein Urteil erlauben. Ich schaue da nicht auf andere, sondern nur auf mich. Da hab' ich schon genug zu tun ;-)
Das finde ich auch. Kennst Du vielleicht eine Definition für dieses "Wiedergeborensein"? Manche sagen ja auch "Taufe im Heiligen Geist". Was ist da konkret gemeint? Irgendein wohliges Gefühl, eine tiefe innere Gewissheit?
Ich habe mal in einem gewissen Forum gefragt, was eigentlich dieser heilige Geist sei, woran man ihn bemerke etc. Man konnte mir keine klare Antwort geben. "Wiedergeboren-Sein" scheint ein ähnlich schwammiges Konstrukt zu sein.
Mir scheint, dass folgende Definition für beide Begriffe angebracht ist: Der "heilige Geist" bzw. das "Wiedergeboren-Sein" ist das, was der einzelne dafür hält, sofern es den Normen der (betreffenden) Gruppe entspricht. Ein Definitionskriterium ex ante gibt es nicht.
Ah danke! Sowas in die Richtung habe ich mir schon gedacht. Nix genaues weiß man nicht, sozusagen. In charismatischen Gemeinden wird wohl das Wirken des Heiligen Geistes an den sogenannten "Geistesgaben" gemessen. Also wenn da plötzlich alle in Zungen sprechen, oder unvermittelt auf den Boden fallen und zu zittern beginnen und ähnliches. Aber das wirkt auf mich persönlich extrem befremdlich, was dann aber allerdings die Charismatiker selbst, so gar nicht weiter verwunderlich finden. Denn in Apostelgeschichte 2 wurde die Gemeinde ja auch für betrunken gehalten, als der Heilige Geist ausgegossen wurde.
Jo, das passt wohl.
LG
Provisorium