Zitat:
Zitat von
luxdei
Dann ist es ja fatal, nicht an allumfassende Liebe und göttliche Allgegenwart in allem Geschaffenen zu glauben.
Dann ist es fatal zu glauben, das Göttliche könne nur zwischen zwei Buchdeckeln gefunden werden.
Dann ist es fatal zu glauben, anders Denkende, anders Glaubende müssten wie ein Geschwür aus der Gesellschaft entfernt werden.
Etc etc.
Es ist fatal in Worten an die allumfaßende Liebe zu glauben, ihre Selbstoffenbarungen aber nicht zu beachten.
Es ist fatal zu behaupten, man glaube daß das Göttliche in allem Geschaffenen sei, und dabei das wichtigste Zeugnis seiner Selbstoffenbarung beiseite lassen.
Es ist fatal die Warnungen des Göttlichen, in seinen Selbstoffenbarungen, in den Wind zu schlagen.
Zitat:
Zitat von
Provisorium
[/FONT][/SIZE]Ich denke das jeder Mensch der in der Bibel liest nach einem Sinn in dem Gelesenen sucht..
Nicht unbedingt. Manche sind gegen die Bibel von vornherein voreingenommen; manche lesen, b.z.w. versuchen sie zu lesen aus purer Neugier, mit einem großen Anteil von Hochmut u.s.w. u.s.f.
Das Forschen in der Bibel duldet aber keine Halbherzigkeit. Wer also mit Vorurteil, oder mit geteilter Meinung an sie herangeht, braucht nicht zu denken, er könnte sie verstehen.
Auch Neugierige bleiben ohne (so war es z.B. bei mir).
Zitat:
Du hast geschrieben:Alles Individualismus.
Und ich halte das für gut! Nicht nur, weil wir eben alle Individuen sind, sondern weil wir, wenn wir dieser Erkenntnis, dass alles Individualismus ist, Raum schenken, gegenüber Andersdenkenden tolerant sein können.
So werden wir nie zu einer Gemeinschaft. Die Angst, sich selbst aufzugeben, sich zu verlieren, wird unser Untergang sein.
"Ich bin dadurch ein großes Übel, daß ich ein Selbst habe;
erreichte ich die Selbstlosigkeit, wäre ich da ein Übel?" (LaoTse "Tao te King" Spr. 13)
"Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, ...
Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen." (Mt. 16:24-25)
"Ein untergehendes Selbst ist nicht zu gefärden." (Lao Tse "Tao te King" Spr. 16)
Zitat:
Du schriebst: Die Bibel ist eindeutig, nur der Mensch, der sie durch die Brille seiner Denkweise liest, sieht sie mehrdeutig.
Aber wie sollte er sie denn auch anders lesen? Er hat ja gar keine andere Brille, als die seiner individuellen Denkweise. Die ist zwar durchaus veränderlich, aber wie sollte er denn wissen, wann er die Wahrheit zu 100% getroffen habe?
Die ganze Wahrheit kann auch kein einzelner treffen, denn sonnst würde er die anderen nicht mehr benötigen. Und das ist ja nicht der Sinn der Sache, sondern daß wir zu einer Gemeinschaft werden. Und dazu müssen wir aufeinander angewiesen sein. So wird einem dies, dem anderen das offenbart, und beim Austausch lernen alle, und alle zusammen kommen wir dann irgendwann "zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis ..." (Eph. 4:13)
Zitat:
Du hast geschrieben:Es ist oft ein schmerzhafter Weg, bis wir zum richtigen Sinn der Bibel gelangen.
Wir leben jetzt im Jahre 2012 und noch immer gibt es keinen Konsens was denn nun dieser richtige Sinn sein soll. Im Streit darüber tat und tut man sich sehr viel Leid an. Ein wahrhaft schmerzhafter Weg...
Das Problem ist, daß die Menschen zu voreilig sind. Sobald jemand (oder eine Gruppe) zu einer neuen Erkenntnis gelangt ist, schaltet er von Suche (nach neuen Erkenntnissen) auf Bewahrung (der bereits gewonnenen). Daß diese Erkenntnis aber noch nicht ausgereift ist, kommt ihm nicht in den Sinn.
Zitat:
Du hast geschrieben: Nicht Gott der Bibel hat diese Evolution hinter sich, sondern die Vorstellungen der Menschen über den Gott der Bibel. Weil jede Generation meint, die letzte Wahrheit der Bibel erkannt zu haben, wärend ihre Denkweise unter dem Einfluß dieser Welt ist.
Ach so? Dann solltest Du vielleicht nochmal über Deine Aussagen nachdenken...
[SIZE=2][FONT=lucida sans unicode]
Das mach ich. Und jeder kann meine Aussagen wiederlegen. Ich bin immer bereit meine Ansichten zu revidieren. Natürlich nur wenn man mir anhand der Bibel zeigt, daß sie falsch sind. Wie seinerzeit Luther.
Zitat:
Zitat von
dispicio
Meine Sorge ist, dass wir über dem Bemühen, die Reinheit der Lehre bewahren zu wollen, den Menschen vergessen.
Mein Bemühen ist nicht die Reinheit der Lehre zu bewahren, sondern sie wiederherzustellen. Damit es ist wie zur Zeit der Aposteln, wo der Heilige Geist kraftvoll gewirkt hat.
Und dazu müssen falsche Vorstellungen weg. Der Altar dem Baal muß abgerissen werden (Gideon).
Zitat:
Du kannst nicht mit der Schrift für die Schrift argumentieren.
Und mit Jesus-Zitaten für Jesus? Oder mit Lao Tse-Zitaten für Lao Tse? Oder mit Sokrates-Zitaten für Sokrates? Aber sicher doch!
Genau so wie die Gesetze des Landes für das Land sprechen, und nicht die Meinung seiner Feinde.
Zitat:
Die Schrift hilft sicher vielen, den Weg zu Gott - der der Weg zum Nächsten sein Muss - zu finden. Aber sie ist nicht zwingend notwendig. Es gibt viele Menschen, die ganz ohne Kenntnis der Schrift, ohne Kenntnis des Namen Jesu im Sinne der Liebe, der Gebote Gottes leben - aus ihrem Herzen heraus. Ebenso gibt es viele, die trotz Kenntnis der Schrift, der niedergelegten Worte, wider der Liebe handeln und leben. Es fehlt Ihnen das hörende Herz zum rechten Verständnis und Handeln. Am häufigsten ist wohl von beidem ein wenig in jedem von uns.
Den Unterschied kann man in der Natur sehen: kultivirte Obstsorten und ihre wilden Artgenossen.
Zitat:
Beziehst Du Deine eigene Erkenntnis über die Wahrheit der Bibel da mit ein? Hoffentlich, denn dann wirst Du wissen, dass es eben keinen absoluten Wahrheitsanspruch geben kann.
Man sollte den Wahrheitsanspruch der Bibel nicht mit dem Wahrheitsanspruch unserer Erkenntnisse vertauschen. Und das tun hier manche.
Zitat:
Natürlich gibt es einen bestimmten Sinn in der Bibel - für jeden Einzelnen, der danach sucht.
Zunächst gibt es einen Bestimmten Sinn für alle zusammen. Von diesem schreibe ich.
Und dann gibt es auch für jeden einzelnen persönlich. Den muß jeder für sich selbst herausfinden.
Zitat:
Aber der macht sich nicht an bestimmten Worten, Namen und Bildern fest.
Manchmal schon. B.z.w. am Verständnis dieser Worte.