Ergebnis 1 bis 9 von 9

Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    Ich habe mit vielen Menschen zu tun, die durch tiefe Krisen gehen,
    auch mit Menschen, die aufgrund einer Verzweiflungstat eines einzelnen Menschen z.T. ihr ganzes Leben lang unter den Folgen dieses Traumas, in das sie durch einen Suizid hineingezogen wurden, leiden
    - Lokomotivführer
    - Helfer von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften
    - zufällig vorübergehende Passanten
    - und natürlich die Angehörigen und Freunde
    ...
    Bei allem Verständnis für die Verzweiflung jedes Einzelnen,
    aber im Augenblick des Entschlusses zum Suizid z.B. durch das sich vor einen Zug schmeißen, ist dieser Mensch sehr gefangen in sich selbst und beachtet nicht mehr, was er für Schrecken und Leiden durch seine Tat, mit der er sich von Leiden befreien will, verursacht und auslöst - seine Verzweiflung richtet sich nicht nur gegen sein eigenes Leben, sondern auch gegen das Leben anderer Menschen.
    Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
    sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Achtsamkeit.
    2. Timotheus 1,7

  2. #2

    Standard

    aber im Augenblick des Entschlusses zum Suizid z.B. durch das sich vor einen Zug schmeißen, ist dieser Mensch sehr gefangen in sich selbst und beachtet nicht mehr, was er für Schrecken und Leiden durch seine Tat, mit der er sich von Leiden befreien will, verursacht und auslöst - seine Verzweiflung richtet sich nicht nur gegen sein eigenes Leben, sondern auch gegen das Leben anderer Menschen.
    Und so ein blabla bringt was? Null, wer sich umbringt der ist dessen definitiv bewusst, aber wer sich umbringt dem ist das auch wiederum scheissegal

  3. #3
    Registriert seit
    11.07.2006
    Beiträge
    5.546
    Blog-Einträge
    7

    Standard

    Zitat Zitat von Seleiah Beitrag anzeigen
    Und so ein blabla bringt was?


    Sele, man sollte Leuten wie Regenbogen mit Respekt begegnen, denn sie ist für Menschen da denen es schlecht geht und die Hilfe brauchen.

  4. #4

    Lächeln

    Bei allem Mitgefühl für die Angehörigen, für die Vorortgewesenen, für Menschen, die an Depressionen leiden. Ich glaube, die Diskussionen werden verstummen und deshalb wird auch weiterhin kaum einer Notiz davon nehmen, dass jedes Jahr tausende von Menschen Suizid begehen. Und darunter sind eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Es ist für mich nur einmal mehr bezeichnend für unsere Gesellschaft, dass der Freitod eines depressiven Fußballmillionärs für mehr Aufsehen sorgt, als der Freitod von Kindern und Jugendlichen. Aber dafür kann Robert nichts, insoweit RIP Robert Enke.

  5. #5

    Standard

    Liebe/r mako,

    ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass ich selbst für die Not meiner Mitmenschen, in meiner nächsten Umgebung sensibel werde ... und auch wahrnehme, wo der 'Hunger', die Sehnsucht der Menschen ist ...
    ich bin genau aus diesem Grund, weil ich die Augen auch vor der Not und den Nöten nicht verschließen möchte, vor mehr als 30 Jahren Seelsorgerin geworden .... nicht dass ich damit alle Not lindern könnte, aber ein wenig von der Liebe, die Gott mir in mein Leben hinein geschenkt hat, weiterzugeben, damit es wärmer wird, ist mir bis heute an jedem Tag wichtig ... und wenn jeder ein wenig von sich und seiner Liebe, seinem Glauben schenkt, dann kann aus einem einzeln Du ein Wir werden ... Wenn das Brot, das wir teilen als Liebe blüht ... dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut ...



    Herzliche Grüße
    Regenbogen
    Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
    sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Achtsamkeit.
    2. Timotheus 1,7

  6. #6
    Registriert seit
    28.08.2007
    Ort
    NRW, Nähe Köln
    Beiträge
    258

    Standard

    Ein Vermächtnis?
    Vielleicht...
    Aber auf jeden Fall ein Aufruf für alle, die sich in den Fängen der Depression befinden, sich helfen zu lassen, bevor es überhaupt zum Suizid kommen muss...
    Ich spreche als jemand, der sich zwar nicht als depressiv bezeichnet, der aber bedingt durch manche Lebenskrise (privat und beruflich) weiß, was es heißt, am Boden zu sein und trotzdem weiter getreten zu werden.
    Ich bin GOTT dem HERRN von Herzen dankbar, dass er mir Eltern gegeben hat, mit denen ich inzwischen über alles reden kann. Am wichtigsten ist jedoch der Mensch, der dafür mit Sorge getragen hat. Wer einen meiner ersten Beiträge (oder mich/uns damals aus dem Chat) kennt, weiß, um wen es geht :-)

    In meinen Augen ist es nicht zwingend erforderlich, sofort zu Therapeuten zu gehen oder sein Herz einem Seelsorger aus zuschütten (wenngleich ich beides hinter mir habe). Entscheidend ist, dass man sich überhaupt äußert, sich öffnet und (vielleicht nur sehr leise) "Hilfe!" sagt.

    Wie es sich bei Robert Enke zugetragen hat, weiß ich nicht.
    Ich würde ihn auch nicht verurteilen. Als ich von seinem Tod hörte, war ich erschüttert und er tat mir Leid...
    Alle Gründe, die ihn zu seinem Freitod bewogen haben, wissen nur er und GOTT allein - seine Frau weiß bestimmt deutlich mehr, als wir...(wenn auch jeder, der es wollte, durch den in meinen Augen unehrenhaften Medienhype so gut wie alles mitbekommen konnte...derlei Medientamtam mag ich nicht, da es mehr um Quoten und Kommerz zu gehen scheint, als um Gefühle und Anteilnahme).

    Aus diversen Erzählungen und Büchern vermeine ich zu wissen, dass es Geist und Seele dessen, der sich selber gerichtet hat, zunächst eher schlecht ergeht...Der Freitod ist keine Befreiung, sondern das Lösen einer Rückfahrkarte in ein anderes Leben oder zumindest in eine andere Daseinsform...aber weit vom erwarteten/erhofften ZIEL entfernt.

    Daher sollte nicht nur für alle lebenden Beteiligten (Ehefrau und Familie von Robert Enke und dem Fahrer des Zuges...), sondern vor allem für Geist und Seele von Robert Enke gebetet werden.

    Zum Schluss möchte ich all jene ansprechen, die labile oder potentiell depressive Menschen kennen und mit ihnen zu tun haben:
    Habt den Mut, und sprecht jene an...doch mit Feingefühl. Keiner will hören "Du bist krank, geh mal sofort zum Arzt". Da ist manchmal Sanftheit gefragt.

    Und noch etwas zum Schluss: Geht offen durch das Leben. Denn so sieht man auch unbekannte Menschen, die hilfsbedürftig sind...auf die Weise konnte ich einen mir unbekannten Passanten von den Bahngeleisen holen, kurz bevor er sich vom nahenden Zug überfahren lassen wollte...


    GOTT zum Gruß!
    In allem behandelt eure Mitmenschen so, wie ihr wünscht, dass sie euch behandeln möchten.
    (Mt. 7,12)

    GOTT wird es ermöglichen.
    GOTT ist der einzig Wahre, der dies schaffen kann.

    (empfangen durch einen Boten GOTTES)


 

 Besucher kamen mit folgenden Begriffen auf diese Seite:

robert enke geist

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •