Zitat Zitat von moses13359 Beitrag anzeigen
Ein theologischer Ansatz, der Homosexualität als Perversion und widernatürlich, als Verirrung oder Ähnliches versteht, wird im christlich-kirchlichen Verhalten zu dem Homosexuellen hinter diese grundsätzliche Einschätzung nicht mehr zurückgehen können - damit will ich sagen: Homosexuellem als wirklich gleichberechtigten und gleichwertigen Menschen nicht begegnen können.
Wie auch jeden, der Götzendienst praktiziert.

Will man das nicht, gibt es nur den Weg der biblischen Beurteilung der Homosexualität zu relativieren.
Wie auch des ersten Gebotes.

Wenn ich historisierend an den biblischen Befund herangehe, muss ich mich fragen, was ich als natürlich heute vertreten will.
Die Schöpfung spricht für sich selbst. Alles hat ihren Sinn und Zweck.
Homosexualität hat mit dem Zweck des männlichen Geschlechts nichts am Hut.

Tatsächlich ist Homosexualität eine sexuelle Orientierung von Menschen,
Die durch Verhalten entsteht, wie Alkohol- oder Drogensucht.

Diese Einschätzung durch Paulus kann nicht den Rang einer absoluten und ewigen Wahrheit beanspruchen. Die sexualität ist eben unterschiedlich gestaltet und von Gott her geschaffen!
Wie auch Alkoholiker und Junkies!

Wie man sieht und feststellen kann, einfach so über die Homosexualität abzuurteilen ist nicht einfach und nicht richtig - das Thema ist zu komplex, um nur einfache Antworten zu finden oder zu haben. Ich kann nur jeden raten, sich ernsthaft mit den biblischen Texten tiefer zu befassen - einen Vers aus einem Zusammenhang zu nehmen ist sehr einfach - man sollte schon wissen, was dahintersteht und was tatsächlich gemeint ist.
Befaßt dich lieber mit der Epigenetik. Vielleicht geht dir dann ein Licht auf.