Mammon: Gedanken zu Lk 16 in Kurzform
Weshalb wird aus einem ungetreuen Haushalter ein lobenswerter?
Lk 16,9 Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon damit, wenn er zu Ende geht, man euch aufnehme in die ewigen Zelte!
Und wie kann Jeshua so etwas von diesem bösen Mammon sagen, Freunde machen mit etwas Bösem?
Mammon bezeichnet nicht einfach nur Geld, es bezeichnet Besitz, materielles Vermögen. Mammon ist kein Götze und bezeichnet etwas an sich neutrales! Das Wort ungerecht (gr. adikos) bedeutet auch: der von den göttlichen Gesetzen geforderten Gerechtigkeit ermangelnd.
Ungerechter Mammon ist demnach eine vor Gott vorenthaltenen Habe, mit welcher man egoistisch umgeht und ihn nicht nach dem Willen Gottes einsetzt. Es ist nicht der Teil, den Gott für uns zum Leben gibt, sondern der Gewinn, das, was übrigbleibt.
Der Hausherr wollte mit diesem Teil, dem Gewinn seinen 10. an die Leute geben, an die Armen und dies war die Ungerechtigkeit des Verwalters, und nachdem er dies korrigiert hatte, wurde er gelobt.
Das dienen dem Mammon ist selbstsucht und widersteht dem Gebot der Nächstenliebe.
Aber können wir das bei uns, in einem Sozialstaat noch ausleben, da dieser doch eigentlich diese Aufgabe übernommen hat?
Es ist ja interessant, Jeshua erzählte dies ja vor den Pharisäern und da bekommt dieses Gleichnis noch eine weitaus tiefere Ebene, denn diese hielten dem Volke Gottes Wort vor, schlossen sie aus, sie gaben ihren "Gewinn" am studieren der Torah nicht weiter, sondern forderten nur vom Volke.
Gruss Alef



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