Aus Lincolns Blog-Eintrag:
Wenn man aus der Vergangenheit lernt, dann hat man eine andere Sicht auf dieselbige, dann kann man eher Frieden mit ihr schließen. Dazu muss man sich mit ihr auseinandersetzen und auch entsprechende Konsequenzen ziehen.Wir müssen auf dem Herrn schauen und Ihn Folgen, denn Er ist der Weg, die Warheit und das Leben. Die Vergangenheit wir sich niemals verändern. Wenn man Fehler an jemand findet, muß man alle Wege gehen und versuchen wie der Herr zu handeln daß heißt zuerst lieben und vergeben. Ich erkenne daß es einem ab und zu sehr schwer fallen kann. Manche können es und ich arbeite daran seit Jahrzehnten. Schaut vorwärts.
Lincolns Absatz hier ist sehr "spätregnerisch" ;-). Auf mich wirkt er irgendwie heuchlerisch. In Spätregen geht es ja gerne darum, dass Menschen gegen ihre Natur agieren sollen. Es geht weniger um Selbstakzeptanz, als um die Bekämpfung seiner selbst. Also eher um Selbstbekämpfung.
Unsere zwischenmenschliche Interaktion wird von klaren Bedeutungszuordnungen getragen. Für Aktionen gibt es passende Reaktionen. Verletzende oder unrechte Verhaltensweisen sind in der Regel nicht besonders liebenswert. Sie brauchen Klärung bevor Vergebung und Liebe zum Tragen kommen können. Die Liebe zu unseren Mitmenschen kann notwendige Klärung antreiben, begünstigen, uns dazu motivieren, aber sie ersetzt Klärung nicht.
Also, einfach so... Fehler wahrnehmen, lieben, vergeben und basta, so funktioniert das Zusammenleben nicht. Konflikte bewirken was, lösen was aus in uns, wir sollten authentisch damit umgehen und nach sinnvollen Lösungen suchen. Nicht einfach so tun als gäbe es keine Fehler und Konflikte, lieber fehlerfreundlich mit ihnen umgehen und anhand ehrlicher Konfliktlösungsstrategien gute Lsungen finden.
Besonders unredlich wäre es auch, Fehler / Konflikte zwar wahrzunehmen, sie letztlich aber doch zu ignorieren, also bewusst zu ignorieren, weil man schließlich lieben und vergeben soll.



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