Zitat Zitat von luxdei Beitrag anzeigen
Wenn ein Mensch vor kleinen Verlusten Angst hat, dann ist die Angst vor einem großen Verlust nachvollziehbar. Der umgekehrte Gedankengang, wie Du ihn hier präsentierst, scheint mir alles andere als zwingend.


Muß die Begierde, die Gier nicht zuerst da sein? Die Angst vor Verlust bringt kaum die Gier hervor, sondern doch eher umgekehrt. Denn ohne Gier keine Anhaftung. Und ohne Anhaftung keine Angst vor Verlust. Das betrifft auch die Anhänglichkeit an den Körper und die Angst vor dem Tod.

Somit gäbe es ohne den Tod genauso Leiden.

LD
Sobald sich ein Lebewesen inmitten anderer Lebewesen seiner selbst bewusst wird, wird es sich bewusst, dass es nicht ALLES ist, also generell eine Bedrohung durch andere Lebewesen vorhanden ist. Diese Existenzangst ist Todesangst. Und aus ihr entspringen alle Maßnahmen zur Sicherung und Verteidigung des eigenen Lebens.
So kann das Übel niemals aus der Welt geschafft werden, außer das Individuum erkennt, dass es Leben an sich - das unzerstörbar - ist, und so die Identifikation mit der Hülle (Körper) aufgeben kann.
Ohne Tod also kein Leiden.