Zitat Zitat von Shomer Beitrag anzeigen
Shabbat Shalom allerseits

Letzteres ist völlig korrekt. Es war ja auch kein Kommentar von mir, sondern ein kopierter Artikel von "wer-weiss-was" zum Thema.

Welchen Wert hat ein Soldat im Krieg? Und für wen? (Two a Penny) Welchen Wert hat ein Patient für eine Klinik oder für einen Arzt, ein Kunde für einen Supermarkt, ein Mandant für einen Anwalt? Bemisst sich der Wert des Menschen heute nicht eher nach seinem fiskalischen Wert? Welchen Wert hat ein Arbeitenehmer für einen Arbeitgeber - vor allem, wenn er über 45 ist? Wieviel wert ist ein ungeborener Mensch, der abgetrieben wird - für die Mutter, für den Erzeuger, für den abtreibenden Arzt? Welchen Wert hat ein gesunder Mensch für die Pharma-Industrie, welchen ein kranker? Und wie krank muss man überhaupt bleiben, um für die Pharma-Industrie weiterhin "wertvoll" zu sein? Gemäss meiner Beobachtung hat die Pharamabranche kein Interesse daran, kranke Menschen zu heilen, sondern viel eher, sie so lange wie möglich krank zu behalten - warum wohl? Und unwidersprochen sind Kunden einer Mercedes- oder einer Ferrari-Vertretung wertvoller als Kunden einer koreanischen KIA- oder einer indischen Tata-Vertretung.

Wie wertvoll ist ein Mensch im Internet? Ich zum Beispiel? Wenn ich schreibe, lesen einige User bewusst weg. Aber ein paar User lesen mich auch gern. Für den einen bin ich wertlos, für den anderen wertvoll - einfach wegen dessen, was ich schreibe. Wenn ich nicht schreibe - wen kümmert es? Ich habe von meiner Ignorierliste reichlichen Gebrauch gemacht und ich bin fast sicher, Shomer steht auch auf der Ignorierliste von anderen Usern. Ist ein User ein wertvoller Mensch oder nur ein virtueller Forenfüller, gemessen an dem, was er schreibt? Ist ein User, bei dem die Chemie stimmt wertvoller als einer, bei dem die Chemie nicht stimmt? Wie wertvoll war Benedikt_Roemer und wenn ja, für wen? Wie wertvoll ist er als Mensch in seinem Beziehungsumfeld, als Konsument, als Arbeitnehmer, als Rentner? Wie wertvoll als User? Wie wertvoll als "Christ" für die Kirche?

Da gibt es Minderheiten. Vor siebzig Jahren waren Juden für einen gewissen Dr. Mengele noch ziemlich "wertvoll". Absalom könnte hier etwas über seine Mutter, seinen Grossvater schreiben, die zu dieser Minderheit gehörten oder birdwoman über nordamerikanische Indianer.

Ja, wie wertvoll ist überhaupt ein Christ für eine Kirche? Eine Kirche benötigt Kirchensteuern, Spendeneinnahmen, Zehnte, Opfer und jede Menge Umsätze für fromme Produkte (Bücher, DVDs usw.) Meine Erfahrung in Freikirchen lehrten mich, dass man nur mit einem Pastor privat befreundet sein kann, wenn man viel verdient und einen grossen Zehnten bei ihm liegen lässt. Ein einfacher Angestellter oder Arbeiter, der treu seinen Zehnten gibt - wenn der einmal eine "unpassende" Stelle aus der Bibel vorliest, dann befördert man ihn mit Tritten an das Schienenbein wieder hinaus. Der Wert wird aufgewogen: fiskalischer Wert einerseits, geistliche Kompetenz andererseits. Dein Wert ist für einen Pastor natürlich höher, wenn du kommst, dich hinsetzt, zuhörst, singst, zahlst und wieder gehst und wenn du nach einer Woche wieder kommst, ohne das zu prüfen, was er gesagt hat und ohne "den Gesalbten des Herrn angetastet" zu haben. Und wenn irgendetwas in diesem Katalog nicht linienkonform abläuft, dann ist man seitens der "Gemeindeleitung" gern bereit, auf dich als Menschen (und deinen Zehnten) zu verzichten. Wer sich nach Erweckung sehnt, wird rausgeschmissen - man kann ja "evangelisieren" und Neumitglieder-Akquisition betreiben. Bei einem "guten Zehntenzahler" mit einem grossen Einkommen allerdings, gibt man sich da schon eher Mühe, den bei der Stange zu halten, der ist ja auch viel wert. - Wieviel wert ist eigentlich ein Pastor?

Kein Mensch ist wertlos - er kann sogar als abschreckendes Beispiel dienen. (....hörte ich mal)

Gruss, Shomer
Deine Beispiele lieber Shomer, die erschrecken mich sehr. So habe ich noch nie über Menschen gedacht - sicher gibt es Menschen die mir unsympathisch sind, aber das hat doch nichts mit dem Wert eines Menschen zu tun - genauso wenig, wenn ein Mensch absolut andere Ansichten hat, oder anders lebt als ich...... das macht doch den Menschen nicht wertvoller oder weniger Wert.

Es gibt in meinem Leben keine unsichtbare Messlatte über den Wert eines Menschen. Und auch, wenn ich mal vehement widerspreche, dann ist mir dieser Mensch ebenso wertvoll wie alle anderen auch. Klar habe ich Freunde, für die ich mir ein Bein rausreißen würde - aber auch das hat nichts mit "Wert" zu tun, sondern mit meiner Liebe zu dieser Person.

Ich glaube, du überspitzt gerne um aufzuschütteln und weil du einiges negatives erfahren hast in deiner Vergangenheit - aber machen wir nicht alle mal negative Erfahrungen? Wenn Menschen uns weh tun, dann liegt es an uns, wie wir weiter mit ihnen verkehren. Aber mit Wert hat das doch nichts zu tun, sondern mit Charakter des Menschen der mir nicht gut tut. Und mit charakterlosen Menschen muss ich mich ja nicht umgeben.

LG
Fisch