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Baum-Darstellung

  1. #11

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    Lieber Zeuge und Jeda,

    ich möchte mich nur aus Gelegenheitsgründen in euren „Schlagabtausch“ in ein Für und Wieder um den Messias Jesus einmischen.

    Grundsätzlich gilt, die Bibel, egal ob nun hebräisch, griechisch, deutsch oder sonst etwas ist zum Kultur- und Religionsgut der gesamten Menschheit geworden. Rechtsansprüche auf richtige Auslegung, richtiges Deuten und Verstehen sind in diesem Buch – voller Bücher – Gott sei Dank nicht ausgeführt. Und so mag ein Jeder lesen und verstehen, was seinem sinnigen Verstand in den Sinn kommt und passt oder eben auch nicht.

    Ein Gang durch 2500 Jahre Auslegungsgeschichte des Judentums und fast 2000 Jahre des Christentums zeigt deutlich die Wandelbarkeit in diesem Bemühen dem Schriftgut selbst absurdeste Erkenntnisse abzugewinnen. Müßig wäre hier aufzurechnen, welche der beiden Religionen an Absurditäten der anderen Religion voraus ist. Ein Gang durch Talmud, Tosefta, Midrasch, Aggada, etc oder aber christlich theologische Werke können da einem staunen lernen.
    Noch müßiger ist es aufzurechnen welche dieser beiden Religionen nun mehr Schriftabänderungen zu ihren Gunsten betrieben hat und wer nicht. Beide Seiten haben nachweislich Schriftredaktionen in überaus eifriger Weise betrieben.
    Ebenso müßig ist es, Judentum oder Christentum besonderen göttlichen Einfallsreichtum anzulasten. Keine Religion erfindet sich aus dem Nichts, sondern ist immer auch ein „Kind“ seiner Zeit, Umwelt, Kulturgegebenheiten, etc. So ist die altisraelitische Religion von babylonischen, kanaanäischen und ebenso altägyptischen Einflüssen durchdrungen, dass antike Judentum vom Hellenismus und das Christentum begründet sich aus diesem Religions- und Kulturgut und verbindet dieses mit weiteren Einflüssen aus der antiken Welt (Mysterienkulte, Stoiker, Platoniker, Neuplatonismus, etc).
    Religionswissenschaftlich sind diese Tatsachen gut belegt und erfassbar und „Gott sei Dank“ haben frühere Generationen genug Zeugnisse für Religionsgeschichtliche Entwicklungen und Einflüsse hinterlassen.

    Wenn wir davon ausgehen, dass sich hier zwei Religionen begegnen, die jeweils von sich behauptet näher dem Anliegen Gottes zu sein, es zu verstehen und vor allem dieses zu repräsentieren, dann fragt sich, wieso beide Religionen eine Historie vorzuweisen haben, wo bereits elementarste und leicht verständliche Grundanliegen der Bibel nicht entsprochen wurde? Am Nichtverstehen und auch am Auslegen kann es unmöglich gelegen haben und liegen. Denn ein Liebesgebot, ein Mordverbot, ein Diebstahlsverbot, etc versteht selbst ein Kind. Übrigens Grundanliegen, die sich in einer jeden Religion und Kultur finden lassen, selbst im tiefsten Dschungel bei Naturvölkern.
    Beiden Religionsrepräsentanten – Moses und Jesus – werden diese Anliegen Gottes in den Mund gelegt und zur Verkündung an Menschen zugedacht. Über diese Worte wird nun seit tausenden Jahren philosophiert, spekuliert und diskutiert, gleich wohl sie ziemlich simpel und leicht verständlich sind, doch unsere Erde ist davon kaum friedvoller, liebevoller oder göttlicher geworden. Statt dessen streitet man sich mehr denn je, welcher Gott nun der richtige ist, wer nun auserwählter ist, wer nun das bessere Schriftverständnis hat, welchem Personenkult mehr gefrönt werden soll, welchen religiösen Verführer oder Führer man rechtens folgen soll, welche Satzungen nun unbedingt wichtig sind und welche nicht, wer in den Himmel kommt und wer nicht, etc, etc und dabei versinkt unsere Erde immer mehr im globalen Kollaps und die Liebe in den Menschen erkaltet.

    Einen Trost gibt es jedoch in diesem religiösen Selbstbehauptungsstreit, Gott ist ohne Religion und dafür wird es gute Gründe geben.

    Habt ihr euch einmal ernsthaft gefragt, warum ihr eigentlich auf dieser Erde seit?

    Absalom
    Geändert von absalom (03.08.2010 um 00:35 Uhr)


 

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