Es gibt etliche Nt-liche Aussagen, welche sich auf alte Schriftzeugnisse des Judentums berufen. Man muß dazu wissen, dass selbst im Judentum lange nicht klar war und lange unversöhnlich darüber gestritten wurde, was zum Kanon heiliger Schriften gehört und was nicht und dieser Werdeprozess erst um 100 u. Z. als abgeschlossen galt. Ursache dafür war sicher, dass das damalige Judentum ein überaus breit gefächertes und nicht einheitliches Glaubens- und Schriftverständnis noch aufzuweisen hatte.

Nun, das N.T. bezieht sich in vielen seiner Aussagen auf sog. apokryphe und pseudepigraphe Schriften, welche in der Entstehungszeit des N.T. weit im Judentum verbreitet und durchaus auch einen öffentlichen Stellenwert innehatten. Insbesondere in sog. jüdisch apokalyptischen Kreisen hatten solche Schriften wie das Henochbuch, Elijasapokalypse, Testamente der Patriachen, 4. Esra, etc, einen sehr hohen Stellenwert aber auch in der öffentlichen Verlesung verschiedenster jüdischer Richtungen fanden diese Schriften einen breiten Zugang (Jesus Sirach, Tobit, etc) . Selbst im Talmud finden sich hinreichend Zitate aus dieser Schriftgruppe, die zum Gegenstand der Diskussion und Rezitation wurden z.B. Baba Qamma.

Da sich das Frühchristentum schon früh gegen das hebräische Tanach entschied und sich für die Septuaginta entschied erklären sich die eklatanten Unterschiede zwischen N.T. und hebräischer Textversion. Hinzu kommt aber eben auch der große Einfluss apokrypher und pseudepigrapher Literatur.

Absalom