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  1. #1
    poetry Gast

    Standard

    *G* Un nun muss ich es mal mit Deinen Worten sagen: Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass buddhistische Mönche missionieren, oder?

    Im englischen Wiki war zu lesen:

    The oldest parts of the text (Chapters 1-9 and 17) were probably composed between 100 BCE and 100 CE: most of the text had appeared by 200 CE

    Die größten Teile der Saddharmapundarika-Sutra entstanden also nach Entstehung der von Abs benannten Schriften und auch nach dem Entstehen der Evangelien. Weitere Infos dazu findet man hier: KLICK

    poe

  2. #2

    Standard

    Hallo Lara,

    Ich will ja nur sagen das sind alles nur christliche Quellen, es sind daher keine neutralen Quellen.
    Mitnichten sind dies christliche Quellen, sondern historische Quellen, welche dem Christentum nicht wirklich wohl gesonnen waren. Also keine theologischen Quellen. Das ist ein großer Unterschied!

    Richtig hingegen ist, dass es keinen existentiellen Beweis für die Existenz des Rabbi Jeshua / Jesus gibt. Die gibt es aber auch nicht von Alexander dem Großen oder gar Karl dem Großen, etc! Es gibt nur historische Berichte und dass betrifft eine große Anzahl von Persönlichkeiten der Weltgeschichte.

    Zitat von absalom
    Das allerdings der Jesus des N.T. mit dem historischen Jesus nur in eingeschränkter Weise etwas zutun hat ist ebenso ein belegbarer Fakt.
    Zitat: Lara 75: Was meinst Du genau damit?
    Das ist jetzt ein sehr weites Feld. Thematisch bin ich darauf schon vielfach in den hiesigen Foren eingegangen. Einfach einmal die Suchfunktion mit entsprechenden Stichworten eingeben. Letztes Thema dazu war der Hellenismus.

    Fakt ist eins, und hier möchte ich zugleich auf deine Nachfrage zu Joseph Klausner eingehen (dein Zitat: Was ist mit Klausner los? Er sagt "so lehrte mich Jesus der Nazarener" obwohl er ihn nie gesehen hat und damals nicht gelebt hat.); der Jude Jesus war „Kind“ seiner Kultur, seiner Religion, seines historischen Umfeldes und eben nicht ein griechisches, römisches, buddhistisches, hinduistisches, oder sonst etwas, Religionsgebilde. Er lehrte aus dem Breitenspektrum des Judentums seiner Zeit – angefangen vom Essenertum bis hin zu den Pharisäern und lebte in den Kategorien seiner religiösen israelitischen Umwelt, welche freilich auch hellenistische, römische, persische und ägyptische Elemente in sich trägt. Und wenn man sich diesen jüdischen Wurzeln des Lehrgutes Jesu annähert, dann kann man sehr wohl, wie treffend Klausner sagt, Jesus den Nazarener reden hören. Doch dazu bedarf es eben der Hinwendung zu eben dieser religiösen – israelitischen Welt. Ganz sicher erlebt man diesen Mann aus Nazareth nicht in hellenistisch – römisch – christlichen Versionen, und noch weniger in hinduistischen oder buddhistischen Versionen. Das widerstrebt einfach der Historie und mehr noch der Religionsgeschichte.

    Das sich letztlich in allen Religionen und Philosophien gewisse Grundaussagen deckend wieder finden lassen ist eine Binsenweisheit, welche darin ihre Ursache findet, dass ein gewisser Grundethos allen Menschen mit in die Wiege gelegt wurde. Unser Denken und Fühlen ist über Kultur- und Religionsgrenzen hinweg doch sehr identisch – menschlich eben.

    Absalom

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von poetry Beitrag anzeigen
    Es ist doch recht unwahrscheinlich, dass buddhistische Mönche missionieren, oder?
    Warum soll das unwahrscheinlich sein? In Deutschland gibt es schon etliche Buddhistische Tempel.

    Zitat Zitat von poetry Beitrag anzeigen
    The oldest parts of the text (Chapters 1-9 and 17) were probably composed between 100 BCE and 100 CE: most of the text had appeared by 200 CE

    Die größten Teile der Saddharmapundarika-Sutra entstanden also nach Entstehung der von Abs benannten Schriften und auch nach dem Entstehen der Evangelien.
    Die Frage ist jetzt nur: Wurden die Texte die schon vor Christus existierten zu Entwicklung der Evangelien verwendet oder nicht? Allerdings ist zu beachten das die ersten Evangelien ca. 60 n. Chr. entstanden sind. Das Zeitfenster ist also wirklich sehr eng und beträgt laut Deiner Rechnung nur 40 Jahre. Außerdem ist der Mahayana- Buddhismus ungefähr 100 Jahre nach dem Tode Buddhas entstanden, also ca. 300 v. Chr.

    Zitat Zitat von absalom
    Ganz sicher erlebt man diesen Mann aus Nazareth nicht in hellenistisch – römisch – christlichen Versionen, und noch weniger in hinduistischen oder buddhistischen Versionen. Das widerstrebt einfach der Historie und mehr noch der Religionsgeschichte.
    Der Mahayana- Buddhismus ist der christlichen Lehre sehr ähnlich. Im Gegensatz zu früheren Lehren des Buddha, wie sie im Pali-Kanon beschrieben sind, legt es den Schwerpunkt nicht auf das Streben nach Heiligkeit (Arhatschaft) und Befreiung des Geistes von allen Anhaftungen was zum „endgültigen Verlöschen“ im Nirwana führt, sondern strebt die Erlösung der Menschen ohne Ausnahme an, die beim Einzelnen ansetzt.
    Die Juden hätten einer anderen Religion nie ihr Interesse geschenkt, also wären niemals konvertiert, eventuell war dies der Beweggrund für die buddhistischen Missionare ihre Lehre praktisch als Mogelpackung zu verkaufen. Wer weiß? Wieso sollte es sonst so viele Übereinstimmungen geben. Matthäus hat Wort für Wort und Satz für Satz aus den Buddhistischen Vorlagen übernommen, so schreibt es jedenfalls Christian Lindtner.

  4. #4
    poetry Gast

    Standard

    Ähm, ich erinnere Dich mal an die Unterschiede zwischen der Zeit von vor knapp 2000 Jahren und heute. Da hat sich eine Lehre nicht via E-Mail verbreitet und brauchte etliche Jahre für diese Entfernung.

    Ich kann keinerlei Hinweise auf buddhistische "Missionare" in den historischen Schriften oder auch der Bibel entdecken - wohl aber entdecke ich entwickeltes , jüdisches Glaubensgut. Ich glaube, Abs hat dazu das vollkommen Richtige geschrieben

    Mal grundsätzlich - es hat hier keiner was gegen Dich, dass Du an Buddha glaubst, jedoch solltest Du mit anderen Religionen so verfahren wie der Großteil Deiner Glaubensgenossen - sie in Ruhe lassen, wenn sie Dich nicht missionieren wollen.

    Poe

    PS: Buddha lief immer mit einem Frosch auf der Schulter rum - beweise mir das Gegenteil, es hat nämlich keiner gesehen oder geschrieben, dass er es nicht tat
    Geändert von poetry (12.08.2010 um 20:06 Uhr)

  5. #5

    Ausrufezeichen

    Zitat Zitat von poetry Beitrag anzeigen
    Mal grundsätzlich - es hat hier keiner was gegen Dich, dass Du an Buddha glaubst, jedoch solltest Du mit anderen Religionen so verfahren wie der Großteil Deiner Glaubensgenossen - sie in Ruhe lassen, wenn sie Dich nicht missionieren wollen.
    Ich glaube doch gar nicht an Buddha, ich bin Christ, schon vergessen? Na ja, so schnell geht das, was?

    Zitat Zitat von poetry Beitrag anzeigen
    Ich kann keinerlei Hinweise auf buddhistische "Missionare" in den historischen Schriften oder auch der Bibel entdecken.
    Dann schnall Dich mal ganz fest an, es gibt nämlich schlechte Nachrichten:

    Habe nochmal im Buch von Christian Lindtner (Doktor der Philosophie 1982, Universität Kopenhagen) nachgelesen und dort steht dass die Sanskrit-Originale der christlichen Evangelien das Samghabhedavastu (SBV) sind.
    Diese Schriften wurden erst 1977 in gedruckter Form in Sanskrit zugänglich.

    War schwer im Internet etwas über das Samghabhedavastu in Deutsch zu finden.
    Hier ist aber eine Zeittafel Ihrer Entstehung auf der auch König Ashoka eingetragen ist:



    Wenn ich die Tafel oben jetzt richtig lese sind die Schriften des Samghabhedavastu in der Zeit von 150 vor Christus bis 50 nach Christus entstanden. Sie können also Problemlos den Evangelien als Vorlage gedient haben.

    Zu König Ashoka (* 304 v. Chr. in Nord-Indien; † 232 v. Chr.; auch: Ashoka der Große) ist folgende Tafel von Wikipedia sehr aufschlussreich:

    Auf dieser Karte sind die Buddhistische Gesandtschaften zur Zeit des Ashoka zu sehen. Es kann also keine Rede davon sein, dass es keine Buddhistischen Einflussmöglichkeiten gab, eher im Gegenteil.

    Lindtner zeigt in seinem Buch:

    Die 27 Bücher des Neuen Testaments, wie bekannt, bilden die grundlegenden heiligen Schrift des Christentums.

    Ohne die vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, ist das Christentum praktisch null und nichtig.

    Aktuelle epochalen Entdeckungen der alten Sanskrit-Handschriften in Zentralasien und Kaschmir bieten den entscheidenden Beweis, dass die vier griechischen Evangelien direkt aus dem Sanskrit übersetzt wurden.

    Ein sorgfältiger Vergleich, Wort für Wort, Satz für Satz zeigt, dass die christlichen Evangelien Piraten-Kopien der buddhistischen Evangelien sind. Gottes Wort ist also ursprünglich Buddha's Wort.

    Der Vergleich zeigt, dass es keine Person, kein Ereignis, kein Ort in den vier Evangelien gibt, der nicht bereits in der buddhistischen Evangelien vorhanden ist, sie sind schon weit früher in der Zeit als ihre christlichen Kopien erwähnt.

    Ja Leute, und daher haben wir jetzt ein Problem !

    Christian Lindtner ist nicht irgendwer sondern Doktor der Philosophie für buddhistische Studien. Er hat eine große Anzahl von Büchern mit Übersetzungen aus östlichen Sprachen veröffentlicht. Herausgeber vieler - mehrheitlich philosophischer - Texte anhand zuvor unveröffentlichter Originalmanuskripte auf Sanskrit und Tibetanisch (die er in Büchereien im Tibet, in der Mongolei sowie in Indien entdeckt hatte). Schrieb und schreibt in zahlreichen wissenschaftlichen Zeitschriften (Themen: Religionsgeschichte, Philosophie, Geschichte, Philologie). Dozent und Vortragsredner an vielen Universitäten in Europa, den USA und Asien. Gastprofessor für asiatische Sprachen an der University of Washington sowie für Religionsstudien an der University of Virginia. Brachte als erster Däne einen revisionistischen Artikel in einer größeren dänischen Zeitung unter ("Der Holocaust in neuem Licht", Berlingske Tidende, 24. Januar 1998). Der Beitrag sorgte in Dänemark für außerordentlichen Aufruhr. Als Folge wurde Lindtner jede staatliche Unterstützung für seine Forschungen entzogen. Es wurden Versuche unternommen, seine Bücher zu vernichten, etc. 1993 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel Hemligheten om Kristus, in dem er auf zahlreiche direkt aus dem Sanksrit übersetzte Passagen im griechischen Text des neuen Testaments hinweist. Das Buch wurde in schwedischer Sprache von einem umstrittenen Verleger in Klavreström herausgegeben. Auf dänische Verlage wurde Druck ausgeübt, um sie zum Verzicht auf eine Veröffentlichung der dänischen Originalversion zu bewegen. Weitere Informationen bei www.jesusisbuddha.com.

    Es ist mittlerweile unbestreitbar, daß der Buddhismus das Christentum in vielfältiger Weise beeinflußt hat, und es wird viele Leser überraschen zu erfahren, daß sich hierin immer mehr Wissenschaftler einig sind. Zugleich muß aber gesagt werden, daß es über die Art und das Ausmaß, wie der Buddhismus auf das Christentum eingewirkt hat noch überhaupt keine Einigkeit gibt.

    Abgesehen von der Entdeckung, daß die Evangelien des Neuen Testaments auf buddhistischen Quellen auf Sanskrit beruhen, gibt es noch etwas, was sogar gelehrte Theologen erstaunen wird. Der griechische Text der Evangelien ist insgesamt ein äußerst kunstfertiges Werk. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, daß jedes Wort und jede Silbe sorgfältig gezählt wurde. Viele Namen und Worte wurden ausschließlich wegen ihres numerischen Wertes ausgewählt. Oftmals ahmen die Evangelien das Zahlenmuster des Sanskrit-Originals nach - wiederum eine neue Beobachtung, die zuvor von noch keinem Buddhologen gemacht wurde.

    In der Sprache der Gematria bedeutet dies beispielsweise:
    Zum Beispiel kennt man Petrus als Kêphas, was den Zahlenwert 20+8+500+1+200 = 729 ergibt. Petrus liegt auch vor als petra, "Grundstein", der Zahlenwert (griechisch psêphos) ist hier 80+5+300+100 +1 = 486. Die Zahlen 729 und 486 haben etwas gemeinsam: Wenn man einen großen Würfel aus 9×9×9 kleineren Würfeln macht, so erhält man insgesamt 729 Würfel. Dieser große Würfel hat natürlich die Gesamtoberfläche von 6×9×9 = 486. Wir können daher vermuten, daß die Namen Kêphas und petra wegen ihres Zahlenwertes gewählt wurden, und diese Zahlenwerte wurden wiederum wegen der geometrischen Figur ausgewählt, auf die sie sich beziehen. Petrus wurde bekanntlich von Jesus (dessen eigener psêphos 888 beträgt, eine weitere äußerst wichtige Zahl) zum Grundstein der Kirche auserwählt. Dieses Beispiel steht durchaus nicht allein.

    Insgesamt sind die Evangelien daher einem Mosaik, einer Kollage vergleichbar. Die kleinen Teilchen, aus denen sie zusammengesetzt sind, wurden in der Regel entweder den buddhistischen Quellen oder aus dem Alten Testament entnommen.

    Historisch gesehen, waren die unbekannten Verfasser der Evangelien nicht die ersten, die Personen mit Zahlen verbanden. Bei den Griechen machte bereits Aristoteles auf die Anhänger des Pythagoras aufmerksam, die nicht nur die Wort-Zahlen von Menschen, sondern sogar von Pferden und Pflanzen berechneten. Dies wird wie gesagt Gematria genannt und war auch bei den Juden sehr beliebt.

    Es ist deutlich erkennbar, daß die Evangelisten Worte und Silben zählen, aber es ist nicht ersichtlich, warum sie dies taten. Die Erklärung ist, daß die Evangelisten - nicht nur in Matthäus und Johannes - die Worte und Silben des Sanskrit-Originals nachahmten. Dies ist eine Sensation!
    Geändert von anonym015 (12.08.2010 um 21:19 Uhr)

  6. #6
    poetry Gast

    Standard

    Das ist keine Sensation sondern historisch verbriefter Schmarrn - tut mir leid, mich wirst Du nicht überzeugen , da haben schon christliche Missionare versagt.

    Es zeigt sich mir nur eines: der Buddhismus ist genauso erpicht eine Alleinherrschaft auf sich zu begründen wie andere fundamentalistische Religionen.

    Letztes Posting zu dem Quatsch,

    poe

  7. #7

    Standard

    Bei allem Respekt für Herrn Doktor Lindtner, ich bin auch Doktor der Religionswissenschaften und Philosophie und sage, seine These ist blanker Unfug. Und das ist ganz leicht belegbar.

    Die Evangelien waren einem Entwicklungsprozess von mehr als 300 Jahren unterworfen. In dieser Zeit wurden unglaublich viele redaktionelle Eingriffe – sprich Textänderungen – vollzogen, sodass es unmöglich wäre, ein mathematisches System – sprich Gematrie - aufrecht zu erhalten. Das ist nun einmal ein ganz wesentlicher Tatbestand. Und noch ein Faktum lässt Herr Doktor Lindtner gänzlich außer Acht. Es ist nämlich der historisch überaus gut verbürgte Hinweis, dass im Ursprung der Evangelienliteratur eine sog. Urschrift existierte (Quelle Q), die in hebräischen Lettern geschrieben war und sich des Mischnaisch bediente. Vom Griechisch war im Anfang keine Spur und das belegt mehr als nur ein Kirchenvater, die dieses Urschriftstück nach intensivster Prüfung als einzig Authentisches anerkannten (z.B. Origenes, Julius Afrikanus, Eusebius, Papias, etc). Der Letzte, der es zu sehen bekam war Hieronymus, der übrigens uns auch mitteilt, was dann mit dieser Schrift geschah.

    Die hermeneutische Technik der Wortverschlüsselung kann immer nur in der Ausgangssprache funktionieren, denn Wortbedeutungen inkl. der Sinnbedeutungen sind in einer jeden Sprache anders gewichtet und verständlich. Als zweites Kriterium gilt, es darf am Wort- und Bedeutungsterminus nie etwas verändert werden, um das gematrische System nicht durcheinander zu bringen. Dies ist eine absolute Grundvoraussetzung für ein solches Schriftgut. Nachweislich wurden die Texte des N.T. – wie oben schon ausgeführt – nachweislich verändert, was zur Folge hat, dass dieses System, wenn es denn je gegeben hat, nicht mehr funktional wäre. Im Übrigen, die Texte des heutigen N.T. wurden ursprünglich im Dialektgriechisch verfasst, was regional zu ganz eigenen Besonderheiten führen muß. Diese verschieden Dialektformen zu einem gematrischen System zusammenzufügen ist gerade zu aussichtslos und würde heute selbst modernste Rechner vor unlösbare Probleme stellen.

    Auch wenn ich Herrn Doktor Lindtners Thesen interessant finde und darum weiß, wie multikulturell die Antike war, so weiß ich doch auch, dass Kulturräume bis in unsere Zeit hinein auch immer ihre ganz besonderen Eigenarten, Überlieferungsformen und Religionsgüter behalten.
    Im Fall Jesu ist die Sachlage gut belegt und erkennbar, denn ganz wesentliches Lehrgut Jesu entstammt nicht dem hellenistischen Religionsgut, was man von Paulus und Kollegen wahrlich nicht behaupten kann, sondern der rabbinischen Lehrtraditionen. Ein Gang durch den Talmud – Avot – kann da Staunen lernen.


    Absalom

    Nachtrag: Übrigens haben amerikanische Wissenschaftler auch im Buch Moby Dick ein gematrisches System entdeckt. Wenn man will, so kann man eben auch einen Bibelcode endecken, wo es keinen gibt.
    Geändert von absalom (12.08.2010 um 22:20 Uhr)

  8. #8
    luxdei Gast

    Standard

    Liebe Lara,

    erlaube mir zwei Anmerkungen:

    1.) Buddhismus und Mission passen nicht zusammen. Das Bekanntmachen der Lehre ja, das Anbieten ebenfalls. Aber über einen geheimen Kode den Dharma verbreiten, gewiss nicht.

    2.) Die Ähnlichkeit von Mahajana-Buddhismus und Christentum beschränkt sich auf einige moralische Aspekte. Wie Du beispielsweise beim Zen-Buddhismus siehst, geht es beim Mahajana durchaus um Selbstbefreiung (und infolge um die Befreiung aller Wesen). Und hierin liegt ein maßgeblicher Unterschied zur christlichen Auffassung, daß die Erlösung von einer Gottheit gewährt werden muß.

    Gruß
    LD

  9. #9

    Standard

    Abgesehen von der Entdeckung, daß die Evangelien des Neuen Testaments auf buddhistischen Quellen auf Sanskrit beruhen, gibt es noch etwas, was sogar gelehrte Theologen erstaunen wird. Der griechische Text der Evangelien ist insgesamt ein äußerst kunstfertiges Werk. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, daß jedes Wort und jede Silbe sorgfältig gezählt wurde.

    Erster Satz ist ziemlicher Unfug. Teile des alten griechischen N.T. sind in einem äußerst unflätigen "Bauerngriechisch" verfasst. Das ist ein wirklich leicht zu belegender Fakt.
    Darf man fragen woher diese Erkenntnis stammt? Offensichtlich nicht von Kennern der alten spätantiken griechischen Texte zum N.T. Hier muß man schon etwas schmunzeln.
    Es war Hieronymus höchst persönlich der die Texte des N.T. erst einmal mühsam ordnen musste, dann in ein „gebildetes Griechisch“ neu verfasste und dann ins sog. moderne Latein – die Vulgata übersetzte, die dann durch Papst Damasus als verbindliche Schrift abgesegnet wurde. Was bitte soll das mit Schriften die angeblich um 150 v.u.Z. – 50 n.u.Z. verfasst wurden zutun haben? Hieronymus lebte im 4. Jahrhundert n.u. Z..
    Schaut man sich den Textbefund der alten griechischen Handschriften an und ich erwähne einmal hier bewusst die Lesevariantenanzahl von 1933 und 1957 – also lange vor Herrn Dr. Lindtner – waren es 1933 sage und schreibe 4230 Lesevarianten und 1957 bereits 4680. Von heute wollen wir gar nicht sprechen. Dass keine dieser Schriften in ihrer Gänze übereinstimmt ist wissenschaftlich gut belegt und man hat allein schon damals 250000 Textunterschiede innerhalb dieser Texte gezählt.

    Zur Silbenbildung im N.T.: Dir ist schon bekannt, dass die Texte des N.T. gesungen und nicht verlesen wurden? Das bedeutet, dass ein System der Wortlängen und Silbentrennung für diesen Singsang notwendig war. Hierzu mussten übrigens zwangsläufig auch Texte abgeändert werden. Übrigens ein in antiker Zeit üblicher Umgang mit sog. heiligen Texten. Waren dazu wirklich neuste Untersuchungen notwendig, obwohl in der Orthodoxie noch heute so verfahren wird, ja es sogar explizierte Anleitungen zu solchen Verfahren gibt und dies schon aus frühchristlicher Zeit?

    Das einzige, was mich erstaunt ist, dass altbekanntes Wissen als neue Sensation verkauft wird.
    Mir scheint, Herr Doktor Lindtner hat sich nicht wirklich mit dem Textgut des N.T. und dessen Historie beschäftigt.

    Es ist mittlerweile unbestreitbar, daß der Buddhismus das Christentum in vielfältiger Weise beeinflußt hat, und es wird viele Leser überraschen zu erfahren, daß sich hierin immer mehr Wissenschaftler einig sind. Zugleich muß aber gesagt werden, daß es über die Art und das Ausmaß, wie der Buddhismus auf das Christentum eingewirkt hat noch überhaupt keine Einigkeit gibt.
    Du wirst in einer jeden Religion immer gleiche Grundgüter ethischer Lehren finden. Vom Urwaldindianer bis in zu den Hochreligionen. Das ist etwas, was wirklich ein jeder Theologe oder Religionswissenschaftler weiß und bestätigen kann. Und es wird dir ebenso ein jeder Religionswissenschaftler bestätigen, dass es Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen gibt. Es ist etwas völlig Natürliches! Was man darüber hinaus auch bestätigen kann, das Christentum hat ganz wesentlich auf den Buddhismus eingewirkt! Nicht umgekehrt! Stichwort ist Kolonisation. Aber noch eine Religion war in dessen Expansionspolitik ganz wesentlich, nämlich der Islam und der ist Widerrum ganz wesentlich vom Christentum beeinflusst. Der Hinduismus sei hier natürlich auch erwähnt. Wechselwirkungen nennt man das.

    Die Ethik Jesu ist keine Erfindung des Buddhismus, sondern Grundwesenzug rabbinischer Lehrtradition, welche sich ganz wesentlich in der prophetischen Phase Israels gebildet hat (ab 1000 v.u. Z.) . Da war an Siddhatta Gotama noch nicht einmal zu denken.
    Wie dem auch sei, mir erscheint der wissenschaftliche Faktor bei solchen Aussagen von Dr. Lindtner einfach nicht berücksichtigt zu sein und historische Zusammenhänge werden einfach ignoriert oder in einem äußerst seltsamen Licht dargestellt. Mag ein Jeder damit umgehen wie er will.

    Absalom

  10. #10

    Standard

    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Bei allem Respekt für Herrn Doktor Lindtner, ich bin auch Doktor der Religionswissenschaften und Philosophie und sage, seine These ist blanker Unfug. Und das ist ganz leicht belegbar.
    Anhand von Sanskrit-Schriften, die nach dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurden, kann Prof. Ch. Lindtner nach dem Prinzip der 'engen sprachlichen Ähnlichkeit' sowie unter Berücksichtigung 'numerischer Identitäten' nachweisen, daß die Evangelien des Neuen Testaments direkt aus buddhistischen Originalquellen ins Griechische übersetzt worden sind. Lesen Sie das Buch, es ist keine Spinnerei: worauf unsere Gesellschaft aufgebaut ist, das zerplatzt wie eine Seifenblase.

    Ich verstehe ja Deine Aufgewühltheit aber sieh es doch mal als Chance etwas mehr über den Glauben zu lernen.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Die Evangelien waren einem Entwicklungsprozess von mehr als 300 Jahren unterworfen. In dieser Zeit wurden unglaublich viele redaktionelle Eingriffe – sprich Textänderungen – vollzogen, sodass es unmöglich wäre, ein mathematisches System – sprich Gematrie - aufrecht zu erhalten. Das ist nun einmal ein ganz wesentlicher Tatbestand.
    Die Übersetzung der Evangelien aus buddhistischen Originalquellen ins Altgriechische geschah unter Beibehaltung enger sprachlicher Ähnlichkeit bei den Eigennamen und unter Berücksichtigung numerischer Identität - man könnte auch von Nachahmung sprechen. Das Neue Testament ist uns erstmals durch Niederschriften in einem besonderen Dialekt des Altgriechischen überliefert. Das es im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte Änderungen gab, will ich nicht abstreiten aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum, dass die Evengelien des Neuen Testamentes keine Grundlage bieten, um von einem "historischen Jesus" zu sprechen. Es handelt sich nur um eine Art Schauspiel, eine uralte literarische Fiktion, welche direkt aus dem Mahâyâna-Buddhismus nachgeahmt wurde, um Juden zu missionieren.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Und noch ein Faktum lässt Herr Doktor Lindtner gänzlich außer Acht. Es ist nämlich der historisch überaus gut verbürgte Hinweis, dass im Ursprung der Evangelienliteratur eine sog. Urschrift existierte (Quelle Q), die in hebräischen Lettern geschrieben war und sich des Mischnaisch bediente. Vom Griechisch war im Anfang keine Spur und das belegt mehr als nur ein Kirchenvater, die dieses Urschriftstück nach intensivster Prüfung als einzig Authentisches anerkannten (z.B. Origenes, Julius Afrikanus, Eusebius, Papias, etc). Der Letzte, der es zu sehen bekam war Hieronymus, der übrigens uns auch mitteilt, was dann mit dieser Schrift geschah.
    Die Forscher bezeichnen diese seltsame Quelle, die niemand gesehen hat, und die niemand ausdrücklich benennt, mit Q (Q von Quelle). Der Witz überhaupt. Auf Aussagen von "Kirchenvätern" würde ich mich nicht verlassen, wenn das stimmt was Doktor Lindtner erforscht hat. Du bist doch selbst angeblich "Doktor", wie kann es sein, dass Du mit einer Quellenangabe "Q" zufrieden bist, die außerdem schlichtweg nicht vorhanden ist? Du bist voreingenommen, versuch doch einfach neutral an die Sache heranzugehen und sieh was da ist.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Die hermeneutische Technik der Wortverschlüsselung kann immer nur in der Ausgangssprache funktionieren, denn Wortbedeutungen inkl. der Sinnbedeutungen sind in einer jeden Sprache anders gewichtet und verständlich. Als zweites Kriterium gilt, es darf am Wort- und Bedeutungsterminus nie etwas verändert werden, um das gematrische System nicht durcheinander zu bringen. Dies ist eine absolute Grundvoraussetzung für ein solches Schriftgut.
    Ich habe von "Gematrie" gesprochen.
    Gematrie ist die Bezeichnung eines Übersetzungs- oder Deutungsprinzips, demzufolge Namen wichtiger Personen so konstruiert sind, dass ihre Zahlenwerte ganz bestimmten geometrischen Maßen entsprechen, sei es eine Linie, eine Fläche oder ein Rauminhalt. Mit anderen Worten: Wichtige Namen haben einen bestimmten Zahlenwert, der eine bestimmte geometrische Bedeutung hat. Die Namen sind so konstruiert, dass sich ein bestimmter Zahlenwert ergibt, der einer ein-, zwei- oder dreidimensionalen geometrischen Eigenschaft entspricht. Im Neuen Testament finden wir viele Beispiele für einzelne Namen und Wortreihen mit Laut- und Zahlenwerten, die nicht unmittelbar auf geometrische Figuren zurückgeführt werden können. Dagegen zeigt eine Analyse, dass die Laut- und Zahlenwerte der betreffenden Namen und Wortreihen unmittelbar entsprechende Namen und Wortreihen in Buddhas Lotus Sutra (Titel in Sanskrit: Saddharmapundarika-Sutra) widerspiegeln. Also noch einmal. Dies ist die wichtigste Quelle der Evangelien.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Nachweislich wurden die Texte des N.T. – wie oben schon ausgeführt – nachweislich verändert, was zur Folge hat, dass dieses System, wenn es denn je gegeben hat, nicht mehr funktional wäre. Im Übrigen, die Texte des heutigen N.T. wurden ursprünglich im Dialektgriechisch verfasst, was regional zu ganz eigenen Besonderheiten führen muß. Diese verschieden Dialektformen zu einem gematrischen System zusammenzufügen ist gerade zu aussichtslos und würde heute selbst modernste Rechner vor unlösbare Probleme stellen.
    Es geht darum, dass die oder der Erfinder der Evangelien die buddhistischen Originaltexte als Vorlage genommen hat und durch Veränderungen, Auslassungen, Hinzufügungen und Verschmelzungen ein selbständiges Werk in Form der Evangelien erschaffen hat, um Juden zu missionieren. Vergleicht man die vier Evangelien mit dem buddhistischen Original, dann kommt Matthäus dem Original am nächsten. Laut alter christlicher Überlieferung war er auch der erste Evangelist. Was ja jetzt auch logisch ist.
    Moderne Forscher behaupten hingegen, dass Markus der erste Evangelist war aber die buddhistischen Quellen stimmen wie gesagt noch mehr mit Matthäus überein, sodass die moderne Forschung hier im Unrecht scheint.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Im Fall Jesu ist die Sachlage gut belegt und erkennbar, denn ganz wesentliches Lehrgut Jesu entstammt nicht dem hellenistischen Religionsgut, was man von Paulus und Kollegen wahrlich nicht behaupten kann, sondern der rabbinischen Lehrtraditionen. Ein Gang durch den Talmud – Avot – kann da Staunen lernen.
    Es hat niemand behauptet, das wesentliches Lehrgut dem hellenistischen Religionsgut entspricht. Ich sagte nur, das Neue Testament ist uns erstmals durch Niederschriften in einem besonderen Dialekt des Altgriechischen überliefert. Der oder die Verfasser kannten offensichtlich die rabbinischen Lehrtradition, was ja nicht verwunderlich ist, denn schließlich war das Evengelium ja an Juden gerichtet und die kann man nur zu überzeugen versuchen, wenn man ihre Religion genau kennt.


    Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Übrigens haben amerikanische Wissenschaftler auch im Buch Moby Dick ein gematrisches System entdeckt. Wenn man will, so kann man eben auch einen Bibelcode endecken, wo es keinen gibt.
    Was willst Du jetzt damit sagen? Kennst das Buch von Dr. Lindtner (Geheimnisse um Jesusu Christus) nicht und machst schon Schlussfolgerungen. Hast Du Deinen Dr.-Titel auf diese Art und Weise bekommen? Ich meine, man wundert sich ja schon.
    Geändert von anonym015 (02.08.2014 um 20:15 Uhr)


 

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