Abgesehen von der Entdeckung, daß die Evangelien des Neuen Testaments auf buddhistischen Quellen auf Sanskrit beruhen, gibt es noch etwas, was sogar gelehrte Theologen erstaunen wird. Der griechische Text der Evangelien ist insgesamt ein äußerst kunstfertiges Werk. Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, daß jedes Wort und jede Silbe sorgfältig gezählt wurde.
Erster Satz ist ziemlicher Unfug. Teile des alten griechischen N.T. sind in einem äußerst unflätigen "Bauerngriechisch" verfasst. Das ist ein wirklich leicht zu belegender Fakt.
Darf man fragen woher diese Erkenntnis stammt? Offensichtlich nicht von Kennern der alten spätantiken griechischen Texte zum N.T. Hier muß man schon etwas schmunzeln.
Es war Hieronymus höchst persönlich der die Texte des N.T. erst einmal mühsam ordnen musste, dann in ein „gebildetes Griechisch“ neu verfasste und dann ins sog. moderne Latein – die Vulgata übersetzte, die dann durch Papst Damasus als verbindliche Schrift abgesegnet wurde. Was bitte soll das mit Schriften die angeblich um 150 v.u.Z. – 50 n.u.Z. verfasst wurden zutun haben? Hieronymus lebte im 4. Jahrhundert n.u. Z..
Schaut man sich den Textbefund der alten griechischen Handschriften an und ich erwähne einmal hier bewusst die Lesevariantenanzahl von 1933 und 1957 – also lange vor Herrn Dr. Lindtner – waren es 1933 sage und schreibe 4230 Lesevarianten und 1957 bereits 4680. Von heute wollen wir gar nicht sprechen. Dass keine dieser Schriften in ihrer Gänze übereinstimmt ist wissenschaftlich gut belegt und man hat allein schon damals 250000 Textunterschiede innerhalb dieser Texte gezählt.
Zur Silbenbildung im N.T.: Dir ist schon bekannt, dass die Texte des N.T. gesungen und nicht verlesen wurden? Das bedeutet, dass ein System der Wortlängen und Silbentrennung für diesen Singsang notwendig war. Hierzu mussten übrigens zwangsläufig auch Texte abgeändert werden. Übrigens ein in antiker Zeit üblicher Umgang mit sog. heiligen Texten. Waren dazu wirklich neuste Untersuchungen notwendig, obwohl in der Orthodoxie noch heute so verfahren wird, ja es sogar explizierte Anleitungen zu solchen Verfahren gibt und dies schon aus frühchristlicher Zeit?
Das einzige, was mich erstaunt ist, dass altbekanntes Wissen als neue Sensation verkauft wird.
Mir scheint, Herr Doktor Lindtner hat sich nicht wirklich mit dem Textgut des N.T. und dessen Historie beschäftigt.
Du wirst in einer jeden Religion immer gleiche Grundgüter ethischer Lehren finden. Vom Urwaldindianer bis in zu den Hochreligionen. Das ist etwas, was wirklich ein jeder Theologe oder Religionswissenschaftler weiß und bestätigen kann. Und es wird dir ebenso ein jeder Religionswissenschaftler bestätigen, dass es Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen gibt. Es ist etwas völlig Natürliches! Was man darüber hinaus auch bestätigen kann, das Christentum hat ganz wesentlich auf den Buddhismus eingewirkt! Nicht umgekehrt! Stichwort ist Kolonisation. Aber noch eine Religion war in dessen Expansionspolitik ganz wesentlich, nämlich der Islam und der ist Widerrum ganz wesentlich vom Christentum beeinflusst. Der Hinduismus sei hier natürlich auch erwähnt. Wechselwirkungen nennt man das.Es ist mittlerweile unbestreitbar, daß der Buddhismus das Christentum in vielfältiger Weise beeinflußt hat, und es wird viele Leser überraschen zu erfahren, daß sich hierin immer mehr Wissenschaftler einig sind. Zugleich muß aber gesagt werden, daß es über die Art und das Ausmaß, wie der Buddhismus auf das Christentum eingewirkt hat noch überhaupt keine Einigkeit gibt.
Die Ethik Jesu ist keine Erfindung des Buddhismus, sondern Grundwesenzug rabbinischer Lehrtradition, welche sich ganz wesentlich in der prophetischen Phase Israels gebildet hat (ab 1000 v.u. Z.) . Da war an Siddhatta Gotama noch nicht einmal zu denken.
Wie dem auch sei, mir erscheint der wissenschaftliche Faktor bei solchen Aussagen von Dr. Lindtner einfach nicht berücksichtigt zu sein und historische Zusammenhänge werden einfach ignoriert oder in einem äußerst seltsamen Licht dargestellt. Mag ein Jeder damit umgehen wie er will.
Absalom



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