Zitat Zitat von absalom Beitrag anzeigen

Digido, es ist doch völlig in Ordnung, wenn du solche Lehren für deinen Glauben zu Gott brauchst. Es ist deine Privatsache. Ich kann lediglich in einem Punkt deinen Aussagen nicht nachfolgen, nämlich, wenn du von Erlösung sprichst. Sage das einmal einem verhungernden Kind, welches sich vor Schmerzen nach dem Tode sehnt, sage das einmal den politischen Gefangenen der Welt, die unter Folter und Pein elendig zu Grunde gehen, sage dass einmal den Menschen, die schon in jungen Jahren dem Tode entgegen siechen ohne je richtig gelebt zu haben. Das Elend unserer Welt ist so groß und du sprichst von Erlöst sein, welch ein Hohn.
Es geht nicht um irgendwelche Lehren, die ich brauche. Ich brauche nur eine wahre Sicht auf das, was ist.
Dass ein Kind hungert oder Menschen gefoltert werden oder was es sonst an Leid in der Welt gibt - wie willst Du das aus der Welt schaffen?
Es werden weiter Menschen leiden, wenn sie nicht begreifen, dass sie ewige Wesen sind. Wer das begreift, hört auf persönlich zu leiden. Und die Auferstehung macht deutlich, dass ein leidloses Leben hier auf erden und in jeder anderen Dimension möglich ist, wenn wir ganz aus dem Ewigen leben.
Und das ist die einzige Lösung. Alles andere kann bestenfalls nur Kosmetik sein.
Ich sehe, dass Jesus in den Worten der Feldrede (auch Bergpredigt genannt), sehr klar darüber spricht, wie der Zustand unserer Welt ist und wie wir dieser Welt begegnen könnten und vor allem wie Gott diesen Zuständen begegnet. Das gibt mir Hoffnung und Zuversicht und nicht irgendwelche hypothetischen Opfertheologien. Die gab es schon lange vor Jesus, dass wusste selbst Justin um 160 n. Chr.
Wie gesagt, man "muss" begreifen, dass das Leben triumphiert.
Keiner wird sich an die Bergpredigt halten, die Angst um sein kleines irdisches Leben hat.


Würden wir uns wirklich als Bestandteil göttlicher Natur verstehen, dann würden wir uns nicht über die göttliche Natur erheben. Das hat nichts mit einem personellen Glauben an einen Gottessohn zutun, sondern etwas, wie wir Gott und seine Schöpfung – inkl. den Menschen – verstehen. Was du da sagst ist nichts anderes als das, was andere Religionen auch einst lehrten, sich nämlich auf Grund eines besonderen Glaubens außerhalb der Schöpfung Gottes zu definieren und dann über diese zu erheben, was letztlich Gott sogar darin einschließt. Das lehrten schon die alten Ägypter.
Wenn der Mensch sich als Bestandteil der göttlichen Schöpfung verstehen würde, bedürfte es weder eines Erlöserglaubens noch blutiger Opferrituale, um sich besonderer göttlicher Zuwendung zu versichern. Der Mensch würde nämlich begreifen, dass Leben und Sterben zu der schöpferischen Idee Gottes gehören und wir auf dieser Erde eigentlich alles in Hülle und Fülle hätten, so dass wir die wenigen Jahre unseres irdischen Hier seins recht gut leben könnten.

Was wir bedürfen ist nicht das Opferblut von Tieren und Menschen und Gott bedarf solcher Gräueltaten noch weniger, sondern wir bedürfen der Einsicht, dass der Mensch zu seinen Wurzeln, zu seinem Dasein, zu seiner Quelle des Lebens, zu Gott höchst persönlich sich umkehren muß. Davon sprach einst Jesus und nicht von Opferkulten, wie sie in anderen „Zeusreligionen“ gang und gebe waren.


Absalom
Ich weiß nicht, was Du hier unter göttlicher Natur verstehst? Über die göttliche Natur kann man sich nicht erheben, da es nichts höheres gibt.
Meinst Du aber die uns hier umgebende Natur, so meine ich mit göttlicher Natur nicht diese. Ich meine mit "göttlicher Natur", dass wir ewige Wesen sind. Und als diese sind wir natürlich nicht eingebunden in die uns umgebende Natur (also alles Geschaffene). Wir müssen, um völlig zu genesen, alle Abhängigkeit von der Materie im Laufe der Erdenleben überwinden.