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  1. #1

    Standard Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.

    16aSiehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum bseid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
    Ich weiß nicht, warum, aber dieser Vers lässt mich derzeit nicht mehr los. Drum möchte ich mal einige meiner Gedanken dazu hier mit Euch austauschen.

    Um unseren Jugendlichen in der Gemeinde zu erklären, warum die Gemeinschaft mit anderen Christen so wichtig ist, hab ich immer folgende Frage gebracht:

    Welches Schaf wird zuerst vom bösen Wolf gerissen? Das Schaf, welches den Schutz in der Herde sucht? Oder das Schaf, welches sich von der Herde abwendet und alleine ist?

    Die Bibelstelle oben zeigt eindeutig auf: Ja, es gibt Wölfe. Drum ist es die Aufgabe eines jeden einzelnen, den Schutz in der Herde zu suchen und die Nähe des Hirten. Wer sich aus eigenem Antrieb von der Herde abwendet und zu den Wölfen geht, muss damit rechnen, gerissen zu werden.

    Meide die Welt und suche die Nähe des Ewigen. Lebe nicht mit den Wölfen, lebe nicht in der Welt ... denn Ihr Einfluss auf Dich ist stärker, als Du denkst.

    Wenn ich über mich selber nachdenke, fällt mir immer wieder auf, daß ich in der Welt Dinge tue, die ich garnicht tun will ... nur weil sie andere auch tun. Ich hab Bekannte, die unentwegs über andere Lästern. Da lästert man automatisch mit :(

    Jetzt wird sich der eine oder andere vielleicht fragen, warum ich vor der Welt warne: Im Vers steht doch "Ich sende Euch wie Schafe mitten unter die Wölfe".

    ER SENDET uns ... das Wort senden ist unglaublich wichtig! Nur weil Du in der Welt lebst und dort versinkst, wurdest Du noch lange nicht gesendet. Es steht nicht, daß man aus eigenem Antrieb sich unter die Wölfe begeben soll. Dies macht kein Schaf, dies ist absurd. Dies machen leider viele Kinder Gottes und bemerken es nicht einmal.

    Es ist die Rede von Sendung, von einem Auftrag. Und wer sendet dort? Der Pastor? Der Chef? Der Glaubensbruder? Wie oft wird in unseren Gemeinden der Missionsbefehl in den Mittelpunkt gestellt? Wie oft wird von der Kanzler gepredigt: Du musst missionieren?

    Weißt Du, was ich glaube, was Deine Aufgabe als Schaf ist?

    Bleibe bei der Herde und suche stets die Nähe des Ewigen (Hirten). Sondere Dich ab von der Welt (den Wölfen) und bring Dich nicht selber in Gefahr. Verlasse die Nähe des Hirten (Ewigen), es sei denn, ER sendet Dich hinaus in die Welt, um etwas für IHN zu tun. Wenn ER Dich sendet, gehts Du mit Vollmacht.

    Jeshua sagt auch ganz klar, wie Du Dich unter den Wölfen verhalten sollst, zu Deinem eigenen Schutz: "sei klug wie die Schlange und ohne Falsch wie die Taube". Was bedeutet dies?

    Eine Schlange bringt sich nie unnötig in Gefahr. Eine Schlange tritt lautlos auf. Eine Schlange zieht sich eher zurück, als das sie die Konfrontation sucht. Eine Schlange erkennt die Gefahr und weicht Ihr wenn möglich aus.
    Die Taube ist auch als Friedenssymbol bekannt. Eine Taube tut niemandem etwas böses, verkörpert sozusagen die Unschuld.

    Wenn Du mit Sendund des Ewigen unter den Wölfen (in der Welt) bist, erkenne die Sünde und meide sie. Erkenne Gefahr und meide sie. Und bewahre Dir Deine Unschuld. Lass Dich nicht von der Welt anstecken, indem Du Dich genauso wie die Welt verhältst. Lüge nicht, betrüge nicht, intriegiere nicht ... wenn möglich, denke nicht mal negativ.

    Soweit meine Gedanken. Was meint Ihr?

    LG

    Eisi

  2. #2
    Registriert seit
    15.01.2007
    Ort
    Schwobaländle und Schweiz
    Beiträge
    647

    Standard Re: Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.

    Hallo lieber Eisi,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Ja, das Thema beschäftigt mich auch sehr und es geht mir auch so wie Dir.

    Ich mache in der Welt oft auch Dinge, die ich ganz und gar nicht möchte und dann trotzdem mache.

    Aber, Dank sei dem Herrn, er hilft mir auch in dieser Schwäche, zeigt mir sie auf und hilft mir diesen Situationen aus dem Weg zu gehen, bzw. sie
    zu bestehen.

    ER SENDET uns ... das Wort senden ist unglaublich wichtig! Nur weil Du in der Welt lebst und dort versinkst, wurdest Du noch lange nicht gesendet. Es steht nicht, daß man aus eigenem Antrieb sich unter die Wölfe begeben soll. Dies macht kein Schaf, dies ist absurd.
    Für mich persönlich ist folgendes Bibelwort ganz wichitg geworden:

    Apg 1,4: "Und als er mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt"

    So nehme ich mir vor in "Jerusalem zu bleiben" bis der Herr mich sendet!

    Viele liebe Grüsse, Gottes reichen Segen und seine Bewahrung wünsch ich Dir :P


    Gabriel
    Ich will euch mehr Gutes tun als je zuvor und ihr sollt erfahren, dass ich der Herr bin. Hes 36,11
    Baruch Ata Adonai Elohenu Melech HaOlam - Gelobt seist du Ewiger, unser Gott, König der Welt

  3. #3

    Standard Jesus kam um die verlorenen Schafe zu retten

    Jesus kam zu den Verlorenen Schafen um sie zum wahren Hirten zu führen, ihnen die dazu erforderlichen Verhaltens- und Vergebungslehren zu lehren und vorzuleben.

    Die Wölfe liessen dies nicht zu. Jesus war wie ein Lamm unter Wölfen, als er die verlorenen Schafen Israels retten wollte.

    Wir leben heute mit anderen Gefahren, als es zu jener Zeit war. Alle Menschen, die von Jesus lehrten, wie man dem richtigen Hirten folgt, dort Schutz findet, mussten sich vor den Wölfen verstecken, respektive vor den Wölfen im Schafspelz, die selber nicht wussten, dass sie dem falschen Hirten dienten.

    Geistlich und weltlich wird in manch Christengemeinde oft seltsam interpretiert. Dass jemand schon nicht mehr zu "dieser sündigen Welt "gehöre, wenn er sein Bekehrungsprüchlein aufgesagt habe betrachte ich als gefährliches Unterfangen.

    Jesus Worte, er habe die Welt überwunden zeigt doch, dass er die damalige Welt der Finsternis überwunden hat und nur noch in der Welt des Lichts lebt. Jesus kam als Licht vom Licht und wollte der Menschheit beibringen, selber sich zu Lichtern zu entwickeln.

    Wenn Menschen über andere lästern, ihnen Untaten andichten oder die Versicherung betrügen, Menschen verleumden, falsche Gerüchte über Menschen verbreiten, die sie nicht mögen, oder von denen sie enttäuscht sind, dann sind das für mich eigentliche Wölfe, weil sie ja noch immer Sündenknechtschaft erkennen lassen, also sich dann gerade geistlich in der Welt der Finsternis befinden.

    Nicht alle, die sich Christen nennen sind Schafe in Christi Sinn. Es gibt sowohl unter Christen jeglicher Kirchen- oder Freikirchenzugehörigkeit als auch unter Andersgläubigen Schafe oder Wölfe. Ob man Jesus bewusst oder intuitiv glaubt, vertraut und nachfolgt, spielt vor Gott keine Rolle.

    Wachsende Gotteskindschaft gibt Kraft, sich auch unter Wölfen so zu verhalten, wie es sich für Schafe Gottes eine Selbstverständlichkeit werden und bleiben soll. Frohgemut, gelassen, verständnisvoll und vergebungsbereit.

    Seid klug wie die Schlangen und ohne fehl wie die Tauben heisst für mich speziell: Wenn du dunkle Machenschaften /Ungerechtigkeiten aufdecken, thematisieren ans Licht bringen willst, brauchst du eine weisse Weste, ein gutes Gewissen, damit du nicht erpressbar bist und zu Handlungen gezwungen werden kannst, die Gott nicht gefallen würden.

    Doch wahre Jesusnachfolger haben ja keinen Geist der Furcht mehr, sondern einen des Mutes und der Zuversicht erlangt, erkannte ja Paulus, der mal selber ein Wolf war und sich Jesusseidank zu einem Schaf entwickelte, die Welt der Finsternis gegen die Welt des Lichts tauschte.

    Auch Paulus hatte die jene Welt überwunden, wo das Töten gesetzlich vorgeschrieben war und jesustreue Christen erbarmungslos vernichtet oder gefangengenommen wurden.

    Das sind meine Gedanken zu Wölfen und Schafen. Schafen steht es aber auch nicht zu über jeweilige Wölfe schlecht zu reden, sondern für sie zu beten, dass sie ebenfalls zum wahren Hirten, Gottes Geist in Jesus finden und Gottes Herde so immer mehr wachsen kann.
    gby starangel

  4. #4

    Standard Re: Jesus kam um die verlorenen Schafe zu retten

    editiert wegen hetze gegen einen user/userin

    schlargi

  5. #5

    Standard

    Lieber Eispickel, hab Dank für Deine Gedanken, auch deine Ausführung ist wie ein Spiegel.

    das Leben unter Wölfen ist ein starkes Thema, ich bin gerne unter Wölfen, beruflich, mit Kindern und Jugendlichen, da kann ich, wenns die Gelegenheit ergibt, erzählen, was mir im Leben wichtig ist. Aber man ist doch stets in Gefahr, oder?

    Eispickel, Du schreibst, man soll sich nicht von der Herde wegbewegen, bedeutet das, man soll die feste Gewissheit der Herde als Rückendeckung haben, wenn man unter Wölfen ist?

    Und Du Starangel sagst, es gibt Wölfe unter uns , das ist dann wohl die sündige Handlung, die uns zum Wolf macht, nicht wahr?Aber meint Jesus auch diesen Wolf, der vom Weg abkommt?Stzt er ihn gleich?

    Kerze
    Gut, dass wir einander haben...
    (Manfred Siebald)

  6. #6
    Registriert seit
    14.07.2006
    Ort
    Ludwigshafen
    Beiträge
    36

    Standard

    Der beste Wolf ist der aus der VW Werbung.
    Die Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht umgekehrt.

  7. #7

    Standard

    Zitat Zitat von Kerze Beitrag anzeigen
    Lieber Eispickel, hab Dank für Deine Gedanken, auch deine Ausführung ist wie ein Spiegel.


    Und Du Starangel sagst, es gibt Wölfe unter uns , das ist dann wohl die sündige Handlung, die uns zum Wolf macht, nicht wahr?Aber meint Jesus auch diesen Wolf, der vom Weg abkommt?Stzt er ihn gleich?

    Kerze
    Nein, ich glaube nicht, dass sich das "Wölfe" damals schon auf Christen bezog, die sich wieder in die Finsternis haben ziehen lassen.

    Ich glaube, dass Jesus mit Wölfen seine ewigen Widersachern bezeichnete, die mit allen Mitteln verhindern wollten, dass Christi Lehre sich zum Wohle aller Menschen und zur Freude Gottes im Himmel -uns seinen Engeln- verbreiten konnte.

    Verirrte Schafe werden liebevoll aufgenommen, wenn sie sich vom guten Hirten wieder finden und zur Herde zurücktragen lassen.

    Busse und Umkehr wurde ja in der Tora nirgends als göttliche Vergebungspraktik gelehrt, auch nicht, dass mit gelebter Liebe alle Gesetze und Propheten bereits erfüllt sind. Somit war es für die AT-Gesetzeslehrer klar, dass sie glaubten, Schafe des Hirten Jesus mund-tot- machen zu müssen.

    gby starangel


 

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