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Baum-Darstellung

  1. #29

    Standard

    Das bedeutet aber nicht, dass seine göttliche Natur weg ist, sondern nur, dass seine menschliche Natur verzweifelt ist und sich alleingelassen fühlt.
    Bedeutet faktisch, der Mensch Jesus war getrennt von seinem Gottsein und war verzweifelt und fühlte sich von Gott und seinem Gottsein verlassen. Sehr „sinnig“. Aber warum nicht.


    (Wobei ich jetzt nicht behaupte, dass ich es verstehe, geschweige denn erklären könnte. Ich verstehe aber z. B. genauso wenig, wieso ausgerechnet die Israeliten von Gott als "sein" Volk erwählt worden sein sollen.)
    Eventuell hat Gott ja noch mehrere Völker als sein Volk auserwählt. Behaupten tun das viele Völker. Offensichtlich ist bei Gott alles möglich und bei uns Menschen auch fast alles.


    Nur weil wir es nicht so ganz begreifen, hinkt sie nicht.

    Nehmen wir z. B. ein Beispiel aus dem AT: Da wird mitunter geschrieben, dass Gott sein Verhalten "bereut", z. B. in der Geschichte um Noah. Mir ist natürlich klar, dass das kein historischer Tatsachenbericht ist, aber da kann man erst recht fragen, wie ein unfehlbares Wesen einen Fehler machen kann, den es dann bereuen muss. Trotzdem werfen die Juden die Bücher Mose nicht weg. Nur beim NT wird immer alles kritisiert und verworfen, was dem menschlichen Verstand nicht hundertprozentig zugänglich ist.
    Glaubst du ernsthaft, Gott stellt uns Menschen vor unlösbare Probleme? Menschen machen Religionen und das von Anbeginn bis hin in die Gegenwart mit absurdesten Ansichten.

    Menschen haben bisher jedes religiöse Buch geschrieben und nicht eins davon kommt aus der „Feder“ Gottes. Eventuell ist in einem solchen Buch in gewisser Weise ein Ursprung einer Inspiration Gottes. Doch der Weg vom Hören / Sehen bis hin zum Schreiben geht bekanntlich durch das menschliche Gehirn und wird somit immer auf die irdische Hemisphäre projiziert. Bestes Beispiel dafür sind die Fabeltiere der Bibel, die man in fast alten Kulten des Orients antrifft. Doch mit dieser Projektion hat der Mensch die Federführung übernommen und bekanntlich wird spätestens bei einer Übersetzung solcher Texte daraus eine endgültige Fälschung.

    Es geht nicht darum, dass das Tanach oder das N.T. mehr oder weniger kritisiert wird, es geht darum, dass diese Schriften von Menschen für Menschen geschrieben wurden und genau diese Gewichtung sollten diese Schriften dann auch haben. Und zum Judentum und ihren Umgang mit diesem Schriftgut muß man anmerken, dass man diesem Schriftgut äußerst kritisch und hinterfragend gegenüber tritt, wie man nur schon am Talmud ersehen kann. Von Wortwörtlichnehmen ist da keine Spur, sondern es geht um Interpretation. Ein ganz großer Unterschied ist das. Nicht umsonst wird immer wieder neu die Tora und der gesamte Tanach hinterfragt und wenn nötig auch Inhalte verworfen und eben nicht befolgt.

    Schaut man sich aber in gewissen christlichen Kreisen um, so hat das N.T. eine solch absolute Autorität und ein Wortwörtlichnehmen das man meinen könnte das N.T. ist Gott höchst persönlich. Und wenn man dann solche Christen fragt an was sie glauben und man bekommt zu hören, dass man an das N.T. glaubt - dessen Inhalten, dann frage ich mich, wer da solchen Unfug angeordnet hat, denn davon steht kein Wort im N.T.

    Noch schlimmer ist jedoch, dass man anderen Menschen mit einem solchen Buch argumentativ einreden will, es sei von Gott und man müsse sich an das geschriebene halten oder solchen Ansichten glauben. Selbst ein Paulus war bescheiden genug, dass er wusste man solle alles prüfen und das Beste behalten. Eine sehr jüdische Ansicht in diesem Falle.

    Kann man einem papierenen Gott glauben der zudem von Menschenhand beschrieben wird? Ich meine, diese Fahrlässigkeit kann man sich nicht leisten und hier ist die Religionsgeschichte der beste Indikator, denn mit genau diesem Buch wurden z.B. unzählige Völkermorde begründet und die buchgläubige Scharr der „Gottesanhänger“ rannte gutgläubig hinter entsprechenden Zitatenschlächtern hinterher.

    Der Rabbi Jeshua sprach einst vom Suchen und Finden und ich frage mich, was dieser Rabbi wohl meinte wo man suchen und finden sollte. In einem Buch wohl kaum, sondern viel mehr dort, wo man Gewissheit bekommen wird, bei Gott höchst persönlich.

    Wenn Gott auf die Herzen der Menschen schaut, auf was schaut da Gott? Auf unseren Glauben? Bekanntlich kann man alles Mögliche glauben und zumeist denkt der Mensch, er glaubt das Richtige. Könnte es nicht sein, dass Gott auf unsere Erkenntnisse schaut und vor allem wie wir dieses Erkennen einsetzen und umsetzen, ob wir lernwillig und vor allem änderungsfähig sind, dass heißt wir unser Tun und Handeln kritisch reflektieren können und wenn nötig Umsinnung tun können.

    Ich glaube nicht an Gott denn ich weiß um Gott. Glauben tue ich aber Gott, nämlich, dass dieser Gott es gut mit uns Menschen meint und uns nicht vor unlösbare Probleme mit ES stellt. Und noch mehr glaube ich, dass dieser Gott keine Vorbedingungen an ein liebevolles Handeln an uns – seinen Kindern – stellt, sondern SEIN Erkennen so groß ist, dass dieser Gott weiß, dass wir nur begrenzt erkennen und erfassen können, dass wir begrenzt sind auf jämmerliche drei Dimensionen, weil ES es so wollte, weil dieser Gott nicht einmal Lust dazu hat uns Menschen Seinen Namen zu sagen, weil wir es nicht fassen und verstehen könnten. Dieser Gott setzt uns Grenzen, Grenzen, die wir akzeptieren sollten! Eine Grenze ist, Gott sagt uns nicht, wer ES ist, ES zeigt sich uns nicht, ES offenbart sich uns nicht in Seiner Fülle, Es lässt uns nicht Sein Dasein ergründen, ES will das einfach nicht, weil ES das nicht will. Und trotz aller Himmelsguckerei von uns Menschen irren wir uns schon seit Jahrtausenden über diesen Gott, weil dieser Gott sich eben nicht in die „Karten“ schauen lassen will, sich nicht von uns Menschen vereinnahmen lassen will, sich unseren religiösen Phantastereien versagt. Und dafür gibt es einen ganz schlagkräftigen Beweis, es sind die Religionen selbst, die kommen und gehen wie wir armseligen Menschchen kommen und gehen. Eine Religion wird geboren, die andere stirbt, so ist es schon seit tausenden von Jahren und jede Religion meinte sie hätten die Wahrheit inklusive Gott für sich gepachtet. Doch was übrig bleibt sind besten Falles Ruinen und verfallenes Papier, das einst heilig und ehrwürdig war. Und was ist mit den Menschen, die oftmals ihr Leben für diese Religionen und ihre Götter opferten, im guten Glauben an die gute Sache und an den richtigen Gott? Ich bin davon überzeugt, Gott wird ein Einsehen mit uns Himmelsguckern haben, gleich wohl ich darum weiß, dass wir Menschen nur allzu oft das zertreten, was uns Gott vor die Füße gelegt hat, vor lauter Himmelsguckerei.

    Das Gott uns in dieses Dasein gestellt hat, uns in diese Welt stellt muß einen Grund haben und ich glaube Gott hat genau in dieses Dasein, in diese Welt alles hineingelegt, was für ein Dasein vor ES und mit ES braucht. Wir müssen nur suchen und nur finden und eventuell liegt es sogar schon vor unseren Füßen.

    Absalom
    Geändert von absalom (05.11.2010 um 00:04 Uhr)


 

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