BR

Nein, es stimmt nicht, dass ich alles im NT verwerfe. Aber ich mache es so, wie Paulus es ja empfahl: „Prüfet alles, und das Gute behaltet...“ das mache ich auch mit der Tenach.
Diese Überlieferungen sind da, um zu lernen, und weniger um zu dogmatisieren. Leider „dogmatisiert“ die Lehre von Paulus aber etwas zu stark.... und diese kannst du nicht nach historischen Gesichtspunkten „beurteilen.

Nun, wenn du schon „historisch bemessen“ willst, kommst du nicht darum herum, Jesus als Juden zu erkennen. Jesus war nun mal kein Christ, sondern ein „waschechter“ Jude, der gemäss der Torah lehrte. Ja, ich „messe“, respektive versuche Jesus aus der Sich der damaligen Zeit zu verstehen, denn dies ist wohl dem Wirklichen am nächsten. Dieser vergeistlichte Jesus entspricht keinem historischen Gesichtspunkt, sondern ist eine „Ideologie“, welche sich ja entwickelte. Wenn du „übernatürlichen Erklärungen“ skeptisch gegenüber stehst, so musst du ebenso das Wirken Jesus in Frage stellen.

Ja, Israel hat inzwischen einen Staat, aber man kann ja wohl kaum von Frieden sprechen. Und wenn du die Schriften, respektive die Propheten etwas kennen würdest, geht es nicht um ein Abschlachten der Araber und Palästinenser (welche ja Israel nicht anerkennen, aber es soll hier jetzt keine Nahostdebatte entstehen), sondern um ein friedvolles zusammenleben mit den Völkern, mit dem „Messias“ wahrscheinlich als der Fürst Israels in Jerusalem. Und was sich dann mal gegen diesen Gesalbten Gottes erheben wird, steht auf „verlorenem“ Posten. Auch das NT stellt diese solche Zeit recht dramatisch und grauenvoll und auch als Gericht Gottes dar.

Wie es aber kommen wird, wird die Zukunft zeigen.

Der Mensch muss nicht für die Ewigkeit erlöst werden, denn diese trägt er schon in sich. Es ist eine christliche Version, dass der Mensch grundsätzlich verdammt und in die Hölle kommen sollte. Nur, solches gibt die Tenach nicht her, aber darüber kann man auch verschiedener Ansicht sein.


Alef