Mensch kann auch im Prolog des Johannes-Ev. nachlesen, dass das Wort JHWH in Jesus Fleisch geworden ist. - Aber offensichtlich sind die verschiedenen Schriften (nach jüdischem Verständnis?) nicht "gleich" zu gewichten.
Warum sollte es falsch sein, die "Heiligen Schriften" aller Völker auf dieselbe, gleichberechtigte Stufe zu stellen? - Alle Schriften lehren im Kern dasselbe, nämlich das Gebot der Nächstenliebe. Wenn sich alle an diese Botschaft halten, dann sind die Probleme der Menschheit bald gelöst. - Ich persönlich trage die Gewissheit in mir, dass Gott, JHWH, nicht Menschen vor anderen Menschen bevorzugt, sondern die ganze Menschheit liebt, und darum jeder Völkergruppe die ihrer Eigenart, ihrem Wesen, ihrem Verständnis und ihrer Bestimmung angemessene "Richtschnur" als Lehre zukommen liess / lässt. Wir alle bilden eine Gemeinschaft vor Gott... - auch wenn mein Nebenmensch eine andere Auffassung von Gott haben mag denn ich...
Kann es deswegen keine Gültigkeit haben, weil "etwas" für Juden nicht nachvollziehbar ist? Was ist mit dem, was für Christen (oder Muslime, oder Buddhisten oder Hindus, Naturvölker etc.) nicht nachvollziehbar ist? Verliert all dies darum seine Gültigkeit (vor Gott) für diejenigen, für die "es nachvollziehbar" ist?
Ich stelle fest, dass auch die Juden auf ihre Art ihre Reliquien verehren. - Komme nicht umhin an den verschmähten "Holzgötzen" aus dem Thema "Weisheiten" zu denken.
Diese Art von Begründung hat bei christlichen Pfaffen jahrhundertealte Tradition: "Ihr gewöhnlichen Alltagsmenschen habt unser Verständnis der Schrift(en) nicht zu hinterfragen. Für uns von Gott eingesetzte Priester, die wir die Auserwählten sind, ist alles völlig einleuchtend; euch Gewöhnlichen aber verschliesst Gott den Sinn unserer erhabenen Weisheit..."
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Lasst uns als ebenbürtige Geschwister miteinander umgehen, den anderen / die anderen so annehmend, wie Jesus uns angenommen hat, oder wie JHWH die Juden in Ägypten angenommen und aus ihrer Sklavenschaft herausgeführt hat: vor Gott sind wir alle geistig armselig und bedürftig, fehlbar und den Irrtümern des Lebens ausgesetzt und zum Teil erlegen! - Messen wir doch mit gleichlangen Ellen, wenn wir schon messen wollen! - Respektieren wir einander darum in unserem ganz persönlichen Glauben, den (vermeintlichen) Schwächen unseres Nächsten mit Grossmut begegnend. Unser Anliegen sei, dass wir jedem Menschen mit Achtung vor dem Geheimnis Gottes in dessen Herz begegnen. - Mensch kann nur sein eigenes Inneres überblicken, wenn überhaupt. Des Nächsten Herz und Glaube bleibt für den Aussenstehenden ein Geheimnis und steht allein in Gottes Hand, und in der Eigenverantwortung eines jeden einzelnen Menschen für sich. - Darum: Friede allen Menschen, die eines guten Willens sind!
Einen gesegneten Sonntag wünscht allen
Nachdenklich




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