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  1. #31
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    Hallo Kasper,

    ich würde Menschen, die im Affekt oder in Notwehr handeln, nicht als Mörder bezeichnen. Und ich habe tatsächlich 2 Töchter. Ich bin manchmal schon ziemlich geladen, wenn ich glauben muss, dass sie ungerecht behandelt wurden (wahrscheinlich ist das der Beschützerinstinkt). Wenn ihnen jedoch tatsächlich wehgetan würde (Vergewaltigung, Schläge etc.), dann könnte ich nicht dafür garantieren, dass derjenige ohne Schaden davonkommt.

    Ja, da sieht man mal wieder, dass man schnell irgendwelche Sätze hinschreibt (oder sagt), ohne wirklich alles zu bedenken. Du hast also Recht, dieses in jedem Fall war da unangebracht.

    Liebe Grüße
    Rainbird

  2. #32
    Saniana Gast

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    Tja geplanter Mord und Notwehr sind wohl zwei unterschiedliche Schuhe.

  3. #33

    Standard

    Zitat Zitat von Saniana Beitrag anzeigen
    Tja geplanter Mord und Notwehr sind wohl zwei unterschiedliche Schuhe.
    ... und dazwischen gibt es noch weitere Schuhe. Ich versuche mal, ein bisschen zur Klärung beizutragen, einfach deshalb, weil es helfen kann, die Diskussion zu versachlichen, wenn man ein paar Begriffe klar hat. Ich beziehe mich dabei immer auf die deutschen Gesetze, in anderen Ländern kann das anders sein.

    1. Mord. Es gibt besondere Merkmale, die aus einer Tötung (allgemeiner Tatbestand: Ein Mensch nimmt einem anderen das Leben) einen Mord machen:
    a. Niederes Motiv, z.B. Mordlust, Sexualtrieb, Habgier, anderes niederes Motiv
    b. Heimtücke (das Opfer ahnt nicht, dass es angegriffen wird und kann sich daher nicht wehren, z.B. aus dem Hinterhalt erschießen oder vergiften mit einem Gift, das neutral schmeckt) oder Grausamkeit (Qualen zufügen, die über die bloße Tötung hinausgehen) oder Ausführung der Tat mit gemeingefährlichen Mitteln (z.B. Sprengstoff oder wildes Umsichschießen)
    c. Ermöglichen oder Verdecken einer anderen Straftat.

    2. Notwehr. Wer in einer Notwehrsituation tötet, wird nicht bestraft. Notwehr heißt Abwehren eines tatsächlichen Angriffs auf meine Gesundheit oder mein Leben oder auf das eines anderen Menschen (Nothilfe). Wichtig ist hier zweierlei:
    a. Der Angriff muss tatsächlich stattfinden. Ein Streit mit Worten oder eine "irgendwie bedrohliche Situation" reicht nicht aus.
    b. Die Notwehrsituation endet in dem Moment, in dem der Angriff endet. Dem flüchtenden Angreifer einen Stein nachzuschmeißen fällt nicht mehr unter Notwehr.

    Dann gibt es noch die Tötung auf Verlangen (z.B. aktive Sterbehilfe), abgegrenzt davon die Beihilfe zum Selbstmord (wird nicht bestraft) und dann noch die Körperverletzung mit Todesfolge - wobei damit gemeint ist, dass die Verletzung mit Absicht zugefügt wird aber der Tod nicht geplant ist.

    Alle anderen Fälle von getöteten Menschen sind demnach "Totschlag". Den Begriff "fahrlässige Tötung" konnte ich interessanterweise nicht finden, den scheint es (zumindest in Deutschland) nur im Volksmund zu geben.

  4. #34

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    Hallo an alle,

    ohne die Gemüter irgendwie neu zu diesem Thema bewegen zu wollen, kamen mir beim Durchlesen gerade so einige Gedanken dazu.
    Rechtlich gibt es deutliche Unterscheidungen, was „morden“ „töten“ etc angeht, was ich auch nicht unangebracht finde.

    Ein anderer Gedanke aber beschäftigt mich dann doch.
    Mit dem Gebot „du sollst nicht morden/töten“- was ist damit wirklich gemeint?
    Auch zu früheren Zeiten gab es z.b im AT. „scheinbare Anweisungen“ sogar „im Auftrag „Gottes“ zu töten und auch das war nicht im Affekt sondern geplant…
    Sehe nur ich darin einen Widerspruch? Was meint ein Schöpfer, wenn ER also solche „Gebote“ gibt?
    Ich kann da leider nur eine sehr persönlich- primitive Antwort für mich finden-

    Es ist nicht von Anfang an so gedacht, dass Mensch Menschen tötet. Die Achtung vor dem Leben ist einfach zu wertvoll. Leben ist ein Geschenk an jeden Menschen, der lebt.
    Das Leben eines „Mörders“ ist demnach ebenso wertvoll wie das eines jungen Kindes, oder nicht?
    Kann man das Leben des Ermordeten „ersetzen“ oder „rächen“ oder „wiederherstellen“ durch den Tod des Mörders? Ich glaube kaum…oder?

    Aber was ist, wenn man das Leben anderer / vielleicht vieler Menschen retten oder schützen kann durch den Tod eines Menschen? Sieht es dann anders aus?
    Würde ich nicht, genau genommen, wenn ich nicht z.b. den Angreifer töte, eher Verantwortung tragen, wenn andere dadurch ihr Leben verlieren?

    Würde ich je in eine Situation kommen, das Leben unserer Kinder oä zu beschützen, es bliebe für mich wenn auch gesetzlich „Notwehr“ ein lebenslanger Konflikt, zu wissen, wenn durch meine Hand ein Menschenleben endete. Doch wer kann behaupten, in diesen Situationen nicht zu töten, um Leben zu schützen?
    Ich hoffe sehr, persönlich nie in eine solche Entscheidungslage zu kommen, denn das würde für mich tatsächlich einen inneren Konflikt darstellen.

    Was nun im "Fall Osama B-Laden" zutrifft oder ob es nicht zb gereicht hätte, ihn von allen Menschen zu isolieren/ gefangen zu nehmen (da es ja im Ausgangstext wohl darum ging)- da reicht mein Verstehen nicht in der großen Politik. Unpassend finde ich persönlich es nur, wenn Menschen sich über den Tod selbst freuen...

    Für die Menschen, die von Berufswegen zb. vor solchen Entscheidungen stehen, egal ob im Alltag oder in der Politik allgemein, erhoffe und wünsche ich Kraft und weise Entscheidungen. Ich beneide absolut niemanden, der darin über anderer Leben zu entscheiden hat. Ein Für und Wider aber wird es wohl immer geben.

    lg bonnie

  5. #35
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    Zitat Zitat von Saniana Beitrag anzeigen
    Tja geplanter Mord und Notwehr sind wohl zwei unterschiedliche Schuhe.
    Im schweizerischen Strafgesetzbuch liest sich der Artikel, der Notwehr definiert so: "Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar von einem Angriff bedroht, so hat der Angegriffene und jeder andere das Recht, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren." Und so ähnlich dürfte es auch im deutschen Strafgesetzbuch klingen. So lange jedoch ein "Christ" oder ein anderer Humanist zu wissen meint, was Mose mit "du sollst nicht töten" gemeint hatte, so lange lasse ich ihn (oder sie) meinen. Sie werden niemals darauf kommen, was dort im Urtext wirklich steht, werden aber forenseitenlange Diskussionen über das führen, was sie zu wissen meinen. Nein, Ahnung haben sie keine - und von Keine-Ahnung haben sie eine ganze Menge.

  6. #36

    Standard

    So lange jedoch ein "Christ" oder ein anderer Humanist zu wissen meint, was Mose mit "du sollst nicht töten" gemeint hatte, so lange lasse ich ihn (oder sie) meinen. Sie werden niemals darauf kommen, was dort im Urtext wirklich steht,
    Nein, Ahnung haben sie keine - und von Keine-Ahnung haben sie eine ganze Menge.
    ich würde gern dazu lernen und "Ahnung" vom Urtext etc haben/bekommen... ich kann jetzt, wie meist üblich, allein auf die Suche gehen und mir "ahnung" holen... oder, liebe/r Shomer du teilst dein Wissen, dann könnte ich lernen und Antworten auf meine Fragen leichter finden, was ja der Vorteil von einem Miteinander in einem Forum wäre, oder?

    alles nicht böse gemeint, bitte nicht falsch verstehen- nur so ein Gedanke

    tausche gern eine Tasse Kaffee gegen "wissen" und Erfahrungen

    Lg bonnie

  7. #37
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    Hi
    Ich denke das die soldaten der Amerikaner ein Urteil vollstreckt haben. In den usa gibt es die Todesstrafe noch.Und ich denke das Bin- laden genauso Soldat war, wie die, die ihn getötet haben u im krieg gelten andere gesetze als in der welt, in der wir leben

  8. #38

    Standard

    Zitat Zitat von Shomer Beitrag anzeigen
    So lange jedoch ein "Christ" oder ein anderer Humanist zu wissen meint, was Mose mit "du sollst nicht töten" gemeint hatte, so lange lasse ich ihn (oder sie) meinen. Sie werden niemals darauf kommen, was dort im Urtext wirklich steht, werden aber forenseitenlange Diskussionen über das führen, was sie zu wissen meinen. Nein, Ahnung haben sie keine - und von Keine-Ahnung haben sie eine ganze Menge.
    ok, dann liegt es an dir meine "keine ahnung" in "ahnung" zu verwandeln ^^
    ich habe nicht vor seitenlange diskussionen zu führen....aber würde schon gerne auch deine und moses sichtweise kennenlernen.

  9. #39
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    Zitat Zitat von bonnie Beitrag anzeigen
    ich würde gern dazu lernen und "Ahnung" vom Urtext etc haben/bekommen... ich kann jetzt, wie meist üblich, allein auf die Suche gehen und mir "ahnung" holen... oder, liebe/r Shomer du teilst dein Wissen, dann könnte ich lernen und Antworten auf meine Fragen leichter finden, was ja der Vorteil von einem Miteinander in einem Forum wäre, oder?



    Lg bonnie
    Das würde mich echt auch interessieren.

  10. #40
    luxdei Gast

    Standard

    @ Shomer

    Welche Urtexte haben sich denn erhalten??


 

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