Für mich ist ein "Gottesdienst", wenn ich den Geschöpfen Gottes meine Aufmerksamkeit widmen kann. Dazu gehören sicherlich auch Gänge in Gottes Garten – der Natur.
Sog. Predigen hat für mich nichts mit „Gott“ zutun, auch wenn man über dieses Wesen erzählen tut und noch weniger mit „Gottesdienst“, denn man lässt sich ja bedienen von Menschen und Menschenworten. Solche Vortagsveranstaltungen dienen – wenn überhaupt – einem letztlich nur selbst und in keiner Weise „Gott“.
Letztlich frage ich mich, wie ein Mensch Gott dienen kann? Ich glaube kaum, dass Gott uns Menschen braucht, wohl aber brauchen wir Menschen Gott. Gottesdienst ist ein seltsamer Begriff für mich.

Wie Menschen sich selbst solche Versammlungen gestalten ist letztlich reine Geschmackssache und nicht zuletzt von kulturellen und religiösen Vorstellungen geprägt. Die einen mögen es rituell – kultisch und ehrfurchtsvoll mit vielen „heiligen“ Geplänkel und andere wild, laut, eckstatisch eben sehr unterhaltsam.
Ich für meinen Teil mag weder die menschlichen – heiligen Handlungen mit kultischem Hokuspokus, noch die Eckstatiker. Besonders letzteres ist mir zu psychologisch manipulierend.
Wie gesagt ein Gang in Gottes Garten oder aber eben auch die innere Zwiesprache mit meinem Schöpfer sind für mich ein guter Dienst an mir selbst und eventuell resultieren daraus auch gute Taten für meine Nächsten und unserer Umwelt. Ich gebe mir Mühe in diesem Tun und bilde mir gelegentlich ein, Gottes Schöpfung und Gottes Geschöpfen einen guten „Dienst“ zu erweisen.

Absalom