Also, es ist ganz sicher KEINE Sünde, wenn du lesbisch oder schwul oder bi bist. Es ist auch nicht pervers oder wieder der Natur. Es ist schwer, wenn man streng gläubig erzogen wird, weil man dadurch in vielen Dingen vorbelastet ist. Die Tatsache, dass dies jemand als Krankheit sieht, ist absolut schwachsinnig. Sollten deine Eltern WIRKLICH glauben, dass du krank seist, würden sie mit dir zum Arzt gehen, aber da sie wissen dürften, das dem keine Krankheit zugrunde liegt, wissen sie auch, dass sie wieder nach Hause geschickt würden.
Ich möchte keinem seinen Glauben abschwören oder die Bibel zum Graus machen, aber vor allem im Heiligen Buch sind viele Textabschnitte zur Selbstinterpretation überlassen.
Wenn man nun etwas abstößig oder widerlich findet, nunja, dann legt man sich bestimmte Aussagen so zurecht, wie es einem selbst passt.
Es ist schwer, sich so zu akzeptieren, wie man ist. Du bist lesbisch, das sagst du selbst von dir und das du verliebt bist. Na und? Dann ist es so. DU hast eigentlich kein Problem damit, sondern deine Eltern und wenn sie dich lieben - und davon gehe ich aus - sollten sie sich beraten lassen und zwar von einer unabhängigen Person. Du bist nicht krank, lass dir das nicht einreden, von niemanden!
Es ist sogar ein Geschenk, vor allem, weil ich eines gelernt habe: Ich kenne einige homosexuelle Menschen. Sie sind wunderbar! Es lässt sich nicht pauschalisieren, dass alle homosexuelle Menschen wunderbar sind, es gibt auch bekloppte, genauso, wie es heterosexuelle Menschen gibt, die bekloppt und böse sind. Aber viele homosexuelle Menschen sind offener und verständnisvoller als so mancher Christ oder anderweitig gläubiger Mensch, weil sie sich nicht daran halten, was ein Buch ihnen sagt, sondern das, was sie selbst sind und erleben, ohne dabei jedoch ihren Glauben (wenn sie denn glauben) zu verlieren!



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