Nun, ich zitiere mal das Lexikon:

Demut, die sich seiner Grenzen bewusste Selbstbeschneidung (Bescheidenheit) des Menschen gegenüber den Göttern, bzw. Gott.


Demut ist nicht ein fehlerloses Leben, sondern ein Leben das seiner Fehlerhaftigkeit bewusst ist, und sich mit diesem Selbstverständnis sich Gott hingibt und so den Ewigen erhebt.

Das lässt sich weniger mit Worten machen, sondern eher mit dem Alltag, im Denken, in der Gesinnung, welche den Ewigen als souveränen Gott erkennt, und man das Leben demnach ausrichtet.



Das Wort Demut könnte auch noch etwas anderes Bedeuten:
1.Mose 16,6 Und Abram sagte zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand. Mache mit ihr, was gut ist in deinen Augen! Als Sarai sie aber demütigte, da floh sie vor ihr.

Also man kann auch gewaltsam jemanden demütigen, was sicher für den betroffenen sehr schmerzlich Erfahrung ist, wenn es nicht gerechtfertigt ist.

Oder:
Ps 18,36 Und du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützte mich, und deine Herabneigung (wörtlich Demut) machte mich groß.

Ein interessanter Aspekt, den man vom Hebräischen her sicher noch weiter untersuchen könnte. So wir „demütigen“ andernorts wörtlich auch als "eure Seelen <durch Fasten> erniedrigen."



Alef