
Zitat von
Kerzenlicht
Erkennen ist eigentlich etwas anderes als kennenlernen. Als Jesus mit seinen Jüngern zusammen war, haben diese ihn auch kennengelernt. Eine kleine Geschichte mag verdeutlichen, was ich meine:
Es reicht nicht aus, viel zu wissen. Viel wichtiger ist es, Christus schon allein an seinem Wesen zu erkennen. Um sein Wesen zu erkennen, ist es eben erforderlich, ihm nachzufolgen und so zu handeln, wie er gehandelt hätte. Nennen wir es learning by doing.
Das kann zuweilen schwer sein, sehr schwer. Aber es ist durchaus möglich.
Hallo Kerzenlicht,
es gibt noch eine andere ähnliche Geschichte, im Buch "Ich: zu Risiken und Nebenwirkungen", Autor ist mir entfallen. Da kommt einer zum "Jesuskind" und Engel bewachen den Eingang. Er findet langsam heraus, dass Jesus "sein Leben" will. Da kommt er mit Geschenken an, und als nichtks klappt, bringt er eine Schuhschachtel mit "seinem Leben", bilder, Zeugnisse etc., aber auch da wird er nicht reingelassen. Erst als er sieht, dass ein anderer einfach so mit nichts durchmarschiert, da kapiert er es. Er kann vor Gott nicht irgend etwas geben, sich nicht irgendwie das Recht erwirken, zu ihm zu kommen. Er muss einfach so kommen, wie er ist, und Gott nimmt ihn so an und schenkt ihm die Gnade.
Ich glaube auch nicht, dass man Gott begreifen kann im Verstand. Man muss ihn tatsächlich "erkennen" wie er ist. Unser Verstand ist so begrenzt. Wenn man Gott nur und ausschließlich mti dem Verstand begreifen will, dann kann es sein, dass man Gott einfach reduziert und kleiner macht, damit er in unseren Kopf passt, damit er für uns logisch ist. Es kann auch sein, dass man nur weil es logisch ist irgendwelchen Dingen folgt, die gar nicht "göttlich" oder Gott-ähnlich sind, z.B. irgendwelche komische christliche Gruppen, nur weil sie die richtigen Bibelverse aneinanderreihen, aber keine Liebe dort herrscht. Wenn man aber Gottes Liebe und Freiheit kennt, dann spürt man auch, wo er zu Hause ist.
LG
+Eliza+
Die Tugend eines Menschens sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinem alltäglichen Handeln ------ Blaise Pascal
Lesezeichen