Wer Jesus war:
Ein Mensch
Ein Reformer
Ein Denker
Vielleicht verheiratet oder schwul?
Vielleicht gar ein Prophet (wobei dann erst mal der Begriff genau definiert werden muß)?
Er war nicht:
Gottes Sohn
Unser Erlöser
Mehr ist dazu nicht zu sagen!
Wer Jesus war:
Ein Mensch
Ein Reformer
Ein Denker
Vielleicht verheiratet oder schwul?
Vielleicht gar ein Prophet (wobei dann erst mal der Begriff genau definiert werden muß)?
Er war nicht:
Gottes Sohn
Unser Erlöser
Mehr ist dazu nicht zu sagen!
Ob es nun das Glaubensbekenntnis von Faye ist, oder die Meinungen und Einschätzungen aller hier Beteiligten, welches mich hinreißen lässt, auf Geli71's Frage, "Wer ist Jesus - für dich?" einzugehen, mag ich nicht ergründen.
Jesus ist für mich ein Unbekannter. Man kann über ihn in den Evangelien lesen. Aber keiner weiß, was darin wahr ist und was darin einem jüdischen unbekannten Mann, welchen man Jesus benannte, zu geschrieben wurde.
Ich würde Christen empfhelen nicht zu fragen, "Wer ist Jesus - für dich?", sondern, wenn über haupt, fragend zu fragen, "Glaubst du an Jesus und zwar so wie man es in den Evangelien liest und zwar in allen Punkten und Texten?"
Dann würde man schon einmal schnell zu unterscheiden wissen, wer auf einer Seite Glaubt und die Evangelien, garnicht so gut kennt und wer die Evangelien gut kennt und auch die Widersprüche darin gut zu erklären weiss.
Denn der Glaube, ist nicht etwas was wild und alleine wächst. Es könnte ein wilder Strauch, von Sehnsucht und Hoffnung sein, welcher sich sporatisch, von Texten und Botschaften ernährt und aber frei sein will von mallem was nicht eigen ist.
Es könnte aber auch ein kultivierter Glaube sein, welcher gelehrt und studiert ist und dennoch direckt das berührt was wir G"tt nennen.
Ein direktes berühren G"ttes wird in der Jaakowgeschichte überliefert. Eine jüdische Interpretation dazu ist nachzulesen unter: http://www.gnadenkinder.de/board/sho...0502#post40502 Posting #35
lehit
Isaak
Ich glaube an Jesus, wie er in den Evanglien geschildert wird. Aber wenn ich nur das täte, wäre er mir in der Tat fremd und nicht mehr als eine theoretische Möglichkeit in meinem Kopf.
Auf Grundlage der Evangelien habe ich diesem Sohn Gottes mein Leben übergeben. Er hat meine Schuld vergeben und mich heil gemacht. Und so lebe ich tagtäglich aus der Beziehung zu ihm. Er ist in meinem Denken und Fühlen, ich rede mit ihm und er mit mir. Und durch ihn kann ich etwas von der Liebe des Vaters begreifen.
Geli
Liebes Kerzenlicht,
du fragst mich im Thread: click it ►Gnaden Reich◄ click it was Jesus Christus für mich Bedeutet.
Ich lese in der Christenbibel einiges über Jesus Christus und noch mehr darin, von anderen Schreibern, was und wer er sei.
Ich finde in der Gesamtheit der Christenbibel und christlichen Lehre keinen Bezug mehr zur Tora, sondern eher komplette Änderungen im Verstehen dessen was wir Juden in aus der Tora, dem Talmud und allen jüdischen Abhandlungen verstehen und unseren Glauben schenken.
Die Verse über und von Jesus Christus zeigen mit Überlieferungen von Geschichten, von und über eines Juden, von welchen man scheinbar nicht einmal mehr seinen Namen kannte, als man begann diese Geschichten aufzuschreiben.
Für mich scheint es ein Jude gewesen zu sein, über welchen man mehr zu wissen scheint als man wirklich wissen kann.
Shalom
Isaak
Geändert von Isaak (15.12.2008 um 15:56 Uhr)
Ich kenne den inhalt des Talmuds und der Tora nicht. Ich weiß nur, das sie Lehrbücher sind, die im Laufe der jüdischen Geschichte von gelehrten Rabbis niedergeschrieben wurden. Ob dort auch die Schriften Jesajas oder anderer biblischer Profeten enthalten sind, weiß ich nicht. Andererseits warten gläubige Juden immer noch auf den Messias. Irgendwo muss also in den jüdischen Schriften ein Messias erwähnt sein.
Mag sein, dass die Juden zur Zeit Christi einen Nachkommen David's erwartet haben, der den Thron Davids besteigt und im weltlichen Sinne wieder König in Israel sein würde.
Diese Hoffnung hat Jesus von Nazareth nicht erfüllt. Aus christlicher Sicht war sein Königtum eher himmlischer Art und seine Lehre sollte das mosaische Gesetz erfüllen.
Shalom
Kerzenlicht
Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben
Liebes Kerzenlicht,
da erklärst du mir deinen Glauben.
Daran rühre ich nicht, denn Glauben ist frei und muss frei bleiben.
Und dein Glaube erklärt mir nicht wer Jesus war sondern wie du an ihn glaubst.
Dir einen lieben Gruss
Isaak
Das ist die katholische Lehre wie sie auf dem Konzil von Nizäa beschlossen wurde und wie man sie auch in der lutherischen Kirche wieder findet. Bedenklich ist, dass dieses nizäische Glaubensbekenntnis von Kaiser Konstantin festgeschrieben und seitdem kaum infrage gestellt wurde.
Ich denke, dass es jedem Christen freigestellt sein sollte, dieses Glaubensbekenntnis zu überdenken.
Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben
Okay,
noch ein Glaubensbekenntnis.
Shalom
Isaak
Ich kann dir nicht erklären, wer Jesus war. Das mag jeder für sich selbst herausfinden. Ich kann Dir noch nicht einmal sagen, wie ich ihn erfahren habe. Ich kann aber zumindest sagen, dass man ihn findet, wenn man ihm nachfolgt.
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Ein Leben ohne Liebe ist ein Leben gegen das Leben
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