Damit meinst du doch nicht die Schriften selbst, sondern ihre Interpretation? Dann stimme ich dir zu.
Wenn du aber die Schriften selbst meinst, dann kann ich dir nicht zustimmen.
Denn Jesus hat gesagt: "Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." (Mt. 5:18.)
Wie Jesus, so auch seine Jünger, waren Juden, die allerdings eine ganz andere Interpretation der Schriften an den Tag legten. Eine Interpretation, die von den Juden, die sich an die traditiolelle Interpretation halten, bis heute nicht akzeptiert wird.
Das N.T. ist eine Interpretation der Thora. Und die Kirchenlehren mit ihren Dogmen, sind Interpretationen dieser Interpretation.
Der Talmud ist auch eine Interpretation der Thora, die im Gegenzug zum N.T. verfaßt wurde.
Wie die Christen die Schriften (das A.T. und das N.T.) nur durch die Brille der Kirchenlehren sehen, so sehen die Juden die Thora nur durch die Brille des Talmuds.
Darum können beide die richtige Interpretation, das N.T., nur teilweise verstehen.
Das sieht man aus dem Unmut der Christen über die Zitaten aus dem N.T., die ihre Ansichten der Falschheit bezichtigen, wie auch aus dem Angriff der Juden auf das N.T.
Die Reformation war so ein Versuch, im eigenen Haus anständig aufzuräumen. Leider ging er nicht bis in die Wurzeln.Zieht euch endlich mal an eurer eigenen Religionsnase und räumt in euren Häusern anständig auf. Da habt ihr wahrlich genug zutun.
Womit die Juden allerdings nicht prahlen können. Der Talmud wird nicht in Frage gestellt. Nun, es kommt noch:
"Über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man über den Erstgebohrenen weint." (Sach. 12:10)




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