Lieber Isaak, danke für dein lächeln, das eventuell ein belächeln sein könnte. Ich möchte dir mit Martin Buber, David Flusser, Joseph Klaussner und Pinchas Lapide antworten, die alle genau in dem bestrebt waren, was du zum lächeln findest.

Buber: „Jesus habe ich seid meiner frühsten Jugend auf als meinen großen Bruder empfunden. Dass die Christenheit ihn als Gott und Erlöser angesehen hat und ansieht, ist mir immer als eine Tatsache von höchstem Ernst erschienen, die ich um seinet- und um meinetwillen zu begreifen suchen muss.“ (Bruder Jesus)

Flusser: "Es muss für Juden eine historische Pflicht sein, uns der historischen Persönlichkeit Jesu und dessen ursprünglichen Lehren zu stellen. Es geht nicht um weniger als einen großen Sohn Israels, der den Völkern zum Leuchtfeuer wurde.
Wir haben genug Anhaltspunkte den Kern seiner eigentlichen Lehre herauszustellen und werden feststellen, sie ist kein Sondergut des Judentums, sondern gelebter Glaube Israels. Gleichwertig den Großen seiner Zeit."

Klausner: "Lass uns das hellenistische - römische Mäntelchen unseres edlen Sohnes Rabbi Jeschua ablegen und ihn endlich wieder nach Hause holen, nach Erez Jisrael, zu lange schon hat man uns diesen vorenthalten und missbraucht für böse Zwecke." Joseph Klausner (Jesus von Nazareth)


Lapide: „Wenn wir die Grundfrage stellen, was Juden und Christen voneinander trennt, so ist die unumgehbare Antwort: ein Jude. Zwischen uns steht seid fast zwei Jahrtausenden ein frommer, gottesfürchtiger Jude, der das Himmelreich bringen wollte, in Eintracht und Frieden – sicherlich nicht in Haß, Spaltung oder gar Blutvergießen.“ (Die Auferstehung S. 9)


Samu