Hallo Hubi,
danke für die Fortsetzung des ersten Teiles deiner (m. Ea) sehr wertvollen (Denk-) Anregung zum Dreieinigkeitsgedanken.
Etwas irreführend, finde ich jedoch die Bemerkung, dass schon dem Begriff "Sohn" zu entnehmen wäre, dass ihm ein Anfang eigne. Vielmehr ist ihm anzusehen, dass dem Satzgegenstand (Gegenstand der Unterhaltung) ein Name in lautlicher Nähe zur "Sühne" gegeben ist. Auch "Ibn, Ben oder Bin" steht nicht wirklich für "Nachfolger" im zeitlichen Sinne des Wortes, sondern für den FOLGSAMEN, der sich dem Namen entsprechend "1 zu 1" an die Weisungen des Vaters zu halten versteht. Von daher rührt auch die auffällige Ähnlichkeit zwischen dem neuhochdeutschen Hilfsverb (1. Person, singular, präsens) und dem (nhd.) "Bein", denn Bein ist es genannt, weil eins dem anderen Folgt. Dieselbe Idee ist im Prolog des Johannes aufgegriffen, denn dort (im Anfang) steht das Eine BEI od. NEBEN dem Anderen, und die altgriechische Lautwurzel des Folgens / Einander-entsprechens heißt "ibein" (aus *id-bein). Man übertrug also nicht einen alten Namen auf einen neuen Satzgegenstand jüngerer Theologie, sondern von Theologie auf das Profane.
Anders ausgedrückt: Adam ist nicht wirklich "Vater" und seine beiden Söhne sind nicht wirklich "Söhne", denn sie folgen ja nicht. Darum ist ja auch der atheistische und muslimische Kommentar so lächerlich, der dem Katholiken vorzuwerfen versucht, er personifiziere (vermenschliche) Gott und hänge ihm auch noch einen Sohn an. Tatsache ist, dass sich der Mohammedaner selbst personifiziert und einen Sohn anhängt, denn dieser Name war ursprünglich ein rein theologischer Begriff, und ausnahmslos jeder Atheist nennt sich schon selbst einen "Herrn" oder "Vater", wie sich einst die Pharaonen (F'rauen!) selbst Gott / Götter genannt haben. Der biblisch bezeugte Hick-hack um den Begriff "Herr" ist ja noch hinreichend bekannt - den Schreibern machte der Probleme von Anfang bis Ende.
Allen Rest deiner Erläuterungen muß nun erst mal außer Acht lassen, denn ich schrieb schon dies bisschen fast eine Stunde lang, und zwar Online.
Liebe Grüße



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