Mk 6,7 7 Und er ruft die Zwölf herbei; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister.
12, weshalb 12? Was bedeuten Zahlen?
Zwölf, die Gruppe, was sagt uns die heute noch? Sind diese 12 nur noch einfach jene verstorbenen Menschen? 12 Monate, 12 Tierkreiszeichen, 12 Stämme Israels.
6 + 6 = 12
Das bedeutet die Welt, 6 Schöpfungstage in der Erscheinung und 6 Schöpfungstage im Verborgenen, oder im Bewusstsein und Unbewusstsein. Dies gilt im hier und jetzt zu verbinden, darin ist die Vollmacht. Es ist die Einheit, das Verbindende, nicht das trennende, wie man so oft erlebt.
Oder 2 mal 6, die 2 beth, zeigt das Gegensätzliche oder das Dazwischenliegende.
3 + 4 + 5 = 12
3 sind auch die Väter: Abraham, Isaak und Jakob. 4 sind die Mütter: Sarah, Rebekka, Lea und Rahel. 5 ist die Frucht, das Kind, die Kinder. Es heisst: Die fünf Bücher Mose sind das Kind der Begegnung Gottes mit der Welt. 5, der Buchstabe ה He wird oft mit dem Buchstaben Chet חverwechselt, 5 und die 8, die Frucht 5 mit der 8, dem Kommenden, dem Jenseitigen.
3 x 4 = 12
3 ist ja das männliche, 4 das weibliche, wieder das innere und das äussere. 3x4 gibt eine Fläche von 12 Feldern, so stellt sich die Welt dar, in den Begegnungen der 12 Felder. Das männliche und weibliche begegnen sich in unterschiedlichen Ebenen. Jeder Mensch ist männlich und weiblich, wie schon mal gesagt.
So zeigt sich auch die Welt. Der Mond, das Weibliche, die Sonne das männliche. Sonne mal Mond ergibt ein Jahr, 12 Monate und 12 ganze Mondphasen. Das Jahr zeigt sich in verschiedenen Feldern, Frühling, Sommer Herbst und Winter, alle zusammen ergeben die Eins, das ganze. Es ist nicht nur Sommer, oder Frühling, wer nur dies will, hat unreine Geister, widersteht dem Göttlichen, er denke irdisch, profan. Wer nur „Mann“ sein will, oder wer nur „Frau“ sein will, löst sich aus dem Ganzen hinaus, wird starr und stur. Das Verborgene muss im dem Erscheinenden begegnen.
So zeigt sich in der 12 die Variationen des Menschen. Und diese 12, diese Möglichkeiten sollen über das Profane im Menschen herrschen um zu leben. Wir müssen ja diese Dinge nicht ausserhalb von uns suchen. Sicher ist es auch ausserhalb, aber ich bin ja auch ausserhalb des andern. Nicht dass das Profane das Handeln des Menschen bestimmt. Den eigenen Splitter im Auge entfernen.
In die Welt hinausgehen bedeutet, sei mit der Welt verbunden, sie geht dich was an. Hunger, Angst, Kriege, Hass, aber auch Liebe und Glück. Fischer sein, Menschen aus der Zeit, zu fischen, aus der Gefangenschaft der Zeit befreien, das habe ich ja auch schon erwähnt.
12 mal die 12, wenn sich so geheiligte multiplizieren, ergeben dann 144, und in den tausenden die 144000 in der Offenbarung. Tausend, die Eins, die Einheit, „Elef“, wie die „Alef“, die eins. Es sind da nicht der Zahl nach 144000 gemeint, nicht zahlenmässig wörtlich, das wäre ja nicht gerade viel, sondern von der Bedeutung her. Es zeigt das Erlöste, das Umfassende, diejenigen, die das jenseitige mit dieser Welt verbinden.
Lehit
Alef
(Gedanken aus dem Buch von Friedrich Weinreb über Markus)
http://www.weinreb-stiftung.org



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