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  1. #1
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    47

    Pfeil endzeit - Menschen immer verschlossener dem Glauben gegenüber ?

    Ich wollte Euch mal fragen, ob Ihr auch diese Erfahrung macht. Ich habe irgentwie das Gefühl wie wenn die Menschen dem Glauben gegenüber immer verschlossener werden. Wie ja sehr deutlich zu spüren ist, leben wir ja in der Endzeit und ich denke, es hat damit zu tun, das die Menschen kaum noch empfänglich sind für das Evangelium. Ich habe schon in verschiedenen Foren geschrieben, und größtenteil die Erfahrung gemacht, das für die Menschen der Name Jesus ein rotes Tuch ist.
    Bei einigen hat sich nach mehreren Monaten die Einstellung ein bisschen geändert, was ja schon mal ein Lichtblick ist. Aber ich merke das die Menschen im allgemeinen für Esotherik oder Buddismus viel offener sind als für das Evangelium.Ich frage mich ob es echte Bekehrungen in der heutigen Zeit überhaupt noch gibt?
    was macht ihr da so für Erfahrungen ?


    Liebe Grüße

    Lena

  2. #2
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    2.934

    Standard

    Wir leben in der Endzeit?
    Was bedeutet Endzeit?

    Ende der Zeit?
    Ende wovon?
    Was ist nach der Zeit?
    Was ist denn ohne Zeit?
    Was war vor der Zeit?
    Was ist denn Zeit?

    Endzeit? Weltuntergang? Apokalypse?

    Zeit, Äon (gr) oder Olam (hebr), Zeit die uns gegeben wurde?
    Kann in der Zeit das Jenseitige gefunden werden?


    Glauben, vermuten, ahnen, denken, wissen?
    Konfession, Glaubensbekenntnis, Religion, Kirche, Dogma.
    Glauben an oder glauben zu?
    Weshalb glauben?
    Glauben, wer glaubt nicht?


    Bekehrung?
    Evangelium, gute Botschaft?
    Was ist gute Botschaft?
    Was hat Bekehrung mit Evangelium zu tun?
    Wovon bekehren?
    Wohin bekehren?
    Was ist echt bekehrt?


    Verschlossen ist nicht offen, kein Durchgang.
    Verschlossen ist auch, kein Verständnis gegenüber den andern.
    Verschlossen ist auch, keine Liebe gegenüber den andern.
    Verschlossen ist, nur das eigene zu sehen.

    Verschlossen ist, nur die eigene Sichtweise als die absolute Wahrheit und das Einzige zu betrachten.



    Lehit

    Alef

  3. #3
    samu Gast

    Standard

    Ja Alef, da bleibt, zumindest mir, nix übrig als zu sagen, du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen!

    Samu

  4. #4
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    7

    Standard

    Danke Alef für deine Gedanken.

    Liebe Lena

    Zitat Zitat von Lena
    Wie ja sehr deutlich zu spüren ist, leben wir ja in der Endzeit....
    Wir Menschen leben in allen Zeitepochen immer in der Endzeit. Wir sind körberlich sterblich also leben wir jede Sekunde in unserem Leben in der Endzeit für uns. Ich betone noch einmal für uns.

    Könnte es sein, dass du krampfhaft versuchst den Menschen die in deinen Augen verloren sind das Evangelium zu Predigen. Wundere dich nicht, wenn es nicht ankommt. Gott ist derjenige der die Herzen der Menschen zu sich wendet - wir können das gar nicht. Je mehr du über Gott redest wenn sie noch nicht bereit sind, desto mehr werden sie sich sperren.
    Aber ich merke das die Menschen im allgemeinen für Esotherik oder Buddismus viel offener sind als für das Evangelium.
    Das wundert mich überhaupt nicht. Buddismus geht ganz heftig mit Liebe einher und genau das suchen die meisten Menschen. Wie oft ist mir gerade im Christlichem Lager aufgefallen dass man eher übereinander herfällt anstatt sich zu lieben.
    Esotherik geht mit Wunder einher und das zieht eben immer wieder viele Menschen an. Sensationen und Wunder das ist es was sie suchen.
    Ich frage mich ob es echte Bekehrungen in der heutigen Zeit überhaupt noch gibt?
    Aber sicher bekehren sich heute noch Menschen. Aber Umkehr ist ein Prozess der dauert. Umkehr bedeutet ja, dass man Dinge die in den Augen Gottes nicht gut für uns sind, dass man an diesen Dingen arbeitet und versucht sie sein zu lassen. Und da es Prozesse sind und ein Weg ist den man auf Gott zugeht ist das nicht gleich immer sichtbar. Aber Gott hat doch Zeit - er lässt uns auch Zeit uns zu verändern. Es ist nicht wichtig dass du siehst, dass Menschen zu Gott umkehren es ist wichtig dass Gott sieht dass der Mensch sich bemüht.

    was macht ihr da so für Erfahrungen ?
    Seit ich locker geworden bin, weil ich weiß, dass ich keinen Menschen zu Gott hin bewegen kann, mache ich in erster Linie mal für mich bessere Erfahrungen - weil ich jeden nehmen kann wie er ist. Und mein Mitmensch fühlt sich in meiner Gegenwart auch wohler, weil ich keinen Druck mehr ausübe.
    Also versuche du einfach nur auf dich zu schauen und nicht mehr nach anderen. Ich denke wir haben mit unserem Leben genug zu tun um dies Gottgefällig zu leben.

    Ganz liebs Grüßle
    Fisch

  5. #5
    geliebtes Korn Gast

    Standard

    Hallo Lena,

    (und wer auch sonst noch mitliest ;-))

    "du mußt dich bekehren... sonst bist du verloren, von Gott getrennt..."...
    wie oft habe ich das von Klein auf gehört, aber nichts verstanden.
    Das hat mir unendlich Angst, später Rebellion und extremes Chaos gebracht.
    Weißt du, es ist ja nicht unbedingt falsch, wenn Christen unbedingt anderen Menschen helfen wollen.
    Aber als ich deine Zeilen las, würgte es mich wieder für ein paar Schrecksekunden.
    Jesus setzte sich hin zu Menschen, die ihn nicht mal suchten.
    Jesus begegnet Menschen, die so tief im Dreck der Schuld sitzen, dass sie menschlich betrachtet, nicht mal mehr in der Seele atmen konnten, ohne zu ersticken.
    Jesus ruft nicht einfach: "Los, bekehrt euch endlich!"
    Ich gebe zu, ich bin auch noch immer nicht so 100% ig frei von diesem engen Denken, bis heute nicht.
    Aber eines versuche ich mir immer und immer wieder klar zu machen:
    Menschen sollen erkennen, dass GOtt ihr Vater sein will, sie liebt, Gemeinschaft haben möchte...
    mach ihnen deine Liebe sichtbar, statt um Bekehrungserlebnisse zu ringen.
    Kein Mensch sucht nicht nach dieser Liebe und Geborgenheit, so glaube ich, manche könnens vielleicht nur gut verstecken oder ersatzweise ausfüllen ;-)

    Jesus sagt, wir sollen selbst Gott kennenlernen, selbst Licht werden, um für andere Licht zu sein.
    Lehn dich zurück, genieß einen Kaffee... vielleicht klingelt das Telefon und ein Mensch kann durch deine Ruhe erkennen, dass Gott ihn liebt...
    Aus Angst vor "Verlorensein" entsteht kein Lieben, keine freie Entscheidung, mit Gott leben zu wollen.
    "Das Evangelium" sagt, So sehr hat Gott die Welt geliebt..."
    das möchte Gott, dass wir das erst mal nicht nur im Kopf sondern durch und durch verstehen und leben...

    Vielleicht habe ich mich auch geirrt, und du meintest es gar nicht so erdrückend. Vielleicht fehlten auch MImik und Gestik, um deine Gedanken richtig zu verstehen...
    Siehst du? nur Gott sieht alle Menschen, wie sie sind, wo sie sind, was sie suchen, denken... und nur Gott kann ziehen, zu sich, zur Gemeinschaft.
    Nur das, was du selbst erlebt, erkannt hast, wirst du glaubhaft auch anderen vorleben...


    alles Liebe Körnchen

  6. #6

    Standard

    Ich denke es liegt daran, daß die Menschen nun eine große Phase der Emanzipation hinter sich haben, in der viel Wissen und gesellschaftliche Umstrukturierung stattgefunden hat und sich eine Religion wie das Christentum nun nicht mehr halten kann.
    Naja drastisch formuliert, die Leute haben gemerkt, daß das Christentum auf Lügen basiert, in sich nicht logisch ist, mit dem heutigen Wissensstand nicht haltbar ist... eben ein Quatsch unter vielen ist.

    Ich finde das gut, ich habe mich ja selbst bewußt von dem sogenannten Evangelium abgekehrt.

    Daß Esotherik und Buddhismus Anklang finden wundert mich gar nicht (auch wenn ich persönlich damit nichts anfangen kann), denn sie stellen nicht diesen Absolutheitsanspruch und drohen bei Nichtglauben nicht sonstwas für Folgen an. Den meisten Leuten bringen diese angewandten Theorien im Leben wohl mehr Erfüllung als ein ständig erhobener christlicher Zeigefinger, Missionsauftrag, verdümpelte Marienlächelsingerei...

    Ich glaube zwar immernoch an Gott, aber das Kapitel Christentum ist für mich abgeschlossen und ich wünsche noch vielen weiteren Menschen diese Erkenntnis.

    P.S: Daß wir in der Endzeit leben, glauben die Menschen schon seit 2000 Jahren. Ich sag euch wir werden vermutlich auch in 1000 Jahren noch hier sein und nichts Endzeit
    Alle sinnlichen Genüsse regen bei edlen Naturen den Geist an. Bei unedlen Naturen jagen sie ihn davon. - Waldemar Bonsels

    Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht. - Sextus Empiricus



    )O(


  7. #7

    Standard

    einen abolutheitsanspruch hat gott aber schon immer gestellt, nicht erst seit Jesus auf die erde gekommen ist..

    hallo Lena,

    ich kann deine erfahrungen nicht wirklich bestätigen. also einerseits weiß ich zwar was du meinst, weil halt viele wirklich ziemlich verschlossen sind. aber es gibt auch wirklich viele die auch heute hier in deutschland ernsthaft auf der suche sind und auch offen und erreichbar für das evangelium. und auch leute die eigentlich gar nicht so auf der suche sind, können für die botschaft von Jesus und seinem werk offen sein, wie ich auch schon selbst erlebt habe.
    dass sich durch so manche foren schnell ein gegenteiliger eindruck breit machen kann, verstehe ich natürlich, aber davon brauchst du wirklich nicht auf die allgemeinheit schließen.
    ich weiß ja nicht, wie du so versuchst von Jesus zu erzählen oder auch allgemein über das thema zu reden, das ist ja in deinem beitrag nicht zu erkennen gewesen, aber ich kann dir auf jeden fall empfehlen auf jeden möglichst individuell einzugehen, da sich nicht alle von den gleichen worten und der gleichen art erreichen lassen. also wobei natürlich klar ist, dass die eigentliche botschaft die gleiche bleibt.
    wichtig ist auf jeden fall die leute nicht religiös zu erschlagen, weil das denke ich bei den allermeisten eher das gegenteilige bewirkt, als dass man erreichen will. berichte authentisch, falls du das nicht eh schon tust, dann ist das auch glaubhaft.
    außerdem denke ich ist es sehr wichtig zu beten. das spielt oft eine viel entscheidendere rolle, als das reden selber, meine ich. leute haben auch allein schon weil für sie gebetet wurde zu gott gefunden, ohne dass man überhaupt versucht hat sie mit worten zum glauben zu führen.
    und ich kann dir jeden fall bestätigen, dass es heute viele bekehrungen gibt. und ich denke es werden noch viel mehr werden.

    tomkat
    Geändert von tomkat (29.05.2008 um 14:55 Uhr)

  8. #8

    Standard

    Es geht nicht um den Absolutheitsanspruch Gottes, sondern um den Absolutheitsanspruch einiger Religionen, die behaupten, der einzige Weg zu Gott zu sein. Was natürlich in keinem Fall der Wahrheit entspricht
    Alle sinnlichen Genüsse regen bei edlen Naturen den Geist an. Bei unedlen Naturen jagen sie ihn davon. - Waldemar Bonsels

    Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht. - Sextus Empiricus



    )O(


  9. #9

    Standard

    tja, das ist dann halt eine glaubensfrage, was das wort gottes ist und was nicht.

  10. #10
    Larson Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Lena
    Ich wollte Euch mal fragen, ob Ihr auch diese Erfahrung macht.
    Ja und nein, muss ich da sagen. Freilich - allein, wenn man sich die Nachrichten des Tages ansieht, kann man zu dem Schluss kommen, dass unsere Zivilisation "kurz vor dem Kippen" steht, besonders die zunehmende Gewaltbereitschaft in vielen Lebensbereichen finde ich erschreckend. Jugendliche, wie in England, die einander mit Messern abschlachten - in diesem Jahr bereits 14 allein in London.

    Ich bin "Mod" in einem anderen Forum und war schon Mitglied in einigen christlichen und nichtchristlichen Foren. Da fällt mir auf, dass auch die verbale Gewaltbereitschaft zuzunehmen scheint.

    Andereseits: ich betreue Jugendliche, die in ihrer Schule Probleme haben aufgrund von vielerlei Faktoren. Kaputte Familie, überlastete Eltern, Arbeitsosigkeit usw. Und bei vielen dieser Jugendlichen scheint mir die Verstocktheit und die "coolness", mit der sie sich umgeben, eine sehr dünne Fassade zu sein. Die Generation ihrer Eltern hingegen ist oft ratlos, hilflos, sieht händeringend zu, wie ihre Kinder im Sumpf versinken und trauen sich nicht - und können es oft auch nicht - beherzt hinzulangen und ihre Kinder auf den richtigen Weg zu stellen.

    Und viele solcher Kinder sind inzwischen auch wieder erwachsen und haben Kinder.

    Sämtliche Studien dieser Welt laufen ins Leere, weil sie nicht berücksichtigen (können), dass die Gottesferne das große Problem von uns Heutigen ist.

    Aber wir können diesen Menschen Gott nicht "predigen" - oder doch nur in seltenen Fällen. Es hilft auch nicht, sie zu "schütteln" - das erleben sie sowieso täglich. Was wir Christen ihnen anbieten können ist Ruhe, Liebe, Zuverlässigkeit und Gehör.

    Freilich - die Wahrheit über den Lohn der Sünde dürfen wir ihnen nicht verschweigen. Aber vielleicht müssen wir nicht damit werfen? Ich habe oft mitbekommen, dass Christen sehr dafür sind, den Ungläubigen rigoros und unverblümt die Tatsache vor den Latz zu knallen, dass nur mit der schleunigen Hinkehr zu Jesus Christu ihr Leben geretten werden kann. Dabei verwechseln meiner Ansicht nach diese Christen in ihrer brachialen Frömmigkeit die Pharisäer mit den einfachen Menschen.

    Pharisäern sollte man vielleicht so begegnen. Aber dem 15jährigen Jungen, der mir heute hilflos davon berichtet, dass er immer wieder patzig und pampig wird, obwohl er es doch gar nicht will? Oder dem jungen Familienvater, der nicht weiß, wie er das Geld für seine Familie zusammenbekommen soll, weil sein Job trotz 12Stundentag nicht genug einbringt? Der alleinerziehenden Mutter, die Angst hat, dass sie ihr Kind nicht richtig versorgt und man es in eine Pflegefamilie stecken könnte?

    "Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken", sagt Jesus. Helfen wir diesen Menschen doch dabei. Nicht jede Aggression können wir überwinden und nicht jede Verstocktheit aufweichen.

    Aber einfach jemanden "schnappen", bei dem wir sehen, dass es nötig ist, und anfangen. Gott zeigt uns schon, wie.


 

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