Eben. Wenn man aber mit Vorurteilen an die Bibel rangeht, kann nichts wahrheitsgemäßes rauskommen.
Das ist bereits ein Vorurteil, der aus der Perspektive der heutigen Gesellschaft entsteht.Zusätzlich gibt es Protagonisten mit zweifelhaftem Verhalten wie dieser Paulus des NTs dieser Bibel. Widersprüche und Ungereimtheiten ließen auch Bibelforscher genauer hinschauen und analysieren. Hier gerieten zwei Foristen in eine Auseinandersetzung darüber... und ich frage mich nun, inwiefern umstrittene Personen wie z.B. Paulus für einen guten Lebensalltag wichtig sein könnten. Wie sehr brauchen wir die Bibel für einen gelingenden Lebensalltag?
Noch im Mittelalter wurden Frauen als Eigentum des Mannes angesehen. Und in der Antike wurden sie gekauft und erbeutet, auch in Israel. Dazu kann man viele Bibelzitaten bringen.
Und Alef erzählt wieder mal ein Märchen, daß in der Torah steht nicht daß die Frau dem Manne untertan sein soll.
"Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen." (Gen. 3:16)
Paulus akzeptiert nur die gegebene Umstände, b.z.w. empiehlt in den gegebenen Umständen ein ehrenvolles Leben zu führen, um kein Anstoß zu sein.
Seine eigene Sichtweise aber stellt er folgenderweise dar:
"Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr seid einer in Christus Jesus." (Gal. 3:28)
Ein absolut revolutionärer Gedanke für die damalige Zeit: Gleichberechtigung für alle. (Etwas, was die Juden z.B. immer noch nicht verkraften können, nämlich daß sie mit anderen Völkern gleich gestellt sind, und keinen Vorteil bei Gott haben. Sie sind doch das auserwählte Volk!)
Und die vermeintliche Wiedersprüche und Ungereimtheiten bei Paulus sind nur der Sichtweise der Bibelforscher zu verdanken. Einer gesetzlichen Sichtweise: es müssen alles Gebote und Verbote sein.
Im N.T. gibt es aber nur ein Gebot, alles andere sind Empfehlungen und Ermahnungen.
Herrman Janzen beschreibt in seinem Buch "Im wilden Turkestan" wie er unter den Moslems in Usbekistan gepredigt hat. Um Erfolg zu haben, schreibt er, muß man sich als Usbeke kleiden, in ihrer Tschajchana(Teestube) mit ihnen sitzen, Teee trinken, und auf Grund des Korans Jesus predigen.
Von solcher Anpassung schreibt Paulus.
Wer aber auf seine Lebensweise dermaßen stolz ist, daß er sie unbedingt aller Welt präsentieren muß, der versteht natürlich Paulus nicht.






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