Die Bibel ist KEIN copyright Gottes, das ist kirchliche Lehre und Dogmatik. Der Vers aus Offenbarung bezieht sich auf die Offenbarung des Johannes selbst (es heisst: ... den Worten des Buchs DIESER Weissagung ... , was sich ja ausdrücklich auf die Offenbarung bezieht), und sicher nicht auf die von der Kirche zusammengestellten Schriften. Also man baut auf sich selber, auf die eigene Lehre. Und genau gegen solche Dogmatik lehrte Jesus, dem steten menschlichen hinzufügen dem, was der Ewige selber als Rahmen gegeben hat.
Tja, und wenn man schon beim Ändern sind, weshalb denn Sonntag und nicht Shabbat? Es ist die Kirche, genau diese, die dogmatisierte, die die 10 Gebote umschrieb. Und das gegen die konkrete und ausdrückliche Anweisung, solches zu unterlassen. Somit erklären ja genau jene Teile der Bibel für ungültig, die ein „Ungültigerklären“ verurteilen und ausschliessen, und Lehren stattdessen Trinität und anderes, was weit entfernt der Lehre Jesu ist.
Dass der Ewige diesem NT nicht so Sorge getragen hat (denn es ist ja Menschenwerk, sicher von Gott inspiriert wie du und ich, aber sicher nicht von Gott diktiert), wie du meinst, (von der nur fragmentarischen Überlieferung, und deren Redigierung nach der Lehre schweige ich mal) ist an vielen Stellen offensichtlich, wo sie einfach Dinge anders lehrt, als der Grundlage Gottes aus der Tenach, wo sie, das NT, in sich selbst widersprüchlich und ungereimt ist (davon kann man ja einiges auflisten) und dazu kommt, dass die Lehren Paulus sehr eigenwillig sind (zB dass das Gesetz ein Fluch sei!). Ja dass sich die Christenheit eigentlich sich nur auf die Aussagen Paulus beruht, und weniger auf die eigene Lehre Jesu.
Wenn du, Larson, für dich das NT und damit natürlich auch die Lehre der Kirche, denn diese bestimmte ja was im NT kanonisiert worden ist, als absoluten Massstab nehmen willst, ist es deine Sache, dann gilt es genau für dich allein, aber du kannst es nicht als allgemein gültig und für Absolut erklären, denn deine Ansicht kommt aus deiner von der Kirche vordefinierten Lehre.
Zudem, wurde denn den Nationen von Gott ein Gesetz gegeben, wie sie dem Volke Israel am Sinai gegeben wurde? Steht nur auch irgendwo annähern so etwas im AT? Wenn du meinst, dass nun Jesus genau dieses Gesetz vom Sinai erfüllt hat und musste, was soll es dir bringen, der du doch überhaupt nicht unter diesem Gesetz vom Sinai, welches explizit dem Volk Israel gegeben wurde, stehst, zudem Jesus ja klar sagte, dass er NUR für die verlorenen (!) Schafe Israel gesandt sei (Mt 15,24)?
Welche Gesetze gab Gott denn dem Menschen überhaupt?
Das Gesetze vom Sinai, die Torah ist nicht dazu da, um vor Gott gerecht zu werden, oder dass man durch sie gerecht werden soll. Solches wäre trügerische Lehre und stellt die Weisungen des Ewigen in ein falsches Bild. Eigentlich steht ja in diesen 10 Worten nicht, du sollst nicht so und so tun, sondern du WIRST nicht so und so tun. Dieses Nichthandeln von dem, was die Beziehung stören könnte, kommt aus dieser Gottesbeziehung heraus, denn, WEN man Liebt, nach dem richtet man sich (leider vergessen das viele Eheleute und Paare und denken genau umgekehrt, dass der andere sich nach einem richten muss, was dann reiner Egoismus darstellt, was sich aber auch die Gottesbeziehung übertragen lässt, Gott bitte ... und Gott mache ...). Dies war das Anliegen Jesu in seiner Lehre mit seinen Jüngern, wie in der Berglehre (das ist ja keine Predigt in Mt 5ff sondern Lehre, ein wesentlicher Unterschied!) und in seinen Streitgesprächen.
Der Auftrag Jesu:
Nach dem Gleichnis Jesus von den ungetreuen Weingärtnern (Lk 20,9ff) kommt der Sohn, wie auch die anderen Knechte vom Besitzer, um den Ertrag von der Elite (die Schriftgelehrten erkennen sich ja als diese Weingärtner) des Weinberges einzuholen. Der Weinberg (Israel) wurde ja vom Besitzer selber angelegt.
Also Ertrag und Frucht war hier, diese Weingärtner hatten ihre Arbeit also nicht nur schlecht gemacht, sie haben gehegt und gepflegt (und so sagt Jesus auch, dass das Volk tun soll, was die Schriftgelehrten sagen, nur nicht so handeln sollen (Mt 23,3)), nur wollten sie den Ertrag nicht gemäss Vertrag (denn solcher besteht ja zwischen Besitzer und Pächter) dem Besitzer abgeben. Wenn man den Sohn tötet, kann man nun nicht einfach Erbe werden von dem Weinberg (Erbe, Anteil; ursprünglich bezeichnet es den durch das Los zugeteilten Anteil), solches denken ist trügerisch, denn der Besitzer ist ja Eigentümer und lebt noch, der Weinberg müsste schon gekauft werden.
Christen betrachten es so, dass sie nun der Besitzer, oder zumindest die Pächter des Weingartens sind. Da steht aber nicht so hier. Der Weinberg ist ja Israel oder dann die Welt, Es meint nicht das Himmelreich. Und wenn, haben die Christen Gott wirklich die Früchte gebracht? Ist ihr Handeln so viel besser als der der Juden? Die Geschichte schreibt da sehr unrühmliche Kapitel. Schlussendlich geht es auch nicht um den Sohn, der ja nur die Bedeutung der Forderung des Besitzers an die Weingärtner ausdrückt, oder gar um eine Opfertheologie.
Also, es geht hier um die Frucht! Aber was ist nun die Frucht, die der Besitzer einfordert?
Die Weingärtner sollen die Frucht dem Besitzer bringen. Frucht erwartet man ja zu seiner Zeit, nicht zur Unzeit. Was fordert denn Gott von den Führern Israels oder von den Nationen? Die Frucht geht an den Besitzer, und nicht an den Sohn, der Besitzer bleibt Eigentümer.
Im Text geht es ja dann weiter mit dem Eckstein, den die Bauleute verworfen haben (ich weiss, jetzt klingeln schon wieder die christlichen Glocken). Dieses Zitat ist aus Psalm 118.
Worum handelt nun der Psalm 118? Es besingt die Güte und Gnade Gottes, er spricht von Befreiung aus Bedrängnis, davon, dass JHWH für mich ist und Menschen nichts antun können. Es ist besser, sich beim Ewigen JHWH zu bergen, als bei Menschen Hilfe zu suchen. Es preist die Rechte des Ewigen, wie er gewaltiges tut usw.
Ps 118,19 Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit! Ich will durch sie eingehen, Jah will ich preisen. 20 Dies ist das Tor JHWH’s. Gerechte ziehen hier ein. 21 Ich will dich preisen, denn du hast mich erhört und bist mir zur Rettung geworden.
Jah ist Rettung und so findet man hier das Wort jeshuah: Jah ist Heil. Er, Jah ist zur Rettung geworden. Dies ist dem Sänger zum Heil, zum Eckstein geworden, zur Stütze, zum Verbindenden, zum Haupt der Ecke, wie man dem Eckstein auch sagen kann.
Weiter noch ein anderer Gedanke: Hätten die Führer Israels Gott diese Frucht gebracht, Gott gegeben was ihm gehört (mehr wollte er ja nicht), so hätte der Besitzer auch nicht den Sohn geschickt. Es geht nicht um den Sohn, oder um den Erben, denn als solcher wurde Jesus ja nicht gesehen. Es geht darum, dass man Gott das bringt, was ihm gebührt. In Psalm 118 ist gut ersichtlich, was nun Gott gebührt. Nicht grosse Bauten und Werke, dass jedermann sieht, wie reich man ist und was man für Gott leistet, sondern unser Dank und unsere Anerkennung für seine Hilfe. Dies ist das Verbindende zwischen dem Mensch und Gott, nicht Opfer (und somit auch kein stellvertretendes Opfer), nicht Werke, sondern dass man Gott die Ehre gibt. So ist dies der Eckstein, das Haupt der Ecke, wo das menschliche und das göttliche zusammenkommen. Darum geht es in der Torah, alles dem den Einen und einzigen Gott wieder zuzuführen.
Ein Tor, besonders grosse Tore haben auch Ecksteine. Dann kann die darüber stehende Mauer das Tor nicht zum Einsturz bringen. So lässt sich auch durch das Tor der Gerechtigkeit gehen, nicht weil man nie Fehler gemacht hätte (denn so bräuchte es ja keine Rettung), sondern weil Jah Heil und Rettung denen geworden ist, die darauf vertrauen. Oder meinst du, dass der Stein rausfallen könnte? Oder leigt es für dich am Boden? Naja, könnte man auch noch viel darüber schreiben.
Jes 8,13 Den JHWH Zebaoth, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er sei euer Schrecken! 14 Und er wird zum Heiligtum sein und zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Klappnetz und zur Falle für die Bewohner Jerusalems.
So können wir uns selber in diesem Gleichnis erkennen. Wo wir Gott nicht die Ehre geben, und sie lieber für uns wollen. Wo wir Dank und Lob nicht an den Ewigen weiter geben, sondern unser Herz darin stolz werden lassen. Wo wir mehr wollen, als uns (vertraglich) zusteht. Wo wir es unterlassen, den Ewigen in unserem Leben zu heiligen. So will der Ewige ein demütiges Herz.
Ich denke, somit ist auch die Frage von Tomkat beantwortet, der Sohn reiht sich in der Funktion zu den Propheten. Dem Sohn ging es nie um sich selber, sondern immer um unser aller himmlischen Vater.
Tja,ist etwas viel geworden ... so hört es nun etwas abrupt auf, dass es nicht noch mehr wird.
Lehit
Alef



ist etwas viel geworden ... so hört es nun etwas abrupt auf, dass es nicht noch mehr wird. 
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