Hallo Larson
Eigentlich schade, dass du nur meinetwegen keine Mühe machen würdest, so wenigestens kommt es aus deinen Zeilen hervor.
Du hast deinen persönlichen Glauben nicht nur für dich genommen, du hast ihn auf viele ausgeweitet, und mir so auch gewünscht, dass ich diesen deinen Glauben erkennen soll, damit er mich frei machen würde. Somit denkst du, dass mir etwas fehlen würdeund zwar genau das, was du meinst zu haben, dass ich „gefangen“ sei, und befreit werden muss. Sei deshalb nicht aufgebracht, wenn dann solchen Aussagen so eine allgemeingültige Wirkung auslösen.
So ist nun deine Aussage mit den 2 möglichen Antworten nicht ganz verständlich, was nun Sache ist. Trift nun wirklich Antwort 2 auf dich zu? Grübel ... aber da du mich auch hier wider sagst, dass ich der Wahrheit die Türe zu schliesse, muss es schon das erste sein. Naja, wie dem auch sei ... man schreibt und liest unweigerlich zwischen den Zeilen, und das macht es ein bisschen schwierig und kann Missverständnisse auslösen.
Um klar zu stellen, ich habe nie gegen dein Zeugnis geschrieben, sondern nur dort, wo du kirchliche Dogmen weiter gabst, welche eben dieser Jesus nie gelehrt hatte. Ich bitte dich da schon zu unterschieden und nicht die Dinge zu vermischen. Habe ich gegen Glauben gesprochen? Doch viel mehr gegen diese dogmatischen Lehren wie Trinität, Bibel = absoulutes Gotteswort, Jesu = Gott, das waren die Punkte, die ich auch schon wiederholt aufgelistet habe. Das sind Punkte, die Jesus nie so gelehrt hatte. Das hat nun wahrlich nichts mit „glauben“ zu tun, sondern mit Gehorsam, den ja Jesus genau so verlangt.
So habe ich begründet, warum diene Aussage, dass die Bibel Gottes Wort sein soll und nichts davon geändert werden darf, ganz einfach widerlegt, dass dein Zitat aus der Offenbarung nur die Offenbarung meint, aber sicher nicht die Briefe des Paulus und andere mit einschliesst. Die Behauptung, dass ja alles da Gottes Wort sein soll, da im NT, ist eine kirchengeschichtliche Entwicklung, welche unter sehr fragwürdigen Zuständen entstand. Es ist menschliches Tun und Wollen, was da in den Mund Gottes gelegt wird. Da muss man auch Kirchengeschichte doch etwas mit einbeziehen, wie solche Dogmen zustande kamen. So konntest du deine Behauptung, die ja somit widerlegt ist, nicht bekräftigen. Zudem gibt es da zu viele Ungereimtheiten im NT, als dass es das absolute Wort Gottes sei.
Zur Inspiration: Ich denke, dass auch du inspiriert bist, deshalb ist es aber sicher nicht Gottes Wort. Da sollte doch eine klare Trennung gemacht werden. Sicher ist vieles gut und weise, was so „geisterfüllte“ Menschen schrieben, aber es als DAS Gotteswort zu betrachten, ist nun doch etwas weit hergeholt. Wenn das NT von der Schrift spricht, meint es nun in erster Linie mal die Tenach (AT), also die Torah, die Propheten und die jüd. Schriften. Im Namen Gottes reden bedeutet noch lange nicht, dass das nun Gottes Worte sind, die nun auf einmal das geschriebene Wort, die Torah abändern können. Zu Gal. Paulus ist da nicht relevant, auch wenn er meint, eine solche Offenbarung gehabt zu haben (das haben ja viele). Das berechtigt nicht, seine Episteln zum Wort Gottes zu erheben. Selbst er schreibt: prüfet alles und das gute behaltet, somit auch seine Schriften. Wie schon gesagt, lehrte Paulus wider die Torah. Jesus hielt seine Apostel nicht hin, dass danach dann noch ein Saulus kommen würde, der dann erst das Wahre Evangelium verkünden wird. Nein, so war die Lehre Jesu nun schon nicht. Nun, die Bibel ist nicht einfach so vom Himmel runtergefallen, da haben Menschen geschrieben, andere haben das abgeschrieben, dann ging vieles verloren, es zerbach und andere sammelten dann wieder ein und bauten zusammen. Dann erklärte auf einmal die Kirche was nun Gottes Wort sein soll. Sie beschönigte noch einige Dinge, damit ihre Lehr auch wirklich stimmt, aber da bei der Kirche Tradition ebenso wesentlich ist, spielt das fast keine Rolle mehr, was in der Bibel steht.
Selbst Jesu sagte, dass nichts von der Schrift, und damit meinte er die Tora und die Schriften der Juden, dass davon kein Strichlein geändert werden darf, da ist auch Paulus machtlos dagegen und er besitz diese Autorität schlichtweg nicht. Jesu war nun schlichtweg Jude, lebte und lehrte ganz jüdisch, und so sollen seine Aussagen auch verstanden werden. Dann krümmt man auch sein Aussagen nicht.
Wieder betonst du, dass ich angeblich vor der Wahrheit die Türe verschlossen halte. Vor welcher Wahrheit denn? Christliche Dogmatik, soll das Wahrheit sein, wenn mit dem gleichen Buch in der Hand, der Bibel, diese wesentlichen Behauptungen widerlegt werden können? Die Wahrheit der Schrift? Jesus verstand unter der Schrift einzig die Tenach!!
Das so genannte „Erlösungswerk“ lehrte nun Jesus schlichtweg nicht, das ist später entstanden. Nun, sicher kann ich ein Erlösungswerk Jesu erkennen, aber es entspricht nicht deinen Vorstellungen, sondern das seiner Zeit.
Diese Kinder, die da Jesus heranziehen, wussten nichts von einem „Erlösungswerk des Sohnes Gottes“. Nirgends steht, was Jesus diese Kinder lehrte. Sondern die trugen den Glauben ihre Eltern in sich. So ist in diesem Zusammenhang das deutsche Wort Glaube eher falsch am Platz, Vertrauen wäre da besser, denn der Glaube wurde ihnen von den Eltern vermittelt (im Kontext der Geschichte geht es ja ums „Grösser“ sein, das habe ich ja aufgezeigt. Sicher, man kann von Kindern viel lernen, und das habe ich auch gemacht. Aber auch das kleinste Kind, ist schon egoistisch, es will haben - haben, eines der ersten Worte, die es kann). Und dieser Glaube ist der Glaube an den Einen und einzigen Gott, so wie es Jesus auch betont hatte:
Mk 12,29 Jesus antwortete ihm: Das erste ist: »Höre, Israel: Der Herr (JHWH), unser Gott (Eloheinu) , der Herr (JWHW) ist einzig (echad); 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!« 31 Das zweite ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot.
In Matthäus steht dann noch: Kp 22,40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Diese 2 sind nicht losgelöst von den Schriften, sondern basieren auf den Schriften. Also die Torah und die Propheten geben die Grundlage dafür, wie diese Liebe verstanden und gelebt werden soll.
Er zitiert und lehrt sozusagen das Glaubensbekenntnis der Juden, und sicher kein christliches gemäss Konzilbeschluss. Jesus lehrte kein neues Gottesverständnis. Jesus lehrte Torah-Konform, ansonsten verliert es seien Messiach-Anspruch.
Vielleicht sollte man Punkt für Punkt betrachten, was nun Jesus wirklich selber lehrte und was nicht?
Lehit
Alef



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