Psalm 41
2 Glücklich, wer acht hat auf den Geringen; am Tage des Übels wird der HERR ihn erretten. .... ,6 Meine Feinde reden Böses gegen mich: »Wann wird er sterben und sein Name verlorengehen?« 7 Und wenn einer kommt, um <mich> zu sehen, redet Falsches sein Herz, er sammelt sich Schlechtes; er geht hinaus, <draußen> sagt er's. 8 Vereint gegen mich flüstern all meine Hasser; gegen mich ersinnen sie mir Böses: 9 »Verderben ist über ihn ausgegossen; und der da liegt, wird nicht wieder aufstehen.« 10 Selbst mein Freund, auf den ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben. 11 Du aber, HERR, sei mir gnädig und richte mich auf, daß ich es ihnen vergelte!


Nun, Picus

In diesem Psalm erzählt David von seinem Erleben, wie er Feinde und Freunde erfährt. Die ganze Aussage gehört eher zur Ethik und Moral, wie wir miteinander umgehen sollen, als dass es sich um ein prophetisches Wort handelt. Es kann uns jeden betreffen. Soll es nun eine Verheissung für mich sein? Nein, kaum. Das sind nun keine Prophezeiungen auf einen Messiach, sondern es ist so, wie sich das Leben zeigt.
Im NT hat es etliche so Pseudo-Erfüllende-Verheissungen, welche aber sicher keine Prophezeiungen sind auf Jesus oder den Messiach. Liest und studiert man diese Zitate in der Tenach, so ist offensichtlich, dass diese Schriftstellen „missbraucht“ werden, um etwas bestätigen zu wollen. Dazu gäbe es gute Beispiele, wie das von der Jungfrau in Jes 7,14 welches im hebräischen keine Jungfrau ist, sondern einfach eine junge Frau, die durchwegs schon verheiratet sein kann. So ist es zB keine erfüllende Prophetie, wenn zum Beispiel Jesus oder der Messiach von einer Jungfrau geboren werden sollte, denn es gibt nun mal im hebräischen Text diese Prophetie nicht. So schrumpfen dies so genannten 300 Prophezeiungen für den Messiach auf einige Duzend, und jene, die nicht erfüllt wurden, erwartet man dann in der Zukunft.


Das Wort „erfüllt“ in Joh 13,18, pleroo, von pleres, kann auch bedeuten, dass es sich wie in jenem Psalm verhält, nicht als „Erfüllung“ wie es da im deutschen übersetzt, sondern als Analogie.

Da kommt mir dann eher die Frage auf, weshalb denn diese vielen sogenannten Prophezeiungen überhaupt nötig sein sollten, basiert die Lehre Jesus, oder die der Nachfolger auf derart schwachen Grundlagen, dass sie derart bestätigt sein wollen?

Das Volk Israel brauchte auf Mose keine duzende von Verheissungen, sondern als Mose da war, wurde er durch sein Tun als Erlöser erkannt. So wird es auch beim Messiach sein.

Aber das nur am Rande bemerkt, das Thema ist ja Judas Iskariot.


Lehit

Alef