<ironie an>
Genau, die Katholiken haben schließlich Mutter Teresa, das reicht ja wohl für die nächsten hundert Jahre. So viel Gutes müssen die andern erst mal toppen.
<ironie wieder aus>
Im Ernst, die Kindergärten, Krankenhäuser und Sozialstationen zählen in diesem Sinne nicht als "gutes Werk" der katholischen Kirche, die trägt sie nämlich nicht aus eigenen Mitteln. Die Kohle dafür kommt vom Staat. Außerdem ist es eine gern genommene Möglichkeit, gesellschaftlich und politisch Einfluss zu nehmen, und nicht immer zum Guten, meiner Meinung nach. Die Debatten (Umgang kirchlicher Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitern) sind ja bekannt, die brauche ich hier nicht neu aufzurollen.
Sicher gibts da viele Mitarbeiter, die viele gute Werke tun, aber es ist nichts, was "die Kirche" sich gutschreiben kann.
Wenn der Papst fordert, die Kirche müsse sich bewegen und "zu den Rändern" gehen, dann verstehe ich das als Aufruf an jeden einzelnen. Es reicht eben nicht, zu sagen "wir haben doch die Caritas und Misereor, die tun schon genug Gutes".
Moment mal, er hat bei einer rituellen Fußwaschung zu Gründonnerstag keinen Unterschied gemacht zwischen christlichen und muslimischen Menschen. Und das in einer Umgebung (Gefängnis), in der Religion und Religionsunterschiede sowieso nicht gerade eine große Rolle spielen - vermute ich einfach mal.... nur was eben sehr neu ist dass er eben in nie vorher dagewesene Weise sich anderen Religionen zuwendet und sich damit von der Wahrheit abwendet.
Daraus abzuleiten, er "wende sich von der Wahrheit ab" und verführe andere, das auch zu tun, scheint mir weit übers Ziel hinausgeschossen. Und das hier:
ist bisher auch nur eine Behauptung von dir, zu der ich gerne mal eine muslimische Stellungnahme lesen würde. Außerdem kommt es im Zweifel nicht darauf an, wie "der Moslem" oder sonst jemand es versteht, sondern wie der Papst es gemeint hatte.Die Moslems sehen sich bei sowas in ihrer Lehre des Islams bestätigt, denn in ihrem Koran heisst es dass Moslems den Christen höhergestellt sind und sich die Christen den Moslems unterwerfen sollen, ja sogar Tribut zahlen sollen. Wenn also der Papst die Füsse von Moslems wäscht und küsst, dann versteht der Moslem des eben so dass sich der Papst dem Islam unterwirft.
Ich bin auch der Meinung, dass es in der katholischen Kirche zu viele Großkopferte gibt, die hauptamtlich damit beschäftigt sind, wichtig zu sein. Diese Bescheidenheits-Symbole, die der neue Papst einsetzt, finde ich daher begrüßenswert und hoffe, dass sich genug katholische Christen davon anstecken lassen, um in ihrer Kirche ein Umdenken in Gang zu bringen. Dass der Papst das nicht allein bewirken, sondern nur den Anstoß dazu geben kann, ist sicher allen klar.
Gruß,
Sunigol




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