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Thema: Eva

Baum-Darstellung

  1. #2
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    ...so, nachdem ich den Freiflug hinter mir habe, gehts weiter *grummel

    Die glühende, flammende rote Farbe der Eva drückt zugleich die Lebendigkeit aus, die in 1. Mose 3, 20 zum Ausdruck kommt:
    "...Eva, denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.

    Mit der linken, ebenfalls grünen Hand Gottes, welche mit ausgestrecktem Zeigefinger auf sie deutet, wird sie verdammt.

    Dagegen klingt in der tätschelnden , dunklen, rechten Hand eine väterlich versöhnende Geste an.

    Chagalls Bild überträgt damit ein viel umfassenderes Gottesbild des alttestamentlichen Jahwes, als es der Bibeltext könnte:

    Gott gefällt die Sünde zwar nicht, er verachtet sie, verdammt sie.

    Aber was ist die Sünde anderes als Abgetrenntsein von Gott, sich von Gott entfernen? Seine Liebe und Nähe nicht mehr spüren zu können?

    Trotz der auch im Bild noch sichtbaren Trennung von Gott und Mensch und trotz der Tat reicht er ihr mit der rechten Hand die Brücke, die zur Vergebung führt.
    Sie muss sie nur ergreifen...

    Betrachtet man das Bild von diesem Standpunkt aus, so ist die Geste der vergebenden rechten Hand in Verbindung mit der schuld- und schambewußten Kopfhaltung der Ausdruck eines innigen Vater-Kindverhältnisses, wie es erst später in den Gebeten Jesu auftaucht, der "Abba" (Vater) sagt.

    Für mich ist dieses Bild so herausragend, weil es zeigt, daß Gott nie der Zerstörer, der Richter, der Bewacher, der Auf-die Finger-Kucker, der Sexahasser ist und war, den einige Menschen auch heute noch gerne aus ihm machen würden.

    Gott ist Liebe, und er liebt uns Menschen wie seine Kinder.

    Amen.
    Geändert von Leandriis (05.08.2008 um 14:31 Uhr)
    «Hölle»
    das ist für Jesus eben dieser Zustand kalter Lieblosigkeit, die es schafft, die Armut anderer, womöglich bei allem frommen Sprechen von Gott einfach zu übersehen..;

    das ist der Zustand, in dem Menschen sich eingerichtet haben...und doch fehlt ihnen alles: Menschlichkeit, Wärme, Barmherzigkeit.

    Solche Menschen «kommen» nicht in die «Hölle», sie leben in der Hölle, ohne es zu merken.


    Eugen Drewermann, Jesus von Nazareth, Befreiung zum Frieden


 

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