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  1. #1
    Registriert seit
    06.12.2006
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    Standard

    Hallo Chrischi


    Ist Gott denn nur im Garten Eden allgegenwärtig? Der Ausschluss aus dem Garten Eden war keine Verdammung in die Verlorenheit. Starben denn Adam und die Eva nach dem Genuss der Frucht?
    Was starb denn da? Die Beziehung? Sicher nicht. Der Garten Eden ist nicht der Himmel, mitnichten. Dieser wird durch das Sterben des Leibes wieder gegeben, wenn die Seele zurück zum Schöpfer kehrt. War denn nicht immer, zu jeder Zeit Gott allgegenwärtig, ja es steht sogar in Mose, dass Gottesgeist in jedem Menschen wohnt.


    Wie schon gesagt, ist Gottesgeist keine Person. Schon Gott zu personifizieren ist menschliche Betrachtung. Und Jesus lehrte deine trinitarische Formel nicht. Sie ist eindeutig Kirchenlehre. Jesus bezeichnet sich nicht und nirgends als Gott oder Gottheit. Keineswegs werden „sämtliche andern Titel“ auf Jesus angewandt. Man kann zudem vieles anwenden, aber ob es sich auch so verhält und es der Lehre Jesu und der Lehre der Tenach auch entsprechen würde?


    Es wird nirgends ein Gott-Messiach in der Tenach verheissen.


    Zu deinen Fragen:
    1.) Wenn du das "Judentum" studieren würdest, auch in seiner Vielfalt, würdest du schnell merken, dass dieser „Geist des Gesetzes“, wie du das meinst zu benennen, schon lange „erfasst ist“, ja schon vor der Zeit Jesu, was ja schon allein die Aussage in Habakuk bestätigt. Nein, da wird keine Werksgerechtigkeit gelehrt, wie das durch Paulus irrtümlich (oder aus Unkenntnis?) suggeriert. Zudem gibt es immer die einen und die anderen, so gibt es ja auch „gesetzliche“ Christen, wie man so sagt.
    In Habakuk steht: Der Gerechte aber wird seines Glauben/Treue (emunah) leben. Das Leben äussert den Glauben, die Treue.


    2.) „Sohn Gottes“. So kommt es immer darauf an, was man da gerade darunter vorstellt und aussagen will. So hat das gleich unter Umständen verschiedene Bedeutungen. Nun ist es schwierig da zu sagen, wie das im aramäischen oder wie Jesus da gesprochen hat, geklungen haben mag. So bleibt nur der griechische Text, wo einfach für alles möglich das Wort „Theos“ gebraucht wird und man das immer gleichbedeutend hinstellen wird.
    Ist es denn im christlichen nicht auch ähnlich? Ist es nicht verpönt zu sagen, ich bin Sohn Gottes, oder zu sagen, ich bin heilig, und klingt das nicht anmassend? Und trotzdem will man Kind Gottes sein.

    Oder wer sagt schon von sich, dass er ein "Theos" sei, ein Elohim, Sohn des Eljon, des Höchsten (Ps 82,6)? Ist da nicht heilige Ehrfurcht, vor dem was man ist, dass man es nicht richtig wagt es auszusprechen? Und trotzdem sind wir dazu berufen? Nur ... leben wir dementsprechend?


    Lehit

    Alef

  2. #2

    Standard

    Hallo Alef,

    leider habe ich heute nicht die Zeit, auf deinen ganzen Beitrag zu antworten; doch so möchte ich auf ein grundlegendes Problem eingehen, von welchem ich glaube, dass Juden es haben - sie unterstellen den Christen eine Abweichung von den Lehren der Thora, tun im Grunde genommen aber nichts anderes.

    Zitat Zitat von Alef Beitrag anzeigen
    Und Jesus lehrte deine trinitarische Formel nicht. Sie ist eindeutig Kirchenlehre.
    Sicher ist es nach jüdischem Verständnis eine Abweichung von der Thora, wenn die Christen den Messias als ein Wesen göttlicher Abstammung betrachten. Doch wie sieht es mit gewissen jüdischen Lehren aus, die sich ebenfalls nicht in der Thora finden? Die Unsterblichkeit der Seele zum Beispiel?

    Wenn Juden sagen, der Trinitätsbegriff sei heidnischen Ursprungs, müssen sie auch zugeben, dass der Ausdruck »Unsterblichkeit der Seele«, der die Existenz des menschlichen Ichs nach dem leiblichen Tod suggeriert, ebenso heidnischer Herkunft oder zumindest im Heidentum verbreitet ist. Und doch ist die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele dem Judentum nicht fremd. Jetzt frage ich, wo im ganzen Alten Testament dieser Begriff gebraucht bzw. definiert wird?

    Der Jude, der an die jenseitige Bestrafung der Gottlosen bis zum Tag der Auferstehung glaubt, kann sich ausschließlich auf das Neue Testament berufen (Luk. 16, 19-31; 2. Petr. 2, 9), denn im Alten Testament ist ein solcher Gedanke nicht verankert. Auch die Lehre von der ewigen Verdammnis ist im Alten Testament nur wage angedeutet (Jes. 66, 24), und sie findet sich in voller Form erst im Neuen Testament (Matth. 5, 22. 29. 30; 10, 28; 18, 9; 23, 15. 33; 25, 46; Mark. 9, 43-47; Luk. 12, 5; Jak. 3, 6; Jud. 7). Trotz allem scheint die jüdische Eschatologie hinsichtlich dieser Themen der christlichen sehr nahe zu stehen. Weshalb ist das so? Könnte es sein, dass das Judentum dem Christentum deshalb nicht so fern ist, weil die Juden (a) entweder wie die Christen, denen sie es unterstellen, vom Heidentum beeinflusst wurden, (b) von christlichen Lehren abgeschrieben haben oder (c) eine allgemein bekannte Vorstellung übernommen haben, obwohl diese sich im Alten Testament nicht findet?

    So sehen wir, dass (wenn die christliche Lehre falsch ist, weil sie nicht ausschließlich auf dem Alten Testament aufbaut, an das Jesus Christus geglaubt hat) das Judentum genau so falsch sein muss, denn grundlegende im Judentum verankerte Lehren finden sich weder in der Thora noch in den Propheten – wohl aber in einem kleinen schlauen Handbuch für Sektenführer, »Talmud« genannt …

    Ganz liebe Grüße
    Chrischi
    "An die Gemeinde Gottes, ... den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn." (1. Kor. 1:2).

  3. #3
    Seleiah Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Chrischi Beitrag anzeigen

    So sehen wir, dass (wenn die christliche Lehre falsch ist, weil sie nicht ausschließlich auf dem Alten Testament aufbaut, an das Jesus Christus geglaubt hat) das Judentum genau so falsch sein muss, denn grundlegende im Judentum verankerte Lehren finden sich weder in der Thora noch in den Propheten – wohl aber in einem kleinen schlauen Handbuch für Sektenführer, »Talmud« genannt …

    Ganz liebe Grüße
    Chrischi
    Wer hat dir eigentlich ins Hirn geschissen?

  4. #4

    Standard

    Zitat Zitat von Chrischi
    Es gibt gewisse heidnische Triaden von Göttern, die man oft mit der Trinität in Verbindung bringt (die Zeugen Jehovas tun das in einigen ihrer Schriften, um gegen die Dreieinigkeit zu argumentieren, ebenso die Vereinte Kirche Gottes). Doch die bloße Zahl Drei und die Anwendung auf Gottheiten beweist nicht, dass das Christentum eine Göttertriade der Heiden übernommen hat. Gewisse Ähnlichkeiten mit anderen Religionen bedeuten nicht zwangsläufig eine Verbindung zu denselben.
    Da würd ich schon aufmerken, wenn sich ein (christlicher) dreieiniger Gott mit den dreieinigen Göttern anderer Kulturen DURCH ALLE ZEITEN HINDURCH deckt...Und vielleicht sollte man vor gewissen Tatsachen die Augen nicht verschließen, und dazu gehört Konstantins Biographie. Konstantin hatte nämlich seinen eigenen Glauben an den Sonnengott "Sol Invictus" oder Mithras (siehe z.b. http://de.wikipedia.org/wiki/Mithrai...nd_Christentum und weiterführende Links bei Interesse). Ich finde die Parallelen zu anderen Religionen frappierend. Und wenn mir meine Beziehung zum VATER im Himmel auch nur ein bisschen wichtig ist, dann würde sich bei mir das Gebot "Du sollst keine anderen Götter neben Mir haben" melden. Und ich würde handeln.


    So sehen wir, dass (wenn die christliche Lehre falsch ist, weil sie nicht ausschließlich auf dem Alten Testament aufbaut, an das Jesus Christus geglaubt hat) das Judentum genau so falsch sein muss, denn grundlegende im Judentum verankerte Lehren finden sich weder in der Thora noch in den Propheten – wohl aber in einem kleinen schlauen Handbuch für Sektenführer, »Talmud« genannt …
    Das ist schon ganz schön heftig; und ich hoffe, es hört sich arroganter an, als es gemeint war.
    Sicherlich hat auch das Judentum seine Fehler. So wie das Christentum auch.
    Von einem Rabbi kann man aber sehr viel lernen, und es gab sehr viele weise Rabbiner.
    Ebenso kann ich von anderen Menschen viel lernen. Im allgemeinen merkt man, ob ein Mensch weise und erfahren ist, und von dessen Lehren kann man lernen und sich weiterentwickeln. Ich meinerseits lerne gerne dazu, insbesondere wenn es darum geht, den wahren einen Gott Israels kennenzulernen. Den lernt man nicht kennen, indem man liest. Man erfährt IHN.
    Und auch aus dem Talmud kann man Wertvolles ziehen. Es ist bestimmt ein Fehler, die Bibel als einzige Informationsquelle zu akzeptieren. Man entwickelt ein Schwarz-weiß-Denken, in dem man Nichtchristen "verdammt" - und dabei verliert man den Ewigen schnell aus den Augen.
    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

  5. #5

    Standard

    Zitat Zitat von Inara Beitrag anzeigen
    Das ist schon ganz schön heftig; und ich hoffe, es hört sich arroganter an, als es gemeint war.
    Keine Sorge, bei diesem letzten Satz in meinem Beitrag handelte es sich um Ironie (aufgrund des davor Gesagten) und nicht um eine arrogante Diffamierung des religiösen Gutes des Judentums. - Weiteres später.

    Liebe Grüße
    Chrischi
    "An die Gemeinde Gottes, ... den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn." (1. Kor. 1:2).

  6. #6

    Standard

    Zitat Zitat von Seleiah Beitrag anzeigen
    Wer hat dir eigentlich ins Hirn geschissen?
    Erst einmal: Pardon? Seit wann redet ein Mensch so niveaulos? In einem anderen Beitrag hast du mir vor kurzem geschrieben, du bliebest stets respektvoll im Gegensatz zu mir. - Ähm: Habe ich mich jemals so niveaulos ausgedrückt wie du, dass ich mit Schimpfwörtern um mich werfen musste? Fiel dir nichts Besseres mehr ein, um deine Meinung zu sagen? Wie tiefgründig ist dein Vokabular (oder oberflächlich)? Ich kann auch sehr dreist antworten, behalte aber immer noch einen annehmbaren Stil (ohne ausfallend zu werden [im Sinn von Beschimpfungen]).

    Zweitens: [a] Der Talmud ist ein sektiererisches Buch. Er ist NICHT das Wort Gottes (nur eine entstellte Interpretation desselben); [b] der Talmud hat KEINE Lehrautorität (das hat nur die Bibel, ob beide oder nur ein Teil, bleibt euch überlassen zu glauben); [c] die Schreiber des Talmuds gehörten verschiedenen jüdischen Sekten und Gruppierungen an bzw. teilten Auffassungen verschiedener sektiererischer Strömungen im Judentum.

    Letztlich ist ohnehin jede Religion eine Sekte. Was hast du für ein persönliches Problem mit dieser Feststellung? (Der Talmud ist, genau wie der Koran, das Resultat sektiererischer und nicht zuletzt antichristlicher Denkweise.)

    Aber da du ohnehin meine Beiträge nicht mehr kommentieren wolltest (wir hatten das vereinbart in einem anderen Beitrag), frage ich mich, was deine sinnlose Kommentierung meines letzten Beitrags wieder sollte. Du kannst es offenbar nicht lassen. Ich meinerseits werde mir die Schmach nicht mehr geben, auf so niveaulose Ausdrucksweisen in Beiträgen zu antworten.

    Liebe Grüße
    Chrischi
    Geändert von Chrischi (17.08.2008 um 20:30 Uhr)
    "An die Gemeinde Gottes, ... den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn." (1. Kor. 1:2).

  7. #7

    Standard

    Wer hat der Bibel Lehrautorität verliehen?

    Die Kirche!
    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

  8. #8

    Standard

    Zitat Zitat von Chrischi
    Erst einmal: Pardon? Seitwann redet ein Christ so? Ach ja, weiß ja gar nicht, ob du einer bist ...
    a) Warum sollte ein Christ seiner Wut und Entrüstung nicht (angebracht) Raum geben dürfen? Das ständige Unterdrücken von Gefühlen ist eine Störung der Persönlichkeit und ein Verleugnen des Menschseins und des Ichs. Das muss auf Dauer krank machen.

    b) Falls man nun kein Christ ist (ich bin keine), disqualifiziert man sich dadurch als ernst zu nehmender "Gesprächspartner" für dich?
    Diese Erfahrung habe ich zumindest mit Christen gemacht...
    "Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!" (Kurt Tucholsky)

  9. #9

    Standard

    Zitat Zitat von Inara Beitrag anzeigen
    a) Warum sollte ein Christ seiner Wut und Entrüstung nicht (angebracht) Raum geben dürfen? Das ständige Unterdrücken von Gefühlen ist eine Störung der Persönlichkeit und ein Verleugnen des Menschseins und des Ichs. Das muss auf Dauer krank machen.

    b) Falls man nun kein Christ ist (ich bin keine), disqualifiziert man sich dadurch als ernst zu nehmender "Gesprächspartner" für dich?
    Diese Erfahrung habe ich zumindest mit Christen gemacht...


    Sehr wohl dürfen Christen "Wütend sein", Jesus war mind. zweimal ausser sich.

    1. Tempelmissbrauch:
    Jesus: Es steht geschrieben, mein Haus soll ein Bethaus sein. Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.

    2. Jesus nahm eines der Kinder und stellte es vor sich:
    Wer auch nur einen dieser kleinen zum Abfall verführt, für den istes besser mit einem Mühlstein ins Meer geworfen zu werden, als in die Hände des Lebendigen Gottes zu fallen.

    Also, ich weis nicht ob er das im Gute-Nacht-Geschichte-Ton oder im "Schüchtermodus" gesagt hat. Ich denke er hat es richtig wütend gesagt.

    "Zürnt, aber sündigt nicht"

  10. #10

    Standard

    Zitat Zitat von Inara Beitrag anzeigen
    a) Warum sollte ein Christ seiner Wut und Entrüstung nicht (angebracht) Raum geben dürfen? Das ständige Unterdrücken von Gefühlen ist eine Störung der Persönlichkeit und ein Verleugnen des Menschseins und des Ichs. Das muss auf Dauer krank machen.

    b) Falls man nun kein Christ ist (ich bin keine), disqualifiziert man sich dadurch als ernst zu nehmender "Gesprächspartner" für dich?
    Diese Erfahrung habe ich zumindest mit Christen gemacht...
    Wieso dürfen sich Christen entrüsten und Juden nicht, die das Ganze anders sehen? Ich wundere mich hier sowieso schon die ganze Zeit, mit welcher Gelassenheit sie hier die christliche Arroganz ertragen. Und erst recht, wie sie mit ihrem Frust fertig werden ohne unhöflich zu werden und darüber hinaus, warum sie sich die Mühe machen, sich überhaupt mit uns abzugeben. Ich habe Schwierigkeiten an was anderes zu denken als an die Frage: warum sind wir es ihnen wert?
    Geändert von Bettina (04.09.2008 um 18:01 Uhr)


 

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