Schöne Geschichte! In der Bibel gibt es eine ähnliche, doch diese ist eine Art Umkehrung:

2. Mo 21,2-6

"Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen. Falls er allein gekommen ist, soll er auch allein ausziehen. Falls er Ehemann einer Frau war, soll seine Frau mit ihm ausziehen. Falls ihm sein Herr eine Frau gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter geboren hat, sollen die Frau und ihre Kinder ihrem Herrn gehören, und er soll allein ausziehen. Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen!, so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tür oder an den Türpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm für ewig dienen."

Der hebräische Knecht ist hier ein Vorbild auf den Herrn Jesus, der gesagt hat ich liebe meinen Herrn, dessen Ratschlüsse er gerne erfüllen wollte (Ps 40,8-9) meine Frau, ein Bild der Versammlung als Einheit aller Gläubiger, und meine Kinder, also jeden einzelnen Gläubigen. Er sagte, dass er nicht frei ausgehen wollte.
Der Herr Jesus ist von Ewigkeit her die Wonne des Vaters (Spr 8,22-31) und Johannes 1 beschreibt ihn als den Sohn, der in des Vaters Schoß ist; er befand sich also an einem Ort der innigen Zuneigung. Und nun verließ er seine Herrlichkeit und ging auf diese mit Fluch beladene, sündige Erde, indem er Mensch wurde. Welch eine Erniedrigung! Römer 8,3 sagt uns, dass er in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde kam. D. h. er sah aus wie ein normaler Mensch, wie du und ich, sodass man hätte meinen können, er hätte dasselbe sündige Fleisch in sich (daher Gleichgestalt des Fleisches der Sünde). Doch Petrus sagt uns, dass der keine Sünde tat, Johannes, dass in ihm keine Sünde war und Paulus, dass er keine Sünde kannte. Er war rein und heilig, im wahrsten Sinne das Feinmehl des Speisopfers (3. Mo 2) welches seine fleckenlose Menschheit darstellt.
Dieser Herr trat willig an den Türpfosten und ließ diesen blutigen Akt an sich vollziehen. Er ging willig ans Kreuz. Nicht die Nägel hielten ihn dort fest, sondern seine Liebe zu uns verlorenen Menschen. Dort am Kreuz gab er sein teures Leben in den Tod.

"der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat"(Gal 2,20).