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Hybrid-Darstellung

  1. #1

    Standard

    ob ihr die Ringparabel aus "Nathan der Weise" von Schiller kennt?

    Ein Vater besitzt einen Ring, der den Träger dazu befähigt, besonders gut und voller guter Taten mit sich und seinen Mitmenschen umzugehen. Der Ring wird traditionsgemäß stets an den Sohn weitergegeben, der besonders vom Vater geliebt wird, also als Ringträger besonders geeignet sein wird.
    Als nun der Vater drei Söhne hat, sieht er es als schrecklich, ja völlig unmöglich, einen der Söhne auszuwählen und die anderen beiden dadurch minder zu werten...
    Also läßt er "Dublikate" anfertigen und überreicht jedem, der Söhne einen Ring mit dem Auftrag der Verantwortung, so zu handeln, dass es den Früchten des Ringträgers geziehmt.

    Warum ich das hier erwähne? Weil es mir gerade mal wieder bei diesem Thema einfiel.
    Nach dem Tod des Vaters hatten alle drei Söhne einen Ring geerbt. Jeder glaubte, seiner sei auf jedem Fall der "echte". Doch selbst wenn keiner der Ringe, der ursprüngliche gewesen wäre... sie hatten nicht nur einen "Placebo-Effekt" sondern einen Auftrag in sich und eine Botschaft.

    Botschaft: "Mein Vater liebt mich"
    Auftrag: Handle so, dass man an deinen Werken, deinem Handeln und Leben die Früchte ersieht, die der Vater dir beim Überreichen des Ringes aufgetragen hat.

    Es ist unser Herz, dass weiß, dass wir Menschen geliebt sind (oder leider eben nicht) und es ist ganz gleich in welcher Religion unser Glaube "zu Hause" ist, der das Tun bestimmt .
    Wenn ich das bin, was ich glaube, dann lebe ich in dem, dem ich vertraue...
    Nicht der "magische Ring" macht mich zu besonderen Dingen fähig, sondern mein Innerstes, dass sich ausrichtet und formt an dem, was lebe.
    nur so als Gedankensplitter

    lg bonnie
    Geändert von bonnie (01.11.2013 um 12:43 Uhr)

  2. #2
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    Eigentlich finde ich es wirklich sehr sehr schön was da Du da geschrieben hast, aber...
    Zitat Zitat von bonnie Beitrag anzeigen
    Es ist unser Herz, dass weiß, dass wir Menschen geliebt sind (oder leider eben nicht) und es ist ganz gleich in welcher Religion unser Glaube "zu Hause" ist, der das Tun bestimmt .
    ...was machen wir, wenn die Religion z.B. dahingehend das Tun bestimmt, dass man es für eine gottgewollte und gute Idee hält, sich in einer Menschenansammlung in die Luft zu sprengen?

    LG
    Provisorium
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  3. #3

    Standard

    Zitat Zitat von bonnie Beitrag anzeigen
    ob ihr die Ringparabel aus "Nathan der Weise" von Schiller kennt?
    Moin,

    ja, allerdings.

    Meines Erachtens ging es Lessing (nicht Schiller, der hat die Räuber geschrieben ;-) ) auch nicht um Gleichmachen der 3 sog. monotheistischen Religionen. Lessing war überzeugter Christ. Er war allerdings, und das war zu dieser Zeit schon sehr besonders, ein enger Freund des berühmten Juden Mendelssohn. Und Lessing vertrat eben nicht die Ansicht, dass nur sein christlicher Weg der einzig richtige ist.

    Nathan der Weise ist vor allem ein Appell an die Toleranz und daran, sein gegenüber, auch wenn er einen anderen Glauben hat, als gleichwertig anzusehen.

    Mendelssohns Einfluss sieht man übrigens an den Abstellen auf Taten bei den 3 Söhnen. Das ist jüdische Lehre und nicht lutherisch-christliche.

    Tschüss

    Jörg


 

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