Ok, ich will das mal mit einem Jesuszitat beginnen, wobei ähnliches schon vor ihm gesagt wurde… weiter ist das Thema ja auch schon behandelt worden, da müsste mal in den Tiefen des Forums gegraben werden…


Mt 22,37. Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." 38. Dies ist das größte und erste Gebot.
39. Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."

40. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.



Es sind ja Zitate (V37 bis 39) aus der Torah, die aber dort nicht so im Zusammenhang stehen. Dazwischen steht viel erklärung und Wegweisung dazu.

Interessant ist aber in V40 dieser Nachsatz, der sehr jüdisch ist: „An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“

Das bedeutet, dass das Gesetz und die Propheten diese Liebe zum Ewigen und zum Nächsten erläutern, wie der Ewige solche Liebe versteht.

Nein, es ist nicht einfach eine Liebe, die alles erträgt, wie Paulus so meint, sondern Liebe erzieht ebenso, sie ist für das Wohl, auch für das geistige Wohl (da wird nicht zwischen geistig und geistlich unterschieden) des Nächsten zuständig. So ist Liebe sicher eine Herzensangelegenheit, aber nicht vom Verstand gelöst.


Nun kommt vielleicht da Argument der Feindesliebe, wie da das Zitat Mt 5,43 Jesu leider oft verstanden wird, dass da im AT stehen sollte, dass man den Feind hassen soll.
Dagegen steht aber, dass selbst dem Feind, wenn er in Not ist oder hungert usw, dass ihm geholfen werden soll. Spr 25,21
Den Feind lieben bedeutet nicht, alles gutzuheissen oder ihm einfach das Feld überlassen, wenn er danach begeht, sondern auch dem Feind Schranken zu setzten zwischen Dein und Mein.


Nur so werden der Wille und die Rechtsordnungen des Ewigen in Tat umgesetzt, was sich dann in der Liebe zum Ewigen, der diese Weisungen gegeben hatte, sich ausdrückt.


Herz, Seele und Verstand. Wir wissen ja, wie trügerisch das herz sein kann, die Bibel warnt ja sehr oft davor. Die Seele, nefesh, unsere Persönlichkeit, mit unserem Sein den Ewigen lieben, das ist „Ganzheitlich“ und somit auch mit dem verstand, den Gott uns ja gegeben hat. Dieser Verstand soll sich schärfen, entwickeln damit er die Weisungen Gottes erkennt.

An diesen zwei Geboten hängt das Gesetz (besser die Torah, die Weisungen Gottes, und die Propheten (die immer wieder korrigierend ermahnten).


So ist auch die Liebe des Ewigen zu uns.