Also ich verstehe diese Aufforderung nicht als ein schwieriges Gebot, dass wir halten müssen, um Gott zu gefallen und zu zeigen, dass wir gute Christen sind.
Sondern, weil und das Segnen von Menschen, die uns böse gesonnen sind, uns selbst Segen bringt.
So steht es im 1. Petrusbrief:
1Petr 3,9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.
Denn die normale, natürliche Reaktion auf Böses, das uns widerfährt, ist Zorn, Wut, Empörung, Rachegelüste usw ...
Wenn wir dem Raum geben, werden wir durch negative Gefühle aufgewühlt, die dann unser Denken bestimmen und in ungute Taten münden.
Wenn wir uns aber von dieser natürlichen (fleischlichen) Reaktion distanzieren (ich meine nicht unterdrücken oder verdrängen, sonder loslassen), dann können wir den inneren Frieden bewahren und alles was damit zusammenhängt.
Sehr interessant dazu zu lesen ist Galater 5, die Werke des Fleisches und die Frucht des Geistes.
Wir können nur immer einem in uns Raum und Herrschaft geben, dem Fleisch oder dem Geist. Und wenn uns die negativen Gefühle beherrschen, dann ersticken sie in uns Freude, Friede usw
Deshalb ist es so wichtig, zumindest bereit zu sein, Wut und Zorn auf jemanden loszulassen, selbst wenn man es nicht einfach so schafft, ihn gleich zu lieben. Aber mit dem Segnen zeigt man diese Bereitschaft. Und es fördert die Bereitschaft, sich den "Rest" (der zum Wollen und Vollbringen noch fehlt) von Gott schenken zu lassen.
lg
Padma



Zitieren


Lesezeichen