Dass es so was immer noch gibt - Tempelprostitution.
Einfach schlimm. Und das in unserer Zeit!!!


Die Kindernothilfe berichtet:

In Indien blüht der Handel mit Kindern. Besonders gefährdet sind Töchter aus armen Familien vom Dorf, fast immer Angehörige niederer Kasten oder Kastenlose. Einer der Brennpunkte des Mädchenhandels ist der südliche Bundesstaat Karnataka, weil hier die offiziell verbotene Tradition der "Tempelprostitution" noch praktiziert wird.

Mädchen aus armen Familien werden dort den Göttern als Devadasi geweiht, als "Gottes weibliche Dienerinnen". In der Praxis sind sie nichts anderes als Prostituierte für die Angehörigen der oberen Kasten und die Priester.

Das Devadasi-System ist die religiöse Legitimierung für die Ausbeutung armer Mädchen und Frauen. Sind die Opfer über den Tempel-Kult erst einmal mit der Prostitution in Kontakt gekommen, haben die Kinderhändler mit ihnen leichtes Spiel. Traurige Endstation sind Großstädte wie Mumbai mit dem Industriezentrum Bhiwandi. Dort werden die verschleppten Mädchen eingesperrt, geschlagen und von einem Mann zum nächsten gereicht. Die Folgen sind lebensgefährlich: unerwünschte Schwangerschaften und riskante Abtreibungen, die Ansteckung mit HIV/Aids. Der ausbeuterische Kinderhandel nimmt durch Indiens derzeitigen Wirtschaftsaufschwung sogar noch zu: Weil immer mehr Männer ohne ihre Familien auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Städte kommen, steigt dort die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen an.