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  1. #1

    Standard Wie denkt Gott über Feiertage?

    Ein weiterer Bereich, in dem unsere Anbetung von der falschen Religion durchsetzt sein kann, sind Feiertage. Ein Beispiel ist Weihnachten. Fast alle Religionen, die sich christlich nennen, feiern Weihnachten als den angeblichen Tag der Geburt Christi. Es deutet jedoch nichts darauf hin, dass Jesu Jünger im 1. Jahrhundert einen solchen Feiertag begingen. In einem Buch heißt es dazu: „In den zweihundert Jahren nach Christi Geburt wusste niemand genau, wann Jesus geboren wurde, und es interessierte sich auch kaum jemand dafür“ (SacredOrigins of Profound Things). Jesu Jünger hätten seinen Geburtstag nicht einmal gefeiert, wenn sie das genaue Datum gewusst hätten. Warum nicht? Wie es in einer Enzyklopädie heißt, betrachteten die ersten Christen „das Feiern von Geburtstagen als heidnischen Brauch“ (The World Book Encyclopedia). Die einzigen in der Bibel erwähnten Geburtstagsfeiern wurden für zwei Herrscher veranstaltet, die Jehova nicht anbeteten. Auch zu Ehren heidnischer Gottheiten wurden Geburtstage gefeiert. Am 24. Mai zum Beispiel feierten die Römer den Geburtstag der Göttin Diana und einen Tag später den des Sonnengottes Apollo. Geburtstagsfeiern verband man also damals nicht mit dem Christentum, sondern mit dem Heidentum. Die Christen im 1. Jahrhundert hätten Jesu Geburtstag noch aus einem anderen Grund nicht gefeiert. Jesu Jünger wussten wahrscheinlich, dass Geburtstagsfeiern mit Aberglauben zu tun hatten. Viele Griechen und Römer in alter Zeit glaubten zum Beispiel, bei der Geburt jedes Menschen sei ein Geist zugegen, der den Betreffenden das ganze Leben lang beschütze. In einem Buch heißt es dazu: „Es bestand eine mystische Beziehung zwischen diesem Geist und dem Gott, an dessen Geburtstag der Betreffende geboren wurde“ (The Lore of Birthdays). Gott würde garantiert keine Feier gefallen, bei der Jesus mit Aberglauben in Verbindung gebracht würde. Wie kommt es aber dann, dass sich das Weihnachtsfest derart eingebürgert hat?

    WEIHNACHTEN Erst ein paar hundert Jahre nach Jesu Tod setzte sich der Brauch durch, am 25. Dezember seine Geburt zu feiern. Dabei wurde Jesus gar nicht an diesem Tag geboren, sondern offensichtlich im Oktober. Wie kam man dann auf den 25. Dezember? Das lag wahrscheinlich daran, dass sich einige so genannte Christen in späterer Zeit „eine Überschneidung mit dem heidnischen römischen Fest wünschten, das den „Geburtstag der unbesiegten Sonne“ kennzeichnete“ (The New Encyclopaedia Britannica). Im Winter, wo die Kraft der Sonne am schwächsten zu sein schien, veranstalteten die Heiden Feiern, um die Sonne als Wärme- und Lichtquelle von ihrer Reise in die Ferne zurückzuholen. Am 25. Dezember, so glaubte man, trat die Sonne ihre Rückkehr an. Religiöse Führer, denen an der Bekehrung von Heiden gelegen war, übernahmen diese Feier und gaben ihr einen „christlichen“ Anstrich. Dass Weihnachten heidnische Wurzeln hat, wurde schon vor langer Zeit erkannt. Im 17. Jahrhundert war es wegen seines unbiblischen Ursprungs in England und in einigen amerikanischen Kolonien verboten. Man musste damals eine Geldstrafe bezahlen, wenn man am Weihnachtstag allein schon von der Arbeit fernblieb. Bald setzten sich allerdings die alten Bräuche wieder durch und neue kamen hinzu. Weihnachten wurde wiederum zu einem großen Feiertag und in vielen Ländern ist es bis heute so geblieben. Da Weihnachten jedoch mit der falschen Religion zu tun hat, feiern Christen, die Gott gefallen möchten, dieses Fest ebenso wenig wie andere in heidnischen Kulten wurzelnde Feste und Feiertage.

  2. #2
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    Standard

    Frag Ihn.... ;)

    Ich freue mich einfach drüber - solange kein rein weltlicher Kommerz draus wird.

    Alles Liebe

    Jamy

  3. #3
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    5

    Standard

    Wie denkt Gott über Feiertage?

    Ich glaube, Freude ist nicht verboten! Wir brauchen sicher zum Lachen nicht in den Keller zu gehen, sondern wir dürfen uns herzlich über die Ankunft Jesu freuen (auch wenn das Datum evtl. abweicht) und das auch für uns zelebrieren. Wenn Gott meine kindliche Freude an vielen Dingen sieht, dann lächelt er.
    Galater 3, 27-28

    Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, gehört nun zu Christus. Nun gibt es nicht mehr Juden oder Nichtjuden, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen. Denn ihr seid alle gleich - ihr seid eins in Jesus Christus.


    Es gibt fünf Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und das Leben der Christen. Viele Leute lesen nie die ersten vier.
    Ravi Zacharias

  4. #4

    Standard

    Moin,

    ich finde das Feiern von Feiertagen völlig normal.

    Was mich an dieser in christlichen Foren ja verbreiteten Diskussion oft stört, ist folgendes:

    Es wird oft beklagt, dass an christlichen Feiertagen allerlei nicht christliches eingezogen ist:
    - Weihnachtsbaum plus Weihnachtsmann
    - Osterhase, Osterfeuer
    - Halloween vor Allerheiligen

    usw.

    So als wenn das nichtchristliche vor hat, das christliche zu bedrängen.

    Und dabei wird eben vergessen, was Du hier schreibst:

    Es ist nicht das nichtchristliche, dass auf christliche Feiertage drängt sondern das christliche, das sich auf andere Feiern gedrängt hat.

    Ein kleines Schankerl aber nich, was viele Christen nicht wissen:
    Was wird denn christliches an Sylvester gefeiert?
    Mal schauen, ob es jemand weiß.



    Tschüss

    Jörg

  5. #5

    Standard

    Die alten Römer und Germanen haben bereits "Jahresendfeste" gefeiert. Es waren also heidnische Feiern. Das kirchliche Fest Silvester ist eher ein Heiligengedenktag (Todestag Papst Silvester + 355). Irgendwann hat man in der Renaissance das Jahresende auf den 31.12. gelegt und das war sein Gedenktag.

  6. #6

    Standard

    Moin,

    Neujahr ist 8 Tage nach der Geburt Jesus. Es war also sein Tag der Beschneidung.

    Tschüss

    Jörg

  7. #7

    Standard

    Hallo

    Zitat Zitat von Hubi Beitrag anzeigen
    Gott würde garantiert keine Feier gefallen, bei der Jesus mit Aberglauben in Verbindung gebracht würde. Wie kommt es aber dann, dass sich das Weihnachtsfest derart eingebürgert hat?
    Was für eine enge Schablone für Gott! Wer ist es, der über Gottes Vorlieben Garantien abgibt und an seiner Stelle darüber entscheidet, woran er ein Wohlgefallen habe und wie weit sich seine Liebe erstrecken darf?

    Warum sollte Gott sich nicht mitfreuen, wenn wir Weihnacht als Geburtsfest Jesu feiern. Als Beweis für fühle ich jedes Jahr von neuem ein heilig freudiges Wehen in mir, eine himmlische Freude, die ich nicht selber erzeugen, wohl aber als Gnade empfangen kann. Alles, woran wir Menschen Jesus teilhaben lassen und jedes Fest, das wir mit Jesus begehen, ist ganz gewiss gesegnet, sei es nun heidnischen Ursprungs oder nicht. Das käme Satan ganz zupass, wenn die Christen die Feiertage den Ungläubigen endgültig überlassen möchten. Solange nämlich Gläubige Menschen diese Tage mit Jesus mitfeiern, solange bleibt die Menschheit mit allen ihren Gebräuchen und Gepflogenheiten gesegnet. Auch bin ich der Ansicht, dass unsere Ahnen die Jahresfeste wie z.B. die Sonnenwende oder Erntedank nicht völlig lieb- und herzlos begingen. Warum sollen wir diese Gedenktage nun nicht mit Jesus weiterhin feiern? Wer sagt denn, dass das alles Aberglaube war? Damals war Gott noch nicht in Jesus Fleisch geworden, darum haben unsere Ahnen auf ihre Art dem Schöpfer Dank in Ehrfurcht dargebracht. Es ist doch recht, wenn Menschen die Sonnenwende feiern in Dankbarkeit für die Güte Gottes in der Schöpfung, wozu auch gehört, dass die Sonne unsere Erde mit Wärme und Licht versorgt, damit das Leben auf ihr gedeihen kann. Umso mehr ist jede Feier, die wir nun heutzutage mit Jesus begehen ein gesegneter Feiertag. Nur wenn alle Menschen fern und ohne Anbindung an Jesus / Gott die Feste begehen würden, dann wären sie wirklich heidnisch.

    Wir sollen fröhlich sein mit den Fröhlichen, sagt Paulus. Umso mehr wollen wir Christen das sein, da wir alljährlich zur kalten und finsteren Weihnachtszeit die Geburt Jesu feiern. Es ist doch egal, ob das Datum stimmt. Auf jeden Fall ist er als Licht in die Finsternis der Welt gekommen. Warum sollten Christen also Jesu Eingeburt ins Fleisch und in die Welt nicht ganz besonders gedenken in der längsten Nacht des Jahres? Und warum sollte das Gott unangenehm sein?


    Gott sieht auf die Herzen, und er freut sich ganz gewiss mit, wenn wir Weihnachten auf unsere Art feiern, wenn wir ihn nur teilhaben lassen an unserer Feier. Und wir können gewiss sein: Sein Segen ergiesst sich nicht nur auf jene, die ihn kennen, sondern er giesst seinen Segen aus auch über die Undankbaren und Bösen, sofern er zum Fest geladen ist. :-) Und wer lädt Jesus zu den Festen, wenn nicht wir Christen? :-)

    Jesus hat an der Hochzeit zu Kanaa dafür gesorgt, dass das Fest weitergehen konnte, auch wenn kein Wein mehr da war. Obwohl die Gäste schon getrunken hatten und satt waren, da hat er - weil er eben geladen war - seinen Segen zum Weiterfeiern gegeben, indem er die Wasserkrüge mit Wein aus den Himmeln füllte. :-)

    Wie kleinkrämerisch also zu glauben, dass das Gedenken der Menschen an Jesus irgend Gott dem Vater missfallen könnte. Gerade durch das Gedenken an Jesus wird jeder Tag und jedes Fest vor Gott zu einem heiligen Fest! So sehe ich das!

    Zitat Zitat von Hubi Beitrag anzeigen
    Da Weihnachten jedoch mit der falschen Religion zu tun hat, feiern Christen, die Gott gefallen möchten, dieses Fest ebenso wenig wie andere in heidnischen Kulten wurzelnde Feste und Feiertage.[/FONT]
    Weihnachten hat doch nichts mit der falschen Religion zu tun. Christen feiern Jesu Geburt, weil sie Jesus lieben. Und viele andere Feiertage, an denen unsere Ahnen des Schöpfers oder der Schöpfung mit Dank und Lobpreis gedachten, feiern wir heute mit freudeschwellendem Herzen, weil wir dank Jesus wissen, dass Gott uns nahe sein will und nahe ist, ja, dass er am liebsten mitten unter uns sein will wie ein Vater bei seinen Kindern. :-)

    Zitat Zitat von Flat Beitrag anzeigen
    Moin,
    Es ist nicht das nichtchristliche, dass auf christliche Feiertage drängt sondern das christliche, das sich auf andere Feiern gedrängt hat.
    Das finde ich ja so schön! Super, dass durch das Mitfeiern der Christen alles Feiern an Jesus und damit an den Segen Gottes des Vaters angeschlossen wird. :-) Ihr Christen all, macht weiter so, damit Jesus in unsere Welt sich einbringen kann und der Segen Gottes mit der Menschheit mitgehen kann! :-)

    Weiterhin schönen Advent!

    Zitat Zitat von Flat Beitrag anzeigen
    Moin,
    Neujahr ist 8 Tage nach der Geburt Jesus. Es war also sein Tag der Beschneidung.
    Die Beschneidung sagt uns Christen wenig. Ich feiere übrigens als Christ nicht Silvester, sondern Neujahr. Ich beginne das Neue Jahr stets mit Jesus und bitte um Gottes Segen und Führung für alle und sein Mitgehen durch das kommende Jahr. Die äussere Beschneidung ist für mich nicht von Bedeutung, hingegen ist mir als Christ die Beschneidung des Herzens wichtig.

  8. #8

    Standard

    Geschichte/Religionsgeschichte
    Weihnachten –
    na und?


    Jg. 9/Nr. 4







    „In der Wintersonnenwende, wenn das leuchtende Tagesgestirn wieder am Himmel emporsteigt, erschienen die Götter unter den Menschen, vor allen Fro, der Gott des Friedens und Frohsinns, Spender der Fruchtbarkeit und aller guten Gaben, dazu Bertha, die Seelenmutter. Dann hörte aller Krieg und Hader auf, man gab sich den Friedenskuß und zündete Lichter und Freudenfeuer an.“
    —JOHANN NEPUMUK SEPP,
    DIE RELIGION DER ALTEN DEUTSCHEN




























    „Vom höchsten Norden bis zum fernen Süden hat das Abbild der Esche Yggdrasil mit allem, was daran lebt, der Weihnachtsbaum, die Welt erobert.
    Der Baum mit goldenen Äpfeln prangt schon in Avallon, dem seligen Eiland der Druiden …
    Der Weihnachtsbaum mit seinen Früchten veranschaulicht die Befriedigung aller Wünsche …“
    —JOHANN NEPUMUK SEPP,
    DIE RELIGION DER ALTEN DEUTSCHEN







    Es ist heute Allgemeinwissen, dass das zweitwichtigste Fest im christlichen Kalender eigentlich keine christliche Tradition ist. Die meisten Menschen sehen dies als irrelevant, aber ist es das wirklich? Sind gute Beweggründe ausreichend dafür, ob etwas als richtig oder falsch einzustufen ist?
    In dem berühmten Broadway Musical „Fiddler on the Roof“ (Anatevka) aus dem Jahre 1964, das im zaristischen Russland spielt, betont der Hauptdarsteller Tevje, dass die Tradition dem Leben der Dorfleute Ausgeglichenheit gibt und dass ihr Leben ohne Traditionen so unsicher wäre „wie ein Fiedler auf dem Dach“. Ohne Zweifel sind Traditionen etwas, was Menschen eine gewisse Geborgenheit vermittelt, ohne die sich der damit aufgewachsene Mensch leicht verunsichert fühlen kann, wie Tevje so rührend singt.
    Der Stellenwert von gemeinsamen Traditionen für den Zusammenhalt und das Identitätsbewusstsein von Kulturen ist unbestritten. Auch wenn junge Menschen sich manchmal von althergebrachten Traditionen abwenden und neue Identitäten suchen, kehren nicht wenige im fortgeschrittenen Alter wieder dorthin zurück, vielleicht auch in der Hoffnung, dadurch das Gefühl der Geborgenheit in der Kindheit wieder zu beleben.
    Dies trifft bestimmt auch auf das einerseits so beliebte und andererseits wegen diverser Begleitumstände auch bei manchen auf Ablehnung stoßende Weihnachtsfest zu. Dieses Fest hat vor allem anderen mit Tradition zu tun. Die Catholic Encyclopedia stellt ganz klar fest, dass es „nicht eines der frühen Feste der Kirche war“. Eigentlich, so diese katholische Quelle, sei das Fest ein Beispiel einer Lehre oder eines Brauches, „der von Generation zu Generation weitergegeben wurde … es ist eine alte Tradition, dass Jesus Christus am 25. Dezember geboren wurde (Betonung hinzugefügt).
    Aber ist Tradition eine ausreichende Rechtfertigung für einen Brauch, der mit dem Ereignis oder der Person, um die es geht, im Widerspruch steht?

    WAS IST DAS PROBLEM?

    Aufmerksame Leser unserer Publikationen werden schon erkannt haben, dass wir versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen und verschiedene Lehren des traditionellen Christentums auf eine prüfende Waagschale legen, um festzustellen, ob sie einer Prüfung durch das Buch, das die Christenheit als Grundlage ihrer Lehre sieht, standhalten. Wenn man dies tut, kommt man zuweilen auf überraschende Ergebnisse.
    Heutzutage gibt es viele Menschen, auch aus religiösen Kreisen (wie die Catholic Encyclopedia zeigt), die klar erkennen und akzeptieren, dass das Weihnachtsfest nicht aus der Heiligen Schrift abgeleitet werden kann. Zeitungsberichte, die jährlich um diese Zeit erscheinen, unterstreichen dies. Man könnte sagen, dass man den nichtbiblischen Ursprung des Festes zwar erkennt, aber trotzdem kein Problem darin sieht, die Geburt Christi am 25. Dezember (oder am Abend des 24. Dezember) zu feiern. Wieso auch?
    Oberflächlich betrachtet scheint sicherlich kein Anlass zu bestehen, dies zu hinterfragen. Es ist ja eine Tradition, die im „Zeichen des Friedens unter den Menschen“ steht. Sie bringt Menschen zusammen, Familien, Freunde feiern zusammen, beschenken einander (auch wenn sie nicht selbst Geburtstag haben, sondern angeblich der, um den es geht). Was kann es schon ausmachen, ob Christus wirklich an dem Tag geboren worden ist, solange man ihm damit Ehre entgegenbringt? Was ist schon dabei, dass die traditionellen Bäume mit Lametta, die Lichter, Kränze, Mistelzweige, der Jul-Baum oder die Weihnachtsgeschenke ihren Ursprung im Heidentum haben? Der Geist von Weihnachten, so argumentiert man, überschreibt doch die Ursprünge der verschiedenen Traditionen, sogar wenn das Fest auf Irrtum beruhen sollte. Es ist klar, dass dies Fragen sind, die viele Menschen tatsächlich nicht kümmern; trotzdem möchten wir sie an alle richten, denen es wichtig ist, den Dingen auf den Grund zu gehen.
    Eine Antwort kann durch eine Konversation illustriert werden, die Jesus mit einer samaritischen Frau hatte, die er nahe der Stadt Sychar in Samarien traf (siehe Johannes, Kapitel 4). Viele Bibelkommentare merken an, dass die Samariter verächtlich behandelt wurden – gewissermaßen als „Promenadenmischung“ angesehen wurden. Diese Mischlinge waren entstanden, weil im 8. Jahrhundert v.Chr. nach der Deportation Israels Fremde in das Gebiet des ehemaligen nördlichen Teils des Königreiches Israel verpflanzt worden waren. Die neuen Einwohner vermischten sich mit den restlichen Israeliten, die nicht aus dem Land vertrieben worden waren, und absorbierten viele hebräische Bräuche, sogar bis hin zur Verehrung des Gottes Israels. Sie vermischten jedoch Aspekte der jüdischen Thora (dem Gesetz) mit der Verehrung heidnischer Götter, die sie „importiert“ hatten: „So dienten sie gleichzeitig dem HERRN und ihren eigenen Göttern; denn sie hielten an den Bräuchen fest, die sie aus ihren Heimatländern mitgebracht hatten“ (2. Könige 17, 33; Gute Nachricht Bibel). Sie sahen sich zwar als Israeliten und hielten israelitische Traditionen, aber wussten nicht wirklich, was oder wen sie anbeteten.
    Die samaritische Frau brachte das Problem auf den Punkt, als sie zu Jesus sagte: „Unsere Vorfahren verehrten Gott auf diesem Berg. Ihr Juden dagegen behauptet, dass Jerusalem der Ort ist, an dem Gott verehrt werden will“ (Johannes 4, 20; Gute Nachricht Bibel). Die Samariter hatten auf dem Berg Garizim einen Tempel errichtet, ganz in der Nähe, wo diese Unterredung stattfand. Sie und alle anderen in Samarien hatten an der Tradition festgehalten, am Berg Garizim anzubeten und Abraham, Isaak und Jakob als ihre Vorväter zu betrachten. Dies wäre der ideale Zeitpunkt für Jesus gewesen, zu bestätigen, dass es egal sei, wo und in welcher Tradition man Gott verehrte, solange man nur Gott anerkenne. Stattdessen ermahnte er sie vorsichtig, indem er ihre Erkenntnis auf eine höhere Ebene brachte. Er wies darauf hin, dass die richtige Gottesverehrung „im Geist und in der Wahrheit“ geschehen müsse, nicht nach von Menschen erdachten Traditionen. Das Festhalten an ihren Traditionen hatte die Samariter in Bezug auf die Wahrheit im Dunkeln gelassen.
    Die Leute von Samarien waren in ihren religiösen Gewohnheiten sehr ernsthaft und glaubten, dem Beispiel Abrahams und Moses zu folgen. Ihre Bräuche hinderten sie jedoch daran, den Vater „im Geist und in der Wahrheit“ zu verehren.

    UNTERSCHIEDLICHE TRADITIONEN

    Richtige Traditionen sind ein wichtiger Aspekt in einem gottgefälligen Leben, wie der Apostel Paulus bestätigt: „Seid also standhaft, Brüder, und haltet an den Überlieferungen fest, in denen wir euch unterwiesen haben, sei es mündlich, sei es durch einen Brief“ (2. Thessalonicher 2, 15; Einheitsübersetzung). Paulus war eindeutig nicht der Meinung, dass alle menschlichen Traditionen richtig seien, er schrieb nämlich später im Kolosserbrief: „Gebt acht, daß euch niemand mit seiner Philosophie und falschen Lehre verführt, die sich nur auf menschliche Überlieferung stützen und sich auf die Elementarmächte der Welt, nicht auf Christus berufen“ (Kolosser 2, 8; Einheitsübersetzung).
    Es gibt also Traditionen, die wir halten sollten und andere, die ein Nachfolger Christi vermeiden sollte. Manche Traditionen basieren auf eindeutigen biblischen Lehren und andere sind bloße menschliche Bräuche und stehen sogar im Widerspruch zu biblischen Lehren.
    Um den Unterschied deutlich zu machen, ist es hilfreich, ein Beispiel von Jesus Christus selbst zu betrachten. Die religiösen Führer zurzeit Jesu leiteten ihre Prinzipien für das Lehren des Gemeinwesens in Israel vorwiegend von den mündlichen Überlieferungen ab. Ursprünglich waren diese Überlieferungen Erweiterungen des Gesetzes gewesen, das Mose und den Israeliten gegeben worden war. Im Verlauf der Zeit entfernten sich jedoch die Traditionen weiter und weiter von der ursprünglichen Absicht und bezogen ihre Autorität immer mehr aus der Tradition als aus der Schrift.
    In einem Beispiel aus Jesu Leben konfrontierte er einmal die religiöse Obrigkeit in Bezug auf das zeremonielle Händewaschen vor dem Essen. Die Pharisäer bezogen diese von ihnen mit peinlichster Genauigkeit durchgeführten Waschungen unverhohlen auf „die Satzungen [Überlieferungen, Traditionen] der Ältesten“. Jesu Antwort war ziemlich direkt und eindeutig. Er beschrieb diese Führer als Heuchler, und ihre Traditionen als „Lehren, die nichts sind als Menschengebote“, und fügte noch hinzu: „Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen“. Besonders tragisch für die Betroffenen war seine Bemerkung in Bezug auf das Ersetzen von Gottes Geboten mit menschlichen Traditionen insofern, dass sie dadurch Gott „vergeblich dienen“ würden (Markus 7, 5-8; Lutherbibel). Die klare Botschaft war hier, dass die Gebote Gottes menschliche Traditionen überschreiben, bzw. ihnen immer der Vorzug zu geben ist.
    Für Menschen, die christliche Tradition im Sinne von Nachfolge Jesu verstehen, sind seine Worte auch in Bezug auf das Feiern von aus nichtchristlichen Traditionen stammenden Festen von großer Bedeutung.

    NACH DEM WEG LEBEN

    Schon der alttestamentliche Prophet Jeremia ermahnte die Menschen seiner Zeit, sich keine hölzernen Götzen (wie die Heiden um sie herum) zu machen; er sagte: „So spricht der HERR: Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn ihre Götter sind alle nichts. Man fällt im Walde einen Baum, und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser ein Werk von Menschenhänden, und er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, daß es nicht umfalle … Sie sind alle Narren und Toren; denn dem Holz zu dienen ist ein nichtiger Gottesdienst“ (Jeremia 10, 2-4. 8). Gott verurteilt diese Traditionen und Bräuche, denen heidnische religiöse Praktiken zugrunde liegen, weil sie am Kern des wahren Gottesglaubens vorbeigehen.
    In diesem Zusammenhang gilt das Prinzip: Der Apfel, den man Birne nennt, bleibt doch immer ein Apfel. Auch wenn eine Sache noch so schön verkleidet und mit neuen Inhalten ummantelt wird, richtet der aufrichtig nach Wahrheit Suchende sein Augenmerk doch auf den Kern einer Sache.
    Eine hervorragende Darlegung der prinzipiellen Sichtweise Gottes in diesem Zusammenhang finden wir in 5. Mose 12, Vers 29-31 und Kapitel 13, Vers 1. Mose instruiert die Israeliten vor ihrem Eintritt in das Heilige Land, indem er sagt: „Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Völker ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es eingenommen hast und darin wohnst, so hüte dich, daß du dich nicht verführen läßt, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und daß du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun! So sollst du dem HERRN, deinem Gott, nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was dem HERRN ein Greuel ist und was er haßt; denn sie haben ihren Göttern sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt … Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun“ (Lutherbibel).
    Das Fest, das am 25. Dezember (oder 24.-26.) gefeiert wird, war schon lange, bevor ihm ein christliches Mäntelchen umgelegt wurde, ein religiöses Fest. Im englischen Sprachraum wird dem Fest durch den Namen „Christ-mas“ zumindest ein Bezug zu demjenigen hergestellt, dem das Fest offensichtlich gelten soll. Der deutsche Begriff „Weihnacht“ leitet sich nach der germanischen Geschichte von den zwölf heiligen Weihnächten (Winnachten) ab, die das um zwölf Tage kürzere Mondjahr vom Sonnenjahr trennen. Die Nacht galt den Nordvölkern für die Mutter des Tages, die längste oder Jahresnacht hatte das neue Jahr zum Sohne. Die Römerwelt beging den vorjulianischen Solstiztag, den 25. Dezember, als das Fest der Geburt des Sonnenkindes, Sol novus oder Deus Mithras invictus. Auch im alten Griechenland gab es ähnliche Bräuche: „In der Zeit der Wintersonnenwende zogen die ehrbaren attischen Frauen in Wallfahrt nach Delphi ... es war die Geburtszeit des allersüßesten Götterkindes – Dionysos" (Sepp, Die Religion der alten Deutschen). Auch die Ägypter haben mit dem Bild von Horus auf den Armen der Gottesgebärerin Isis einen Vorläufeder „Weihnachstsgeschichte".
    In unserer globalisierten Welt, auch in der nichtchristlichen, feiern viele Menschen das Fest heute in einem rein säkularen Sinn und weisen insofern jeden Hinweis auf den Ursprung als irrelevant zurück. Es ist für sie ein schönes Fest, auf das sie sich freuen und das sie genießen wollen und können. Religiöse Bezugspunkte haben für diese Menschen keinen Wert, manchen stört vielleicht der überbordende kommerzielle Rummel. Religiöse Menschen übersehen andererseits, zum Teil bewusst, die heidnischen Ursprünge oder meinen, das Feiern der Geburt Jesu als „christlicher“ Hintergrund rechtfertige alles andere. Für jemanden, der sich den biblischen Lehren zuwendet, sind fromme Absichten allerdings keine gültige Formel, die alles rechtfertigt.
    In diesem Zusammenhang wird manchem Leser der Bibel bestimmt aufgefallen sein, dass nirgendwo in der Bibel exakt festgelegt ist, wann Jesus Christus genau geboren wurde. Wenn dieses Fest von so immenser Wichtigkeit wäre, wie man es aus der heutigen christlichen Praktik ableiten könnte, scheint dies seltsam und verwirrend. Man findet in Gottes Wort auch keine Hinweise darauf, dass man die Geburt Christi überhaupt feiern sollte. Die Schrift richtet sich allerdings klar und vehement gegen Traditionen und Bräuche, deren Ursprung in heidnischen Praktiken liegt und die nicht dem Wort Gottes entsprechen, wie wir in diesem Artikel aufgezeigt haben.
    Nachfolgern Jesu Christi werden die Worte des Apostels Johannes insofern am Herzen liegen: „… die wahren Anbeter [werden] den Vater anbeten … im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

    BRIAN ORCHARD

  9. #9
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    Standard

    Johannes der Täufer, war der erste, der sich über die Geburt gefreut hat und das noch vor der Geburt. Dann gab es da noch die drei Sterndeuter, die sich zusammen mit Maria und Josef über die Geburt gefreut haben. Sie haben sogar Geschenke mitgebracht. Ein Engel erschien den Hirten und verkündete ihnen die große Freude der Geburt. Wer sollte etwas dagegen haben, wenn wir uns mitfreuen. Einmal im Jahr feiern wir die Geburt von Jesus Christus.

  10. #10
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    Seh ich auch so.
    LG

    Jamy


 

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