@ Pepe
Was Elisa sagte, zeigt sehr deutlich den Unterschied zwischen freund-,nachbarlichem und egozentrischem Verhalten.Dann sind die anderen gefordert, mir zu spiegeln und zu zeigen wie ich mich verhalte. Ich brauch dann die Rückmeldung und Unterstützung anderer. Wir haben ja auch füreinander Verantwortung, brauchen einander, um miteinander zu lernen.
Zitat von Elisa
Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, so dass ihr nicht tut, was ihr wollt. Galater 5,16+17..Luther 1984Du verstehst die beiden Zitate von Elisa aus dem Galatherbrief als "Körperfeindlichkeit". Wahrscheinlich kämpfst du in deinem Vorstellungsvermögen gegen eine Unklarheit, was die Übersetzung betrifft.Dieses Denken muss m.E. überholt sein. Das geht nicht mehr. Dazu wissen wir zu viel vom notwendigen Zusammenspiel zwischen Geist, Seele, Körper. Körperfeindlichkeit schafft ganz schlimme Selbstkonflikte. Viele Suchtproblematiken sind darauf zurückzuführen. Körperfeindlichkeit wirkt sich seelenzerstörend aus, da gibt es Zusammenhänge, die ernstgenommen werden müssen.
Im Deutschen gibt es für Fleisch nur 1 Wort. Wogegen im Französischen 2 Worte bestehen:
1. viande > Fleisch der Körper von Menschen und Tieren.
2. La chair > Für eine selbstbezogene, eigenwillige, vergnügungssüchtige Haltung.
Daher das Wort Karneval (carne) was in sich schliesst, für einige Tage im Jahr offiziell die Sau rauslassen zu können und sich um keine edlen Gesinnungen zu kümmern. Im Sinn von: Die Gedanken sind frei - und damit auch gleich alle Taten. Keine Verantwortung. Keinen Respekt sich selber und andern gegenüber.
So ungefähr.
Beim Wort "Geist" kommen wir übersetzungsmässig schneller in die richtige Richtung, weil wir uns den Geist als etwas Höheres, Verinnerlichtes vorstellen.
In der Tat: Der Geist, und damit ist im biblischen Sinn der Heilige Geist gemeint, hat seine eigenen Vorstellungen gepaart mit den sichtbaren Früchten, die Er hervor zu bringen imstande ist.
So liest man in der Fortsetzung des Zitates von Elisa ab Vers 22:
Das tönt doch gut. Und hat gar nichts mit Körperfeindlichkeit zu tun.22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.
23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
26 Lasst uns nicht nach leerem Ruhm streben, einander nicht herausfordern noch einander beneiden!
Wobei ich dir aber recht gebe, dass nicht wenige christliche Moralvertreter dies eben auch falsch verstehen und entsprechend die Leute zu Zucht und Ordnung und Disziplin und Asketismus umerziehen wollen. Wodurch dann das irreführende Bild einer körper- und menschenfeindlichen Gottheit entsteht.
Das sehe ich überhaupt nicht so.
Uwe



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