hallo
mir ist bei deinen glaubenserfahrungen aufgefallen:die jesu-liebe,heilsgewissheit und gnadenzusage am kreuz.
darf ich dich fragen: auf was ist denn gemäss deiner gelernten tradition diese heilsgewissheit begründet?
hallo
mir ist bei deinen glaubenserfahrungen aufgefallen:die jesu-liebe,heilsgewissheit und gnadenzusage am kreuz.
darf ich dich fragen: auf was ist denn gemäss deiner gelernten tradition diese heilsgewissheit begründet?
Ist Teil der Rechtfertigungslehre. Gerecht durch den Glauben an den Opfertod Jesu Christi. Am besten beschrieben durch Paulus in den Briefen an die Römer und an die Galater.
Sorry, wenn ich mich theologisch nicht immer sehr korrekt ausdrücke.
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.(Art. 4 Abs. 1 GG)
und inwieweit hat man teil an der auferstehungskraft christi?
Gelehrt wird, dass man einzig durch den Glauben an Tod und Auferstehung Jesu Christi Gnade vor Gott findet. Du kann all deine Schuld und Sünde "unter dem Kreuz" ablegen. Aber die genannten Quellen beschreiben das eigentlich auch sehr ausführlich.
![]()
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.(Art. 4 Abs. 1 GG)
Nicht unbedingt. Viele Bibelgläubige Menschen sehen die Bibel eher als eine Sammlung von Erfahrungen verschiedener Menschen mit Gott. Jedoch von Menschenhand niedergeschrieben und dadurch auch nicht fehlerfrei.Wenn die Bibel für mich nicht nur aus netten Geschichten, Legenden, Sagen und Mythen bestehen soll, die ein vorderasiatisches Hirtenvolk vor zwei- bis dreitausend Jahren gesammelt und niedergeschrieben hat, sondern für mich das wahre Wort Gottes beinhalten soll, dann muss ich schon an eine Art Verbalinspiration oder ähnliche Inspirationsvorstellungen glauben.
Das ist auch völlig richtig. In meiner persönlichen Erfahrung kann ich sogar noch weitergehen: Ich habe Gott so richtig erst außerhalb der Bibel finden können. Der biblische Gott zeigt nur eine mögliche Facette der Gottesvorstellung auf, aber in Wahrheit offenbart sich Gott, oder Göttin, (auch) auf bedeutend vielfältigere und andere Weise.Ich habe gelernt, dass es auch ohne Bibel Gott geben kann, wenn ich daran denke, wie viele Religionen es auf der Welt gibt, die sich mit einem oder mehreren Göttern beschäftigen ohne über die Bibel zu verfügen bzw. ihren Glauben darauf abzustellen
Nicht nur als Vater, sondern auch als Mutter. Nicht nur als ungreifbares Wesen "im Himmel", sondern auch als die Natur um uns herum. Nur um zwei kleine Beispiele zu nennen.
Was dieser Gott, oder diese Göttin erwartet, ist, daß du seine/ihre Schöpfung achtest. Das heißt, sei gerecht, habe Respekt und Achtung, nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Tieren und Pflanzen. Zerstöre nicht, sondern baue auf.
Ich habe schon Christen erlebt die in Endzeiterwartung der Meinung sind, man könne diesen Planeten nun beliebig zerstören und verschmutzen, denn Jesus kommt ja sowieso bald wieder - und mit der Zerstörung führt man sein Kommen eventuell noch schneller herbei.
Das ist krank und das Gegenteil von dem, was Gott/Göttin will.
Es geht nicht darum, an etwas bestimmtes zu Glauben, es geht darum, nach seiner Bestimmung zu handeln. Und für eine Liebesbotschaft Gottes braucht man kein Menschenopfer, im Gegenteil, sie sind ihm/ihr zuwider. Die Liebesbotschaft Gottes ist die Schöpfung selbst.
Das Sterben und Auferstehen ist, wenn du es genau betrachtest, ein Kreislauf der Natur. Im Winter "stirbt" die Natur, um im Frühjahr in voller Kraft wieder aufzuerstehen.
Blumen welken, um im nächsten Jahr wieder zu blühen.
Wasser wird der Erde entrissen, um als Regen wieder auf sie zurückzufallen.
Und wenn wir sterben, werden wir zu Asche und aufgrund dieser Asche entsteht neues Leben.
Und wenn du mal alte Asphaltstraßen anschaust- manchmal sind sie aufgebrochen und Gras wächst hindurch. Das Leben siegt, auch wenn es gewaltsam fortgenommen wird.
Jesus und der Kruezestod sind nur ein personifiziertes Sinnbild dafür.
Natürlich ist diese Geschichte nie wirklich passiert, aber man kann einen tieferen Sinn dahinter erkennen, es ging nicht nur darum einen zornigen Gott mit der Welt zu versöhnen.
Meine Antwort bewegt sich zwar außerhalb der Buchreligionen, aber ich hoffe, sie hilft dir vieleicht trotzdem ein Stück weiter.
Alle sinnlichen Genüsse regen bei edlen Naturen den Geist an. Bei unedlen Naturen jagen sie ihn davon. - Waldemar Bonsels
Von der Natur aus gibt es weder Gutes noch Böses. Diesen Unterschied hat die menschliche Meinung gemacht. - Sextus Empiricus
)O(
@jim
wenn ich nun richtig verstehe, kennst du diese lehre, aber persönlich hast du diese heilsgewissheit doch nicht?
und ich verstehe dich so, dass du die auferstehung christi als zugang zu gott gelehrt bekommen hast.
aber ich höre nicht, dass diese auferstehungskraft dein persönliches leben beeinflusst. kennst du also die wirksame kraft seiner auferstehung an dir selbst noch nicht?
Vielen Dank Saweljuschka. In der Tat denke ich, dass ich gar nicht so weit von deiner Position entfernt bin. Vielleicht sollte man wirklich damit aufhören, sein Denken und Handeln, kurz sein gesamtes Leben nach den Vorstellungen von Menschen früherer Epochen auszurichten, die sich leider auch in ihrer zum Teil archaisch-inhumanen Ideologie von den ethischen Wertsetzungen unser heutigen Zeit stark unterscheiden (gerade das alte Testament liefert ja wunderbare Beispiele dafür). Auch ich glaube mehr und mehr, dass man sein Augenmerk stärker auf die Abläufe in Natur und Umwelt richten sollte. Demut und Achtung vor den Gesetzen der Natur sind Eigenschaften, die in gegenwärtigen Zivilisationen immer noch weniger Beachtung finden als religiöser Dogmatismus. Ebenso gibt es zeitgemäßere Ansichten von sozialer Verantwortung.
Offenbar bedarf es jedoch eines stärkeren Abnabelungsprozesses in den Fällen, in denen frühkindliche Erfahrungen durch Einflüsse in Erziehung und Gesellschaft tiefe Wurzeln geschlagen haben.
Insofern weiß ich auch nicht wirklich, wie ich auf Schikums Frage antworten soll. Klar, man hat halt eine gewisse Lehre verinnerlicht und versucht, seine Welt danach zu ordnen. Wenn sich einem der Sinn des ganzen aber nicht erschließt, kommt man eben nicht weiter. Ist ja auch wieder logisch: wenn ich einerseits die Ernsthaftigkeit eines biblischen Sündenregisters in Zweifel ziehe, wozu brauche ich auf der anderen Seite Sündenvergebung und Gnadenzusage?
JK
Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.(Art. 4 Abs. 1 GG)
Lesezeichen