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  1. #181

    Standard

    Liebes Provisorium,
    gut, dass du schreibst. Ich bin zwar grad noch beschäftigt mit Römer 13.
    Du liebe Zeit, welche Inhaltsverluste und Verdrehungen müssen wir auf unserer Erdenreise in Kauf nehmen?

    Ich hoffe, dass du und vielleicht auch andere Leser so zeitnah wie möglich Antworten erhalten. Egal ob durch Schreiber, egal ob durch genauere Übersetzungen oder durch eine persönliche Offenbarung.

    Du bist jedenfalls nicht die erste, die unter diesem Druck und vermeintlichen Widersprüchen leidet, weil Content verloren ging und weil gewisse Dinge in andern Sprachen beim übersetzen verwässert oder um-sinniert wurden.
    Wie auch im Fall vom Römerbrief, Kap. 13. der hier gleich publiziert wird.
    Uwe

  2. #182

    Standard

    @Provisorium
    Paulus an besagter Römer(11)stelle versteh ich so daß Gott Ungläubige durch die Verstocktheit "der Juden" zum Glauben gewann. Mehr noch: Gott habe demnach "Israel" sogar extra Verstockt sein lassen... sie extra "blind sein lassen"... damit durch sie andere zum Glauben erst kommen.

    Ich halte nicht viel von dieser paulinischen Theologie. In meinen Augen redete er es sich eher theologisch nur irgendwie zurecht um seinen Konflikt mit "den Juden" irgendwie auf einen Versöhnungsnenner zu bringen um am Ende triumphierend sagen zu können: "Denn Gott hat alle zusammen in den Unglauben eingeschlossen, auf daß er alle begnadige".

    Kam sicherlich nicht an bei "den Juden" damals :-)

    War imho seine persönliche "Methode" sich irgendwie Gegenseitig zu versöhnen. Er war halt einfach noch ein "Waschechter Theologe" :-)

  3. #183

    Standard

    Hallo Sarandanon

    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Auch Toleranz hat seine Grenzen. Unserem verblassten Doppeluser konnte man damit ja bekanntlich nicht beikommen, weil dieser uns und sich selbst betrogen hat. Und wenn dann eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist, ziehe ich mich daraus zurück.
    Ja, Rückzug finde ich manchmal auch empfehlenswert. Anderseits heisst es: "Antworte dem Toren nicht, wie es seine Dummheit verdient, damit nicht auch du ihm gleich wirst. Antworte dem Toren, wie es seine Dummheit verdient, damit er sich nicht einbildet ein Weiser zu sein." (Spr. 26.4) --> Es muss uns denn doch auch am Herzen liegen, der offensichtlichen Arglist nicht einfach frei die Zügel schiessen zu lassen.
    Du schreibst von einem Doppeluser?; ich hatte da mehr denn einen Mehrfachuser geortet. Immer noch bin ich wachsam, ob die "Missklang-Frequenzen" unter neuem Namen wiederauftauchen. Was ja mal war, kann wieder sein. Zudem - man möge es mir nachsehen - stehen für mein Empfinden die beiden Anfangsbuchstaben des hebräischen und des griechischen Alphabeths zu nahe beieinander, als dass mein Geist die dahinterstehenden Geister nicht unwillkürlich miteinander in Bezug setzen würde. Bis jetzt finde ich aber Alpha o.k., und ich schätze, dass die Plattform erhalten bleibt: Ein herzliches Dankeschön an seine Adresse und Wertschätzung für die Geduld mit mir / uns zu Anfang!!! :-)

    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ich verfalle da selten dem Eifer. Bei dem Doppeluser bin ich allerdings dann doch desöfteren mal über diese Grenze gegangen, weil ich ganz einfach Ungerechtigkeit empfand.
    Dass du kein Zelot bist, das ist ganz gut ersichtlich! ;-) Ruhe und Gelassenheit ist wohltuend wenn's heiss hergeht, und sie verhelfen, den Durchblick nicht zu verlieren. Aber ich denke, das ist auch ein wenig Gnade, ob's einem gelingt oder nicht.
    Ungerechtigkeit! - Ich habe an mir selber beobachtet, dass das Unrechtsgefühl im Menschen - wenn es einem denn bewusst wird - durchaus nicht immer so leicht richtig zugeordnet werden kann. Es gibt Taktierer, die geschickt die Akteure für die eigenen Zwecke einspannen, und ehe man sich versieht, wird einem eine Meinung untergeschoben, die ganz und gar nicht authentisch ist. Manchmal geschehen ganz subtile Übergriffe, Vereinnahmung durch unterschwellige Manipulationen. Wenn man nicht sehr achtsam ist, läuft man Gefahr mitsamt den eigenen Überzeugungen herhalten zu müssen, wofür man eigentlich gar nicht will.
    Du schreibst weiter unten, dass es "...ganz üblen christlichen Fundamentalismus" gäbe. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Machtspiele im Christentum der alten Zeit angehören und ausgespielt sind... Übler Fundamentalismus wird zwar häufig in Verbindung gebracht mit irgend einer religiösen Gruppe, aber da muss doch wohl eher die Religion für etwas Abartiges herhalten, sozusagen wird sie als Legitimation missbraucht, um Untaten zu rechtfertigen. Oder ist sie ein besonders geeignetes Opfer, sozusagen als Projektionsfläche für uneingestandenen oder auch unverhohlenen Hass? Hat diese Art von Missbrauch etwas mit dem zu tun, wofür in der Bibel das Wort Besessenheit verwendet wird?


    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Wie ich schon mal anmerkte, reicht es zum Fundamentalismus nicht aus, die Bible wort-wörtlich zu nehmen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du das AT dann auch wörtlich nimmst. Aus meiner Sicht kann es bei diesem Vorgehen zu Anschuungsproblemen bezogen auf die heutige Zeit kommen. Daraus folgt dann, dass Du Dir Interpretationsbrücken baust (oder annimmst), so wie mit den Aussagen Paulus zur Rolle der Frau.
    Ja, ich nehme auch das AT wörtlich, weil nach meiner Erkenntnis die ganze Bibel als Einheit zusammengehört, linear wiedergebend, was im Grunde nur ein ganzheitlicher Blick auf das Panorama der Schöpfungsgeschichte und den geistigen Zustand der aktuellen Menschheit offenbart. - Wenn du schreibst, dass ich mir Interpretationsbrücken baue, oder solche annähme, so tue ich das wohl, damit ich über die persönlichen Erkenntnisse mit meinesgleichen diskutieren kann. Beim Bibellesen aber sind solche Krücken störend, denn sie werfen Schatten, weil sie nur Umschreibungen sind, die die Wahrheit verschleiern. Es ist aber logisch, dass ich - um mein persönliches, aktuelles Verständnis einer Bibelstelle aufzuzeigen - andere Worte verwende / verwenden muss, Worte, die nicht genau den Wortlaut der Bibel wiedergeben; ich muss ja doch für diesen Zweck auf andere Begriffe ausweichen, die als Ersatz oder Umschreibung dienen. Nichtsdestotrotz ist aber die Art und Weise, wie ich die Bibel lese und daraus Erkenntnisse schöpfe keineswegs Interpretation, sondern unbedingt wortwörtlich und möglichst ungetrübt/unverfälscht.

    Es stört mich, dass je länger je mehr unter Gläubigen die Überzeugung geschürt wird, die Bibel könne im althergebrachten Wortlaut nicht mehr dienen, weil die Texte veraltet, verstaubt seien und der Inhalt nicht mehr zeitgemäss. Das ist schlicht eine Verkennung der Wahrheit, denn die Bibel ist nach wie vor Gottes Wort, vom ersten bis zum letzten Wort, und darum ist es sehr wohl zeitgemäss, denn Gottes Wort ist lebendig. Wenn wir die Bibel nicht möglichst belassen, wie sie uns zur Verfügung steht, dann stülpen wir ihrem Inhalt bloss unsere eigene sehr beschränkt-menschlich-eingebildete Dummheit über. Der wahre, geistige Gehalt aber geht uns "flöte". Hoffentlich siehst du das ähnlich... - das täte gut, inmitten von Bibel-Kritikern. ;-)


    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ja. Es ist Dein gutes persönliches Recht die Bibel so anzunehmen, wie Du es für Dich für richtig hältst.
    Ja, jeder Mensch soll dieses Recht für sich beanspruchen dürfen, inkl. all jenen, die vorinterpretierte Bibeltexte als Krücken verwenden möchten. Aber bitte, schafft die alten Werke nicht weg; sie könnten auch für euch noch irgendwann zum begehrenswertesten Gut avancieren, und darum sollen Bibeln weiterhin wertgeachtet und möglichst unverfälscht für jeden Suchenden jederzeit erhältlich sein.


    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Hier muss ich Dir leider widersprechen. Es gibt ganz üblen christlichen Fundamentalismus. Dieser ist in der Hauptsache bei evangelikalen Glaubensgemeinschaften zu finden. Man muss aber ganz klar sagen, dass diejenigen, die sich Gottes Wort zum Werkzeug machen, es für sich und ihre Zwecke nutzen, mit Barmherzigkeit und Nächstenliebe überhaupt nichts im Sinn haben. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass diese Menschen eigentlich gar keine Christen sind. Das mag richtig sein aber sie nutzen christliches Gedankengut.
    Dass es üblen christlichen Fundamentalismus gibt, das kann ich leider nicht widerlegen. Ich wollte das ja auch nicht negieren. Nur den Wunsch habe ich, dass dieser Begriff sehr vorsichtig verwendet werden sollte. Übler Fundamentalismus und Christentum widersprechen sich, - vertragen sich nicht, - gehören nicht zusammen, da die Nächstenliebe die Seele des Christentums ausmacht. Wie du schreibst, wird christliches Gedankengut auch nach meiner Beobachtung leider manchmal auch benutzt und beschmutzt, pervertiert, missbraucht... Auch wenn die Zahl der Missbräuche gemessen am Gros der Anständigen verschwindend gering ist, so fällt dennoch ein "böser" Schatten auf uns Christen, und es gibt darum wohl auch immer wieder Bestrebungen, die die christlichen Werte durch weltliche Gesetze ersetzt sehen möchten, während die Bibel mehr und mehr verpönt wird oder gar als gefährliches Gedankengut in Verruf gebracht wird. Da regt sich in mir auch ein Unrechtsgefühl, dem ich mich nicht erwehren kann...


    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ich muss aber nochmals betonen, dass auch ich überzeugt bin, dass alle NT-Briefe Gottes Wort enthalten, es aber eben nicht vollumfänglich sind.
    Da stehen wir uns ja näher als ich dachte!!! Die Briefe sind für mich derzeit besonders mit Blick auf die erwartete Wiederkunft Jesu beachtenswert. Gerade dies ist aber wohl ein Teil, den du vermutlich dem damaligen Zeitgeist zuschreibst, oder irre ich mich da?

    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ich war über 40 Jahre rk. In den letzten zwei Jahren habe ich mich eingehend mit der Thematik RKK beschäftigt und habe für mich beschlossen, dass diese Kirche für mich nicht der richtige Weg ist. Aber das ist ein ganz anderes Thema und gehört hier nicht her.
    Jeder Mensch soll frei sein, seines Glaubens und seiner Überzeugung zu leben, soweit sich die Entscheide und Handlungen nach bestem Wissen und Gewissen im Rahmen der Nächstenliebe bzw. innerhalb der staatlichen Rechtsordnung bewegen. Ich halte die RKK durchaus nicht für die einzig und allein seligmachende Kirche, aber meinen ganz persönlich eingeschlagenen Weg, den halte ich für mich persönlich dennoch als den für mich einzig und allein seligmachenden Weg. Diese Überzeugung darf meines Erachtens jeder Mensch für sich und seinen eingeschlagenen Weg beanspruchen, soweit er nicht die Gebote Gottes bzw. die geltende Rechtsordnung der Gesellschaft unterminiert oder gar mit Füssen tritt.

    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ich lächle mal zurück.
    Ha, nett dein Lächeln! :-)
    Lächle <---> Lächle

    Lg Mitleser

    Ach ja, nach dem sehr ruhigen Pfingstwochenende werde ich nun wieder hart an die Arbeit gerufen. Es wird nun wohl einiges stiller von meiner Seite her.

  4. #184

    Standard Römerbrief, Kap. 13

    Liebe Leute,
    eigentlich war der Crash-Konflikt voraussehbar.
    Obwohl jetzt Kritiker net.krel sich entscheidet, zusammen gehörende Verse definitiv voneinander zu trennen und nur die einen anzusehen und die andern nicht, dann ist das vorerst schon mal inkonsequent.
    Zum zweiten kann gesagt werden, dass der menschliche Verstand mit seiner wissenschaftlich geprägten Denkweise hier völlig versagt.

    Gebt es auf, wir sitzen auf dem falschen Dampfer! Drehen uns im Tümpel anstatt auf dem Meer mit vollen Segeln zu fahren.

    Und jetzt muss ich allen Lesern hier schlicht und einfach sagen:
    Paulus spricht in Röm. 13 ab Vers 1 nicht von staatlicher Obrigkeit, wie sich das die weltlichen Kirchen zurecht schneiderten oder zumindest akzeptierten.

    Sondern Paulus spricht von der wertvollen Vollmacht der Gläubigen, welchen Christus eine ganze Reihe Vollmachten verlieh, wie das auch Mitleserin erwähnte (Markus 16,17+18):

    "Durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden,
    18 Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.
    Dieser Vollmacht des Leibes Christi hier aus Erden - denominationslos - sollen sich die Gläubigen unterordnen.
    Nicht einer staatlichen Obrigkeit; denn es gibt deren keine, die irgendwie Anspruch auf göttliche Rechtmässigkeit erheben könnte.

    Ich werde hier ganz massiv verkürzen. Wer sich mit der vollständigen Abhandlung über dieses strittige, ja sogar kriegs- und Rassismus unterstützende Thema genau auseinander setzen will - ohne hier im Forum rechthaberisch aufzutreten - der/die möge folgenden Link nutzen:

    http://www.pensamientocritico.info/index.php/articulos-1/franz-hinkelammert1/roemer-131-8-ein-uebersetzungsvorschlag

    Uwe
    __________________________________________________ _______________________


    Die Übersetzung

    (die folgenden Zahlen in BLAU kann man beim lesen ausser acht lassen)


    1. Vorbemerkung

    Die folgende Übersetzung von Röm 13,1-8 ist durchsetzt von Anmerkungen.
    Dies hat seinen Grund einfach darin, dass der Text in unseren Hirnen dermassen von der Interpretationsgeschichte durch das imperiale Christentum verseucht ist, dass wir in mühsamer Kleinarbeit Grammatik und Konnotationen wieder an den Ort stellen lernen müssen, der ihn als originär paulinischen Text wiedererkennbar macht.
    42
    Des Übrigen wollte ich den Wortlaut dem griechischen Original entlang möglichst getreu wiedergeben und nicht einen Text mit Umschreibungen produzieren, der zwar den Sinn durchsichtiger hätte werden lassen, doch zu einer Verflachung oder gar Verschiebung des Sinns hätte führen können und dabei viel von der Spannung verloren hätte, den er in sich trägt.


    1. Der Text Röm 13,1-8


    Das ganze Leben werde unter die unüberbietbar wertvollen Vollmachten gestellt
    43.
    Denn es gibt keine Vollmacht, ausser von Gott, die es aber sind
    44, von Gott eingesetzt sind sie, so dass, wer sich der Vollmacht widersetzt45, Gottes Anordnung46 entgegengetreten ist;
    die Entgegentretenden werden sich selber den Rechtsspruch nehmen
    47.

    Die Archonten
    48 nämlich sind nicht dem guten Werk Furcht49, sondern dem bösen.
    Willst Du Dich nicht fürchten vor der Vollmacht?
    50 Tue das Gute und du wirst Wertschätzung haben aus ihr51 - denn Gottes Helferin52 ist sie53 dir zum Guten.

    Wenn du das Böse
    54 machst, fürchte dich, denn nicht umsonst trägt sie55 das Schwert56, denn Gottes Helferin57 ist sie58, ahndend auf den ZORN hin den, der das Böse macht.59

    Darum bleibt gar nichts anderes übrig, als sich darunterzustellen
    60, nicht nur wegen des ZORNES61, sondern auch wegen der Ein-Sicht: deswegen62 bringt63 ihr ja auch Tribute zum Ziel64, denn Liturgen65 Gottes sind sie66.

    Dies beharrlich betreibend
    67 gebt68 allen die Verpflichtungen69 zurück :
    Tribut, wem Tribut,
    Ende wem Ende
    70,
    Furcht wem Furcht,
    Ehrung wem Ehrung.
    71
    Schuldet keinem nichts, ausser: Einander-Lieben.
    Wer nämlich den Anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.



    Fazit:
    Römer 13,1-7 kann als Text interpretiert werden,
    der nicht den Unterwerfungsstrategien irgendwelcher Obrigkeiten** als nützlicher Idiot dient,
    (**Regierungen, Staaten, War lords, Staatskirchen, Freikirchen usw. / Anmerkung von Uwe)

    sondern im Gegenteil diese Strategien in ihrer Relativität offenbart und den verrückten Weg der Vollmacht der Angesprochenen bestärkt.

    Auf diese Weise fügt er sich dann auch bestens in den Kontext von Röm 12 und Röm 13,8ff.
    Geändert von Uwe (09.06.2014 um 17:13 Uhr)

  5. #185

    Standard

    @Uwe
    wäre natürlich schön wenn Paulus das in Wirklichkeit sagte bzw. meinte. Also wieder einmal mehr das glatte Gegenteil von dem wie es eigentlich in allen mit bekannten Bibel steht.

  6. #186
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    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Ja, Rückzug finde ich manchmal auch empfehlenswert. Anderseits heisst es: "Antworte dem Toren nicht, wie es seine Dummheit verdient, damit nicht auch du ihm gleich wirst. Antworte dem Toren, wie es seine Dummheit verdient, damit er sich nicht einbildet ein Weiser zu sein." (Spr. 26.4)...
    Also an dieser Stelle muss ich mal eingreifen, auch wenn das überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema dieses Threads zu tun hat. Aber ich finde es wirklich unverschämt und tief traurig wie hier über Ex-User hergezogen wird, die sich nicht mehr äußern können!

    Es verrät viel über das Herz eines Menschen, wenn er sich in solcher Weise äußert, wie Du es hier tust! Wirklich, so ein Verhalten entsetzt mich! Da kommen mir wirklich die Tränen! Schlimm!
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  7. #187

    Standard

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Du schreibst von einem Doppeluser?; ich hatte da mehr denn einen Mehrfachuser geortet. Immer noch bin ich wachsam, ob die "Missklang-Frequenzen" unter neuem Namen wiederauftauchen.
    Ich hab nochmal nachgeschaut. Er war tatsächlich Mehrfachuser. Tut mir leid aber das ist schon fast bemitleidenswert. Naja, wie auch immer - aber auch ich achte auf so manchen Wortlaut.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Du schreibst weiter unten, dass es "...ganz üblen christlichen Fundamentalismus" gäbe. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Machtspiele im Christentum der alten Zeit angehören und ausgespielt sind... Übler Fundamentalismus wird zwar häufig in Verbindung gebracht mit irgend einer religiösen Gruppe, aber da muss doch wohl eher die Religion für etwas Abartiges herhalten, sozusagen wird sie als Legitimation missbraucht, um Untaten zu rechtfertigen. Oder ist sie ein besonders geeignetes Opfer, sozusagen als Projektionsfläche für uneingestandenen oder auch unverhohlenen Hass? Hat diese Art von Missbrauch etwas mit dem zu tun, wofür in der Bibel das Wort Besessenheit verwendet wird?
    Nein, Machtspiele gehören ganz und gar nicht der Vergangenheit an. Allerdings geht es zB in der Führung der größten christlichen Konfession nicht um Fundamentalismus sondern um Pfründe und Reichtum. Die Evangelikalen nutzen den Fundamentalismus, um Menschen zu beeinflussen und zu manipulieren. Das kann die erwähnten profane Beweggründe haben. Aber auch ein übersteigerter Glaubenseifer, vielleicht eine Art Besessenheit, führt zu Missbräuchen.

    Die Religion war schon immer ein besonders gutes Mittel um machtpolitische und geldgierige Ziele zu verfolgen. Es wurde mit der Todesangst der Menschen gespielt. Ich gebe jedoch zu, dass dies in der heutigen Zeit zumindest für das Christentum nicht mehr so entscheidend ist. Dazu ist die christliche Welt mittlerweile zu aufgeklärt, um sich zB von den Erdichtungen über das Fegefeuer und Ablasshandel beeindrucken zu lassen.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Es stört mich, dass je länger je mehr unter Gläubigen die Überzeugung geschürt wird, die Bibel könne im althergebrachten Wortlaut nicht mehr dienen, weil die Texte veraltet, verstaubt seien und der Inhalt nicht mehr zeitgemäss. Das ist schlicht eine Verkennung der Wahrheit, denn die Bibel ist nach wie vor Gottes Wort, vom ersten bis zum letzten Wort, und darum ist es sehr wohl zeitgemäss, denn Gottes Wort ist lebendig. Wenn wir die Bibel nicht möglichst belassen, wie sie uns zur Verfügung steht, dann stülpen wir ihrem Inhalt bloss unsere eigene sehr beschränkt-menschlich-eingebildete Dummheit über. Der wahre, geistige Gehalt aber geht uns "flöte". Hoffentlich siehst du das ähnlich... - das täte gut, inmitten von Bibel-Kritikern. ;-)
    Du scheinst mich diesbzgl. immer noch misszuverstehen. Es geht mir nicht darum, die Bibel modernisieren zu wollen. Sie solte im Wortlaut bleiben, wie sie ist. Die Verbindung mit dem modernen Kontext stelle ich nur dann her, wenn zB die NT-Briefe-Autoren ihre persönliche Meinung und Einstellung aus ihrem Zeitgeist heraus kund tun. Gott hat gewollt, dass sich Mensch und Gesellschaft weiterentwickelt. Wir können damit auch nicht umhin, nicht im Stile der Antike und des Patriarchalismus zu verharren.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Da stehen wir uns ja näher als ich dachte!!! Die Briefe sind für mich derzeit besonders mit Blick auf die erwartete Wiederkunft Jesu beachtenswert. Gerade dies ist aber wohl ein Teil, den du vermutlich dem damaligen Zeitgeist zuschreibst, oder irre ich mich da?
    Ja, in dem Punkt irrst Du Dich. Die Wiederkunft des HERRN ist Bestandteil des Glaubensgeheimnisses und ist natürlich Gottes Wort. Das gehört auch in der Alt-Katholischen Kirche zur Glaubenslehre.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Ich halte die RKK durchaus nicht für die einzig und allein seligmachende Kirche, aber meinen ganz persönlich eingeschlagenen Weg, den halte ich für mich persönlich dennoch als den für mich einzig und allein seligmachenden Weg. Diese Überzeugung darf meines Erachtens jeder Mensch für sich und seinen eingeschlagenen Weg beanspruchen, soweit er nicht die Gebote Gottes bzw. die geltende Rechtsordnung der Gesellschaft unterminiert oder gar mit Füssen tritt.
    Da bin ich sehr erfreut. Du bist wahrlich nicht die einzig römisch Glaubende, die so denkt. Allerdings sagt das Lehramt etwas anderes.

    Zitat Zitat von Mitleser Beitrag anzeigen
    Ach ja, nach dem sehr ruhigen Pfingstwochenende werde ich nun wieder hart an die Arbeit gerufen. Es wird nun wohl einiges stiller von meiner Seite her.
    Na, dann wünsche ich frohes und erfolgreiches Schaffen und Gottes Segen.

  8. #188

    Standard

    Hallo Provisorium

    Zitat Zitat von Provisorium Beitrag anzeigen
    Also an dieser Stelle muss ich mal eingreifen, auch wenn das überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema dieses Threads zu tun hat. Aber ich finde es wirklich unverschämt und tief traurig wie hier über Ex-User hergezogen wird, die sich nicht mehr äußern können!

    Es verrät viel über das Herz eines Menschen, wenn er sich in solcher Weise äußert, wie Du es hier tust! Wirklich, so ein Verhalten entsetzt mich! Da kommen mir wirklich die Tränen! Schlimm!
    Da entschuldige ich mich auch schön für den Schmerz, den ich dir zufüge. Aber bei mir ist das nun einmal so, dass ich einen Lügner mit einem Toren gleichsetze, bzw. der Tor muss noch lange kein Lügner sein. Dass aber der / die Ex-User Lügner und Trickser waren, das ist ja erwiesen.

    Ausserdem gings mir in der Diskussion mit Sarandanon um die Frage, wie man mit solchen Menschen umgehen kann. Alles andere ist Nebensache.

    Lg Mitleser

  9. #189
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    1.523

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    Ja, schon klar, Mitleser! Du hast das alles sehr gut durchdacht und stehst so weit erhaben, bist soviel besser... Ach, ich lass es, aber ehrlich, Du ekelst mich an!!!!
    Gott ist ein Gott der Gegenwart. Wie er dich findet, so nimmt und empfängt er dich, nicht als das, was du gewesen, sondern als das, was du jetzt bist. (Meister Eckhart)

  10. #190

    Standard

    Hallo
    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Du scheinst mich diesbzgl. immer noch misszuverstehen. Es geht mir nicht darum, die Bibel modernisieren zu wollen. Sie solte im Wortlaut bleiben, wie sie ist. Die Verbindung mit dem modernen Kontext stelle ich nur dann her, wenn zB die NT-Briefe-Autoren ihre persönliche Meinung und Einstellung aus ihrem Zeitgeist heraus kund tun. Gott hat gewollt, dass sich Mensch und Gesellschaft weiterentwickelt. Wir können damit auch nicht umhin, nicht im Stile der Antike und des Patriarchalismus zu verharren.
    Nein, missverstanden habe ich dich diesbezüglich keinesfalls, sondern ganz im Gegenteil habe ich die Übereinstimmung zwischen uns in diesem Punkte genau herausgelesen. Aber ich wollte denn doch auch einmal die Stimme erheben, um neben den bibelkritischen Äusserungen auch mal meine andere Sicht offen zu vertreten; man sollte ja beinahe meinen, es gäbe nur bibelkritische Stimmen.

    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Ja, in dem Punkt irrst Du Dich. Die Wiederkunft des HERRN ist Bestandteil des Glaubensgeheimnisses und ist natürlich Gottes Wort. Das gehört auch in der Alt-Katholischen Kirche zur Glaubenslehre.
    Ich hab mich noch kaum je so sehr gefreut über einen Irrtum! ;-) Bei meiner Kirchgemeinde vermisse ich hin und wieder, dass die Wiederkunft Jesu praktisch keine Bedeutung zu haben scheint. Gut gibt's die Altkatholiken! ;-)


    Zitat Zitat von Sarandanon Beitrag anzeigen
    Na, dann wünsche ich frohes und erfolgreiches Schaffen und Gottes Segen.
    Vielen Dank.


 

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