Nur kurz vorweg noch zum (angeblichen) Sühnetod Jesus zur (angeblichen) Vergebung unserer Sünden:
Im Gleichnis "von der Vergebung" (Mt 18:21) lehrte Jesus nicht daß es zur eigenen Vergebungstätigkeit noch den Glauben benötigte an seinen (angeblichzen) stellvertretend Sühnetod.
Und das, obwohl er zuvor(!) um seinen bevorstehenden Tod und Auferstehung wusste und dies auch angekündigte hatte. (Mt 17:22; 16:21)
Er wusste also sehr wohl um seine Todesumstände Bescheid... aber als Petrus ihm fragte wie es sich mit der Vergebung der Sünden verhält, erwähnte er nichts davon. Warum? Meine Antwort ist eben: Weil sein Tod und die Vergebung der Sünden gar nicht zusammenhängen. Dies haben die "messianischen Juden" (mitunter Paulus) im Nachhinein doch nur so gedeutet... ganz gemäß ihrer jüdischen Wurzeln wo des Tieropfer zur Teinwaschung der Sünden ja zentraler Bestanteil war.
Sie haben doch nichts anderes gemacht als die Tieropferei zur "Vergebung der Sünden" umgemünzt auf Jesuds Tod... daß er "das Lamm" sei...
Findest Du es nicht merkwürdig daß Johannes der Täufer Jesus als "das Lamm Gottes" erkannte (Joh 1:29) ... Jesus dies aber bei sich selbst erst kurz vor seiner Kreuzigung?
Nein das passt nicht. Sondern viel mehr daß mit "das Lamm Gottes" dann was anderes gemeint war als ein buchstäbliches "Schlachtlamm dessen Blut die Sünden (angeblich) rein wäscht". Wahrscheinlich etwas geistliches...
Aber nun wieder zurück... zum Bibelfundamentalismus...
Dann hast Du mich Missverastanden. (wobei nebenbei bemekrt das "Basteln was man gern selbst glauben möchte" mit der Bibel theologisch genauso gut funktioniert wie als wenn ich sie gleich ganz weg lassen würde)
Denn ich sprach von "Führung Gottes"... und nicht vom "Glauben selbst zusammenbasteln".
"Glauben selbst zusammenbasteln" geht auch mittels Konzilen.. richtig? Siehe die rkk wie die sich in ihren Konzilen alles mögliche zusammengebastelt haben und sich da natürlich immer schön ordnetlich auf den HG berufen hat...
Nein... ich lehne den "Bibel-Bastel-Bogen" genauso ab wie den "Konzil-Bastel-Bogen" als auch den "ich-denk-mir-meinen-Glauben-einfach-mal-so-aus"...
"nur" nicht. Sondern dennoch.
Ich unterscheide da aber.
Denn die Bibel wurde nicht von Gott dem Menschen einfach so übergeben. Sie haben sie sich regelrecht "geschnitzt". Das kann man historisch nicht von der Hand weisen.
Und nun heute einfach zu sagen: "Ja aber der heilige Geist hat ja die Kanonisierung überwacht"... ja was ist das denn für eine Argument bitteschön?
Das ist ja das gleiche wie wenn ich jetzt sagen würde: "Ja, aber das was ich jetzt alles schreibe wird auch vom HG überwacht und ist göttlich inspiriert"...
verstehst Du?
Das kann einfach jeder behaupten... je nach Lust und Laune.
Das ist einfach nur ein universal Einsetzbarer "Allround-Joker" der immer und überall angewendet werden kann ohne sich selbst begründen zu können. Es ist eine Art Zirkelschluss oder führt zu solch einen zumindest.
Auch ein Göbbels war zB der Ansicht daß das 3. Reich dem Willen des Schöpfers entspricht... Selbst die dunkelsten Seelen bedienen sich je nach Lust und laune dieses "Jokers"...
Nein... Nein... ich brauch da echt was Handfesteres...
Zum anderen: "Die Wahrheit der Bibel" ... was ist das? Es ist doch nichts anderes als das was jeder aus ihr meint herauszulesen. Interpretation. Theologie.
Die Bibel ist doch oft nur das "Medium" um sich selbst das zu bestätigen was man (meist Traditionell) eh schon geglaubt hat. Bzw. das, was man unedingt Glauben halt will.
Sie ist keineswegs Eindeutig. Man muss sie deshalb interpretieren. Und diese Interpreation ist doch nie wirklich "Neutral"... Sie ist doch meistens das, was man aus ihr "raus lesen" möchte. Und das, wie die persönliche Leseart nunmal ist.
Ein Mytisch veranlagter Christ liest ganz andere Dinge aus ihr als ein "buchstäblich" Verlanlagter Christ. Und nicht selten unterscheiden sich diese Lesensart wie Tag und Nacht.
All das gesagt... warum sie also so hochheben in den Himmel daß man sie mit Gottes Wort gleichsetzt... man und schon gar nicht mehr unterscheiden kann und tut zwischen "Gottes Wort" und "Bibel Wort"?
Die Glorifizierung der Bibel erinnert mich an den Turm von Babel.
Da wollten Menschen auch "ihr Werk" bis "zum Himmel" errichten...
Und was war das Ende vom Lied: Krum und Schief ist er geworden und dann auch noch zusammen gekracht.
Viele meinen ich hätte was gegen die Bibel wenn ich so schreibe... aber das stimmt nicht.
Ich hab nur was dagegen sie zu Gott zu machen. Sie auf einer Stufe Gottes zu stellen. "Bibel Wort" gleich "Gottes Wort" sein zu lassen... und das schon mit so einer Selbstverständlichkeit zu betraschten daß man es schon gar nicht mehr den Unterschied kennt zwischen Gottes Wort und Bibel Wort...
Daß das eigene Gottvertrauen von der Bibel abhängt.
Ja schlimmer noch: Daß man sich gar nicht vorstellen kann Gottvertrauen zu haben ohne sie...
Das ist doch eigentlich Biblizismus.
"das Evangelium des HERRN." ...
Da haben wir's doch schon wieder :-) Aus der damals nach eigenen Ermessen ausgewählten (r)katholischen Schriftensammlung wird "das Evangelium des HERRN."...
Nein. Auch die 4 Evangelien sind nicht das "das Evangelium des HERRN." sondern vermeintliche Augenzeugenberichte... Und Erzählungen vom Hören Sagen... die jemand aufgeschrieben hat... und die von den Kirchvätern dann irgendwann mal ausgewählt wurden daß sie in die (=ihren) Kanon aufgenommen wurden den sie seit dem Bibel nennen.
Das ist mir das Wort "HERR" zu heilig als daß ich diesen ganzen menschlichen prozess damit gleich setze.
Hätten sie damals noch ein anderes Evangelium nach ihren Ermessen in den Kanon damals aufgenommen... dann wäre das heute für Dich auch Bestandteil des "Evangelium des HERRN."...
Nein... in Wahrheit glaubt man doch nicht wirklich an den HERRN... sondern man glaubt an menschliche Entscheidungen und vertraut auf ihnen und betitelt diese dann als "das Wort des HERRN"...
Das ist legitim. Nur sollte man das dann auch Unterscheiden und keinen "Namensschwindel" (vor sich selbst) begehen... denn der HERR ist ja bekanntlich ein Eifersüchtiger... richtig? :-) :-)
Ja find ich natürlich auch. Aber selbst die Worte Jesus können gefährlich sein wenn man manche davon Buchstäblich versteht... Stichwort "Hand ab hacken" und "Auge aus reisen"...
Zudem finde ich sollte man da nicht wenn man im Glashaus sitzt mit Steinen werfen :-)
Denn in meinen Augen ist auch das (r) katholische Verständnis vom Abendmal ein ziemlich Buchstäbliches...
Diese Frage wird mir oft (vor allem von Christen) gestellt wenn man an dieser Stelle angelangt ist im Dialog.
Und jedesmal frage ich mich: Warum werde ich das komischer Weise immer gefragt? Du kennst doch das Vater unser selbst.. oder?
Also ich mach das so in :
"Gott Vater, Gib mir bitte die Kraft und die nötigen Erkentnisse nach Deinen Geboten zu leben. Lass mich meine Fehler die ich bisher nicht erkannte erkennen. Lass sie mir klar vor Augen führen damit ich sie in Zukunft vermeiden kann. Mach es so, wie Du es für für mich für richtig hältst. Und gib mir die Kraft und Einsicht auch die Fehler anderer zu vergeben. Führe mich. So, wie Du es für richtig hältst. Schütze mich. Schütze mich vor Versuchungen und lass sie mich fürhzeitig erkennen. Um all das bitte Dich. In Liebe, Dein Sohn."
Also das liest sich jetzt gerade vieleicht etwas "förmlich"... aber in meinen Gedanken ist es nicht so "förmlich" aufjedenfall ... :-) Es ist sehr intim eigentlich...
Und dann vertrau ich darauf daß er mein Kopfen registriert hat.
Aber es ist eignetlich mehr als Vertrauen.
Denn wenn Gott nicht in der Lage ist [mich] zu hören und zu führen... wer dann?
lg Net.Krel :-)




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