Hallo Sarandanon

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Auch Toleranz hat seine Grenzen. Unserem verblassten Doppeluser konnte man damit ja bekanntlich nicht beikommen, weil dieser uns und sich selbst betrogen hat. Und wenn dann eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist, ziehe ich mich daraus zurück.
Ja, Rückzug finde ich manchmal auch empfehlenswert. Anderseits heisst es: "Antworte dem Toren nicht, wie es seine Dummheit verdient, damit nicht auch du ihm gleich wirst. Antworte dem Toren, wie es seine Dummheit verdient, damit er sich nicht einbildet ein Weiser zu sein." (Spr. 26.4) --> Es muss uns denn doch auch am Herzen liegen, der offensichtlichen Arglist nicht einfach frei die Zügel schiessen zu lassen.
Du schreibst von einem Doppeluser?; ich hatte da mehr denn einen Mehrfachuser geortet. Immer noch bin ich wachsam, ob die "Missklang-Frequenzen" unter neuem Namen wiederauftauchen. Was ja mal war, kann wieder sein. Zudem - man möge es mir nachsehen - stehen für mein Empfinden die beiden Anfangsbuchstaben des hebräischen und des griechischen Alphabeths zu nahe beieinander, als dass mein Geist die dahinterstehenden Geister nicht unwillkürlich miteinander in Bezug setzen würde. Bis jetzt finde ich aber Alpha o.k., und ich schätze, dass die Plattform erhalten bleibt: Ein herzliches Dankeschön an seine Adresse und Wertschätzung für die Geduld mit mir / uns zu Anfang!!! :-)

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Ich verfalle da selten dem Eifer. Bei dem Doppeluser bin ich allerdings dann doch desöfteren mal über diese Grenze gegangen, weil ich ganz einfach Ungerechtigkeit empfand.
Dass du kein Zelot bist, das ist ganz gut ersichtlich! ;-) Ruhe und Gelassenheit ist wohltuend wenn's heiss hergeht, und sie verhelfen, den Durchblick nicht zu verlieren. Aber ich denke, das ist auch ein wenig Gnade, ob's einem gelingt oder nicht.
Ungerechtigkeit! - Ich habe an mir selber beobachtet, dass das Unrechtsgefühl im Menschen - wenn es einem denn bewusst wird - durchaus nicht immer so leicht richtig zugeordnet werden kann. Es gibt Taktierer, die geschickt die Akteure für die eigenen Zwecke einspannen, und ehe man sich versieht, wird einem eine Meinung untergeschoben, die ganz und gar nicht authentisch ist. Manchmal geschehen ganz subtile Übergriffe, Vereinnahmung durch unterschwellige Manipulationen. Wenn man nicht sehr achtsam ist, läuft man Gefahr mitsamt den eigenen Überzeugungen herhalten zu müssen, wofür man eigentlich gar nicht will.
Du schreibst weiter unten, dass es "...ganz üblen christlichen Fundamentalismus" gäbe. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass Machtspiele im Christentum der alten Zeit angehören und ausgespielt sind... Übler Fundamentalismus wird zwar häufig in Verbindung gebracht mit irgend einer religiösen Gruppe, aber da muss doch wohl eher die Religion für etwas Abartiges herhalten, sozusagen wird sie als Legitimation missbraucht, um Untaten zu rechtfertigen. Oder ist sie ein besonders geeignetes Opfer, sozusagen als Projektionsfläche für uneingestandenen oder auch unverhohlenen Hass? Hat diese Art von Missbrauch etwas mit dem zu tun, wofür in der Bibel das Wort Besessenheit verwendet wird?


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Wie ich schon mal anmerkte, reicht es zum Fundamentalismus nicht aus, die Bible wort-wörtlich zu nehmen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du das AT dann auch wörtlich nimmst. Aus meiner Sicht kann es bei diesem Vorgehen zu Anschuungsproblemen bezogen auf die heutige Zeit kommen. Daraus folgt dann, dass Du Dir Interpretationsbrücken baust (oder annimmst), so wie mit den Aussagen Paulus zur Rolle der Frau.
Ja, ich nehme auch das AT wörtlich, weil nach meiner Erkenntnis die ganze Bibel als Einheit zusammengehört, linear wiedergebend, was im Grunde nur ein ganzheitlicher Blick auf das Panorama der Schöpfungsgeschichte und den geistigen Zustand der aktuellen Menschheit offenbart. - Wenn du schreibst, dass ich mir Interpretationsbrücken baue, oder solche annähme, so tue ich das wohl, damit ich über die persönlichen Erkenntnisse mit meinesgleichen diskutieren kann. Beim Bibellesen aber sind solche Krücken störend, denn sie werfen Schatten, weil sie nur Umschreibungen sind, die die Wahrheit verschleiern. Es ist aber logisch, dass ich - um mein persönliches, aktuelles Verständnis einer Bibelstelle aufzuzeigen - andere Worte verwende / verwenden muss, Worte, die nicht genau den Wortlaut der Bibel wiedergeben; ich muss ja doch für diesen Zweck auf andere Begriffe ausweichen, die als Ersatz oder Umschreibung dienen. Nichtsdestotrotz ist aber die Art und Weise, wie ich die Bibel lese und daraus Erkenntnisse schöpfe keineswegs Interpretation, sondern unbedingt wortwörtlich und möglichst ungetrübt/unverfälscht.

Es stört mich, dass je länger je mehr unter Gläubigen die Überzeugung geschürt wird, die Bibel könne im althergebrachten Wortlaut nicht mehr dienen, weil die Texte veraltet, verstaubt seien und der Inhalt nicht mehr zeitgemäss. Das ist schlicht eine Verkennung der Wahrheit, denn die Bibel ist nach wie vor Gottes Wort, vom ersten bis zum letzten Wort, und darum ist es sehr wohl zeitgemäss, denn Gottes Wort ist lebendig. Wenn wir die Bibel nicht möglichst belassen, wie sie uns zur Verfügung steht, dann stülpen wir ihrem Inhalt bloss unsere eigene sehr beschränkt-menschlich-eingebildete Dummheit über. Der wahre, geistige Gehalt aber geht uns "flöte". Hoffentlich siehst du das ähnlich... - das täte gut, inmitten von Bibel-Kritikern. ;-)


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Ja. Es ist Dein gutes persönliches Recht die Bibel so anzunehmen, wie Du es für Dich für richtig hältst.
Ja, jeder Mensch soll dieses Recht für sich beanspruchen dürfen, inkl. all jenen, die vorinterpretierte Bibeltexte als Krücken verwenden möchten. Aber bitte, schafft die alten Werke nicht weg; sie könnten auch für euch noch irgendwann zum begehrenswertesten Gut avancieren, und darum sollen Bibeln weiterhin wertgeachtet und möglichst unverfälscht für jeden Suchenden jederzeit erhältlich sein.


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Hier muss ich Dir leider widersprechen. Es gibt ganz üblen christlichen Fundamentalismus. Dieser ist in der Hauptsache bei evangelikalen Glaubensgemeinschaften zu finden. Man muss aber ganz klar sagen, dass diejenigen, die sich Gottes Wort zum Werkzeug machen, es für sich und ihre Zwecke nutzen, mit Barmherzigkeit und Nächstenliebe überhaupt nichts im Sinn haben. Jetzt könnte man natürlich argumentieren, dass diese Menschen eigentlich gar keine Christen sind. Das mag richtig sein aber sie nutzen christliches Gedankengut.
Dass es üblen christlichen Fundamentalismus gibt, das kann ich leider nicht widerlegen. Ich wollte das ja auch nicht negieren. Nur den Wunsch habe ich, dass dieser Begriff sehr vorsichtig verwendet werden sollte. Übler Fundamentalismus und Christentum widersprechen sich, - vertragen sich nicht, - gehören nicht zusammen, da die Nächstenliebe die Seele des Christentums ausmacht. Wie du schreibst, wird christliches Gedankengut auch nach meiner Beobachtung leider manchmal auch benutzt und beschmutzt, pervertiert, missbraucht... Auch wenn die Zahl der Missbräuche gemessen am Gros der Anständigen verschwindend gering ist, so fällt dennoch ein "böser" Schatten auf uns Christen, und es gibt darum wohl auch immer wieder Bestrebungen, die die christlichen Werte durch weltliche Gesetze ersetzt sehen möchten, während die Bibel mehr und mehr verpönt wird oder gar als gefährliches Gedankengut in Verruf gebracht wird. Da regt sich in mir auch ein Unrechtsgefühl, dem ich mich nicht erwehren kann...


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Ich muss aber nochmals betonen, dass auch ich überzeugt bin, dass alle NT-Briefe Gottes Wort enthalten, es aber eben nicht vollumfänglich sind.
Da stehen wir uns ja näher als ich dachte!!! Die Briefe sind für mich derzeit besonders mit Blick auf die erwartete Wiederkunft Jesu beachtenswert. Gerade dies ist aber wohl ein Teil, den du vermutlich dem damaligen Zeitgeist zuschreibst, oder irre ich mich da?

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Ich war über 40 Jahre rk. In den letzten zwei Jahren habe ich mich eingehend mit der Thematik RKK beschäftigt und habe für mich beschlossen, dass diese Kirche für mich nicht der richtige Weg ist. Aber das ist ein ganz anderes Thema und gehört hier nicht her.
Jeder Mensch soll frei sein, seines Glaubens und seiner Überzeugung zu leben, soweit sich die Entscheide und Handlungen nach bestem Wissen und Gewissen im Rahmen der Nächstenliebe bzw. innerhalb der staatlichen Rechtsordnung bewegen. Ich halte die RKK durchaus nicht für die einzig und allein seligmachende Kirche, aber meinen ganz persönlich eingeschlagenen Weg, den halte ich für mich persönlich dennoch als den für mich einzig und allein seligmachenden Weg. Diese Überzeugung darf meines Erachtens jeder Mensch für sich und seinen eingeschlagenen Weg beanspruchen, soweit er nicht die Gebote Gottes bzw. die geltende Rechtsordnung der Gesellschaft unterminiert oder gar mit Füssen tritt.

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Ich lächle mal zurück.
Ha, nett dein Lächeln! :-)
Lächle <---> Lächle

Lg Mitleser

Ach ja, nach dem sehr ruhigen Pfingstwochenende werde ich nun wieder hart an die Arbeit gerufen. Es wird nun wohl einiges stiller von meiner Seite her.