@net.krel: Ich schreib dann mal noch bisschen was zu deinen weiteren Aussagen aus Post #278

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Nein... mit "uns Menschen" ist nicht alles 100% OK. Unser Kern, Gott, ist es. Ja. Aber wir haben den "Kontakt" (oft? etwas? viel? manche? alle? wenige?) verloren wenn man so will. Obwohl wir natürlich nicht wirklich Getrennt sind.
Das kommt natürlich immer auf die Perspektive an, aus der heraus man auf eine Sache schaut. Und aus vielen Perspektiven wirkt der Zustand der Menschheit und des Planeten nicht allzu rosig, aber da man Perspektiven ja glücklicherweise wechseln kann, sieht's insgesamt dann doch ganz vorzüglich aus, dass es besser gar nicht sein könnte.

Als gläubiger Mensch ziehe ich da meine Zuversicht natürlich aus dem Glauben und nicht aus dem augenscheinlichen Status Quo unserer Zeit, aber irgendeinen Vorteil muss der Glauben ja haben, oder? :-) Und da mein Glaube ja nicht allein nur mich betrifft, sondern alles andere einschließt, eben weil es ein Einheitsglaube ist, bin ich sogar was Dich betrifft absolut frohster Hoffnung! ;-)

Was nun aber leider beständig die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, ist das Verhaftetsein in den Sorgen und Nöten unseres Alltags, unserer Zeit. Würde man sich beständig mit der Frage quälen, wieso, weshalb und warum denn überhaupt all die großen und kleinen Katastrophen unserer Lebenszeit geschehen und dazu noch die deprimierende Erfahrung machen müssen, dass man nur wenig an dem herrschenden Zustand ändern kann, gleichsam ohnmächtig dem Schicksal ausgeliefert zu sein, dann kann das natürlich ganz gehörig den Spaß an der Freude verderben.

Das verzweifelte Suchen nach Lebenssinn, dass sehnsuchtsvolle und doch so häufig hoffnungslose Unterfangen, wenigstens einen kleinen Zipfel vom großen Glück erfassen zu können und die Unzufriedenheit die sich einstellt, wenn es wieder einmal nicht gelang, kann ja durchaus die Stimmung trüben und lässt leider gar nicht mal so selten den Menschen auf ganz abscheuliche Gedanken kommen, in deren Folge er dann anderen Menschen noch abscheulicheres Unrecht antut, aber es liegt nun einmal an jedem Einzelnen wie er sein Leben gestalten möchte und an der Gemeinschaft, wie man das als Teil von ihr dann umsetzen kann/darf.

Letztlich sind wir immer verantwortlich für das was wir tun und für das was wir nicht tun und das gilt selbstverständlich auch für die Perspektive die wir einnehmen. Ich kann bezeugen, dass es eine Perspektive gibt, aus der heraus wirklich alles ganz wunderbar ist und natürlich verschließe ich deshalb trotzdem nicht die Augen vor den Sorgen und Nöten der Welt, sondern im Gegenteil, stelle ich mich ihnen, versuche bewusst mich dafür einzusetzen, dass die Not ein bisschen kleiner und die Zuversicht ein bisschen größer wird, aber man kann den Nächsten nicht von dem lösen was ihm schadet, das muss er letztlich schon selbst tun und darum ist es eben so wichtig, dass man bereit ist Verantwortung zu übernehmen.

Das ist heutzutage aber leider nicht mehr so richtig beliebt und stattdessen zahlt man lieber in Versicherungen ein, oder verlässt sich auf die Solidarität der Anderen, um ja nicht selbst aktiv werden zu müssen. Und am Ende wird dadurch natürlich alles nur noch sehr viel schwieriger, weil man es sich eben selbst so schwierig macht, weil man die Dinge komplizierter macht als sie sind, wenn man als Gesellschaft dem Irrtum anheim fällt, dass das Heil im beständigen Wachstum liege, oder im Angesparten, in der Alterssicherung, ganz allgemein im materiellen Besitz, oder vielleicht auch in Omas selbstgebackenen Erdbeerkuchen, am Ende vielleicht sogar im Partner, spätestens dann macht man die Dinge wahrhaft kompliziert. :-)

Ich denke wir überschätzen und überfordern all diese durchaus wunderbaren Dinge, wenn wir von ihnen dauerhaftes Lebensglück erwarten. Und ich befürchte zunehmend, dass wir aber genau dies tun und dann muss man am Ende ja enttäuscht werden und enttäuschte Menschen neigen nicht selten dazu, ihrerseits andere Menschen zu enttäuschen. Leid ist wie ein Virus, es kann sehr ansteckend wirken, krank machen und Schlimmeres. Da kenne ich mich sehr gut aus und deshalb meine ich, dass wir im ersten Schritt zur Besserung anfangen sollten, Verantwortung für unser Leben zu übernehmen, anstatt beständig nur am Leben und am Zustand des Planeten und der darauf lebenden Kreaturen rumzumäkeln.

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Gilt das in Deinen Augen auch für die "guten Geistwesen"? Oder lehnst du die Existenz generell ab daß es überhaupt körperlose Wesenheiten gibt?
Ich habe ja ab und zu mal außerkörperliche Erfahrungen gemacht, aber wie sollte das bei einem Provisorium auch anders sein, da hält nicht mal die Seele im Körper drin, weil nicht sorgfältig genug getackert. :-)

Weißt du mit den guten Geistern ist es wie mit den schlechten Geistern und selbstverständlich können sie uns überall begegenen. Da ist z.B. die Güte, die Achtsamkeit, die Nächstenliebe (zentralster Geist des Christentums), die Beschadenheit und Höflichkeit, die Hilfsbereitschaft und die Redlichkeit. Einer meiner liebsten guten Geister ist z.B. das freundliche Lächeln, das sofort von einem zum anderen hüpft und ihn ohne Verzögerung glücklich macht und beseelt.

Aber an Geisterwesen, an irgendwelche Entitäten übernatürlicher Art glaubt das Provisorium nicht. Und das obwohl selbstverständlich jedwede emotionelle Übertragung von dem einen zum anderen geistiger Natur ist. Aber sie ist eben geistig und kein Geist. :-)

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Schade daß Du jetzt nicht "Bibeltreu" bist :-) Weil sonst würd ich sagen daß die Bibel viel von "unreinen Geistern" als auch von "guten Engeln" spricht die Einfluss auf Menschen nehmen. :-)
Das nimmst du sofort zurück! :-) Natürlich bin ich bibeltreu, absolut sogar, aber ich nehme sie nicht wortwörtlich, sondern im übertragenen, bildhaften Sinne!

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Aber nicht nur die Bibel spricht davon. Sondern alle und zwar ausnahmslos alle Kulturen und Nationen durch alle Zeitalter hindruch sprachen/sprechen davon. Die einen mehr die anderen weniger. Aber es gibt und gab keine die das nicht als Thema hatte und oft sogar als ein Hauptthema.
Aus Mangel an Erklärung und Erkenntnis muss man ja zwangsläufig Geistwesen annehmen, angesichts der vielen Naturphänomene, oder auch Krankheiten, die ein Mensch haben kann. Erkläre mal die Epilepsie, einen Schlaganfall, Hautkrankheiten oder ähnliches ohne naturwissenschaftliche Erkenntnis.

Ne, ich bin davon überzeugt, dass es in der Welt keinen Hokuspokus gibt und nix Übernatürliches. Hier geht alles seine geordnete Bahn, hinsichtlich der Gesetzmäßigkeiten die in diesem Kosmos gelten und das finde ich auch ganz wunderbar, weil das schon Geheimnis und Staunen genug ist!

LG
Provisorium